Gerade stelle ich fest, dass ich mich ja gar nicht mehr zum weiteren Verlauf meines kleinen WW-Projektes geäußert habe.

Besagtes Projekt ist gescheitert. Ich habe es wie geplant noch ein paar Tage lang mit dem neuen, hochgelobten Punktesystem probiert und es dann aufgegeben. Es ist mir nicht gelungen, wieder ein gesünderes Essverhalten zu entwickeln. Stattdessen bin ich immer mehr in eine depressive Abwärtsspirale geraten, und das war es mir dann einfach nicht wert.

Natürlich habe ich seit diesem Entschluss im Dezember wieder zugenommen und inzwischen sogar (wieder) meine ganz persönliche Schmerzgrenze geknackt. Ich muss da unbedingt wieder etwas tun, nur eben nicht mit den Weight Watchers.



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,Heute ist wieder einer dieser wunderbaren Tage, für die der Beste seinen Besuch angekündigt hat. Wer mich kennt, der weiß um den Zusammenhang zwischen Bestembesuch und Putzpanik. Immer wieder gibt es an solchen Tagen zu viel in zu kurzer Zeit zu tun, und immer wieder vertrödele ich dennoch wertvolle Zeit mit Bloggerei im Internet.. Immer wieder falle ich damit ganz schön auf die Nase.

Heute will ich es mal ein bisschen anders versuchen. Es wird keine Liste der noch zu erledigenden Einge geben, wohl aber eine Liste der bereits erledigten Dinge. Das scheint mir logischer, zeitsparender...

Jetzt gerade ist es 16.15 Uhr, der Beste ist noch ein Weilchen beim Sport und es "wird eher so 19 - 20 Uhr". Ich habe also noch geschmeidige zweieinhalb Stunden Zeit, um alles zu schaffen.

Geschafft habe ich bisher:

  • einkaufen
  • im Bad staubsaugen und wischen
  • Handtücher in die Waschmaschine stecken
  • das Bett abziehen

Mittlerweile ist es 17:45 Uhr und ich habe:

  • eine halbe Stunde faul auf dem Sofa gelegen
  • das Bett frisch bezogen
  • Wäsche weggeräumt
  • überall staubgesaugt
  • mehr Müll rausgebracht
  • die kaputte Schublade leergeräumt
  • Geschirr im lahmgelegten Kühlschrank versteckt
  • mich über den neuesten Familiennachwuchs gefreut
  • mir ein paar Kompromisse erlaubt
  • die Kolleginnen mit einem Update versorgt
  • Hunger bekommen

Vermutlich fährt der Beste jeden Moment los und braucht dann ungefähr eine Stunde. Ich muss noch das Sofakopfkissen beziehen, ein bisschen was an Geschirr abwaschen, meine Suppe aufwärmen, essen, duschen und den Staubsauger wegräumen.


Ich bin dann mal raus.

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Das Jahr ist vorbei und ich weiß nicht so recht, was ich nun eigentlich davon halten soll.

Es war kein explizit schlechtes Jahr, aber war es ein gutes? Ich weiß es nicht. 2017 war vom ersten bis zum letzten Tag eine Herausforderung, die mich mehr als einmal an meine Grenzen und darüber hinaus gebracht hat. Das war zwar schon ganz gut so, aber es war eben auch oft schmerzhaft und vor allem: ANSTRENGEND!

Ich habe keine Ahnung, was das neue Jahr mir bringen wird. Ich weiß jedoch, dass ich hier und heute ganz anders aufgestellt bin als noch vor einem Jahr. Ich kann auf Erfolge zurückblicken, die ich mir niemals zugetraut hätte. Ich habe ab mir gearbeitet, bin ein bisschen mutiger geworden und gehe mittlerweile ganz anders mit Krisen um. 
Vielleicht war 2017 das mühsam errichtete Fundament für ein gutes 2018. Ich würd´s mir wünschen.

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​Ich habe nun also Tinder Gold getestet und mich drei Wochen lang quer durch die Welt gewischt. Anfangs war es noch ganz lustig, aber dann wurde es sehr schnell sehr langweilig. 

Die Männer in Irland sind anders als die Männer in Deutschland, die Männer an der Ostsee anders als die an der Nordsee. Es gab Angebote für Übernachtungen in Irland und Gin in Schottland. Vielleicht hätte ich mich sogar das eine oder andere Mal recht zeitnah wegheiraten lassen können, wenn ich das denn gewollt hätte. Grundsätzlich war die Kommunikation oft schwierig und der Satz "Ich fahre nach Rostock zu Hause" eines Muttersprachlers gruselt mich nach wie vor. Alles in allem war dieses goldene Experiment aber dann doch recht interessant. Für ein klassisches Date hat es bei keinem der herbeigewischten Kandidaten gereicht. Der letzte verbliebene Kandidat dafür hat sich passend zum Jahresende durch widersprüchliches Handeln selbst disqualifiziert, was ich auch gar nicht mal so dramatisch finde. 

Und doch! Es gab da so einen, der mir ganz gut hätte gefallen können. Schade, dass er vom Rand der Erde fiel.

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Tinder kennen wir ja alle, wenn auch nur vom Hörensagen und aus den wildesten Geschichten.

EIne Freundin hat über Tinder (und durch einige wirklich merkwürdige Umstände) ihren Freund kennengelernt. Die Bekannte einer anderen Freundin hat in den vergangenen Monaten Männer herbeigetindert, die sowohl der Freundin als auch mir durchaus bekannt waren. Die Kollegin nutzt Tinder als Werbepausenunterhaltung und auch ich habe mich natürlich schon durch die Männerwelt gewischt. Ich habe einige Unterhaltungen darüber geführt und musste auch schon einmal mein Handy aus den Klauen überambitionierter Freunde retten, die sich geradezu in Extase gewischt hatten. Alles in allem aber war Tinder bisher nicht mehr als ein gelegentlicher Zeitvertreib.

Nun begab es sich aber, dass ich kürzlich mein Emails abrief und ein Bewerbungsticket von trnd fand. Das passiert nicht so oft, und noch viel seltener interessiert mich das Projekt zum Ticket. In diesem Fall handelte es sich darum, Tinder Gold für einen gewissen Zeitraum kostenlos testen zu können und ich war natürlich interessiert!
Irgendwann im letzten Jahr hatte ich mir mal für einen Monat die damals mit 10 Euro noch recht erschwingliche Luxusversion von Tinder gegönnt und fand es ganz lustig, mich durch die ganze Welt zu tindern. Gleiches tat die eingangs schon erwähnte Freundin, die wegen ihrer Schwäche für Irland in irischen Gefilden herumwischte und so an ihren Freund geriet (welcher übrigens zu dem Zeitpunkt dort nur Urlaub machte und eigentlich im Pott wohnt). Lange Rede, kurzer Sinn: ich darf Tinder Gold testen und werde davon berichten. Das wird ein Spaß. 

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​​​​Eigentlich hätte ich ja im Vorfeld wenigstens einen Beitrag über meine Bemühungen im Kampf gegen das schon immer in meinem Leben herrschende Chaos verfassen wollen. Das hat offensichtlich nicht funktioniert...


Nun ist es so, dass ich nachher irgendwann Besuch bekomme und vorher noch ein paar Dinge erledigen muss Aufräumen und Putzen klappt unter Zeitdruck ja immer noch am besten, zumal es sich beim heutigen Besucher um den Besten handelt und jener den jetzigen Möblierungsstand meiner Wohnung noch nicht kennt. Beim letzten Mal hatte ich z.B. noch kein Sofa, dafür aber noch einen Schreibtisch. Aber ach, ich schweife ab...

Was muss ich also noch alles machen:

  • den Teppich wieder ins Bad legen
  • das Waschbecken putzen
  • den Spiegel putzen
  • duschen
  • getragene Wäsche in den Wäschekorb
  • gewaschene Wäsche zusammenlegen und wegräumen
  • das Bett neu beziehen
  • die Matratze drehen
  • abbwaschen
  • eine Grundlage für das geplante Gingelage schaffen
  • Getränke in den Kühlschrank
  • Spüle scheuern
  • Wurzelgemüse schälen und schneiden
  • Gericht 1 kochen
  • Gericht 2 kochen
  • Ebene 1 vom Couchtisch aufräumen
  • Ebene 2 vom Couchtisch aufräumen
  • Papierkram unter den Couchtisch räumen
  • Magazin 1 lesen
  • Magazin 2 lesen
  • das bestellte Katzenfutter verräumen
  • Duftkerze anzünden
  • Powerbank aufladen
  • Handy aufladen
  • Chaos auf dem Kühlschrank beseitigen
  • das bestellte Katzenfutter verräumen
  • Musik anmachen
  • anfangen, "Wicked" zu lesen
  • DVDs wegräumen
  • Brille putzen
  • Vorhänge wieder richtig einfädeln

Und immerhin war ich heute zumindest schon verhalten produktiv und konnte ein paar Dinge abhaken:

  • die gewaschene Wäsche abholen
  • einkaufen
  • zur Bank
  • staubsaugen
  • wischen
  • Altpapier rausbringen
  • Müll rausbringen
  • Wolldecke waschen
  • Wolldecke aufhängen
  • Bett abziehen
  • Bettzeug lüften
  • Wischwasser wegkippen
  • Wischerbezug zum Trocknen aufhängen
  • Toilette putzen
  • Toilette putzen​D


Start: 25.11.2017, 16:22 Uhr

Ende: 25.11.2017, 18:55 Uhr

Der Besuch war dann natürlich doch nicht schon um 18 Uhr da, und bis jetzt ist er noch nicht einmal losgefahren. Dafür habe ich nach dem Duschen versehentlich meinen Bademantel angezündet und daraufhin beschlossen, die letzten paar Punkte auf meiner Liste einfach zu ignorieren. Ich werde gleich noch den Couchtisch abwischen, die Eiswürfel in eine Thermoskanne kippen und dann mit "Wicked" beginnen. Irgendwann wird der Beste hier schon auf der Matte stehen.


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Vor ungefähr einem Monat habe ich mich wieder bei Weight Watchers (kurz: WW) angemeldet. Ich hielt das für eine ausgesprochen gute Idee,  denn schließlich habe ich in letzter Zeit schon ganz andere Sachen geschafft und vor ein paar Jahren hat das Abnehmen mit WW auch ganz gut funktioniert.

Ach, was war ich motiviert und zuversichtlich. Ich war felsenfest davon überzeugt, durch WW endlich (wieder) ein gesünderes Verhältnis zum und einen entspannteren Umgang mit dem Essen finden zu können. Bis Weihnachten wollte ich geschmeidige 10 Kilo abgenommen haben und mich wie ein neuer Mensch fühlen, ohne mich dabei nach Diät oder anderweitig eingeschränkt zu fühlen. Außerdem wollte ich im November noch ein paar andere durchaus ehrenwerte Projekte erfolgreich durchziehen. Nun ja, was soll ich sagen? Hochmut kommt vor dem Fall.

Zwar standen letztendlich 4 Kilo in 2 Wochen auf der Verlustliste, aber die Begleitumstände waren alles andere als angenehm. Es war nicht so, als hätte ich nicht genügend Punkte zur Verfügung gehabt. Ich bin groß und ich bin schwer, natürlich schlägt sich das auf das verfressbare Tagesbudget nieder. Tatsächlich aber hatte ich ständig den Eindruck, die Punkte würden vorne und hinten nicht reichen. Wenn ich morgens ein Stück Zucker in den Kaffee gekippt und damit 1 von 52 Punkten verbraucht habe, stand der Hungertod für mich bereits unmittelbar bevor. Ich mochte tagsüber kaum noch essen und musste mich zu den eingeplanten Mahlzeiten regelrecht zwingen. Danach war ich dann zwar bis an den oberen Rand der technisch bedingten Füllmenge vollgegessen, hatte aber trotzdem noch Hunger und war entsprechend frustriert. Oft genug hatte ich abends etliche Punkte übrig, aber ausgerechnet dann keinen Hunger mehr. Sobald ich nahezu alle Punkte irgendwie (sprich: mit Chips, Schokolade oder anderen "bösen Dingen") verbraucht hatte, kam der Hunger doch noch und ich habe des Budget überzogen. Ich habe ums Verrecken kein angemessenes Verhältnis zu den Punkten bekommen und habe stattdessen nur noch in sinnfreien Dismensionen gedacht. Mir schwirrte ständig im Kopf herum, wofür meine restlichen Punkte noch reichen würden.. Hätte ich dabei an die guten Nahrungsmittel gedacht, wäre das vermutlich gar kein so großes Problem gewesen. Stattdessen habe ich aber alles in Dominosteine umgerechnet und mir so erfolgreich suggeriert, dass ich natürlich nie im Leben würde satt werden können. Ja, das ist bescheuert. Und nein, ich kann da nicht einfach umdenken.

Ernährung hat also nicht funktioniert, und parallel dazu liefen auch noch alle anderen Projekte aus dem Ruder. Die WW-Community war mir mehr Ärgernis als Unterstützung und auch sonst konnte ich nichts und niemanden mehr so richtig ertragen. Das war eine Entwicklung, die mir große Angst gemacht hat. Been there, done that...
Anfang der Woche habe ich nun also die Reißleine gezogen, um jetzt zum Wochenende nicht wieder oben auf der Autobahnbrücke zu stehen und aus den falschen Gründen runterzugucken.

Bald kommt das neue WW-Programm, bis dahin gönne ich mir eine bewusste Punktepause. Vielleicht klappt es mit dem neuen Programm wieder besser, obwohl ich da gerade wirklich Zweifel habe. Mal sehen, was draus wird.

Für den Moment versuche ich, alles andere wieder einigermaßen unter Kontrolle zu kriegen. Heute woltle ich mit dem Großputz in der Wohnung starten (dazu später mal separat mehr), aber gleich geht´s erstmal zu IKEA und dann Kaffee trinken. Ich bilde mir ein, dass das hilft.

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