Leichte Lektüre

Petra Durst-Benning: Die Fotografin - Am Anfang des Weges

Lieber Leser,
sie hat es leicht, diese Mimi Reventlow. Soll sie ihren Heinrich heiraten und in ein heruntergekommenes Pfarrhaus ziehen, wo sie für die nächsten Jahre den alten Pastor pflegen darf? Oder soll sie losziehen und Wanderfotografin werden wie ihr Onkel? Das ist schnell entschieden.

Was halten Sie, lieber Leser, von einer Versuchung? Ein neugebautes Pfarrhaus in einer Stadt mit einem Fotoatelier, wo Mimi halbtags hätte weiterarbeiten können. Und dann Kinder, Hausarbeit, immer weniger Zeit für ihre Leidenschaft. Hätte die Autorin diesen Heinrich ein wenig verlockend gemacht, dann hätte Mimi etwas aufgeben müssen für ihren Traum vom Fotografieren. Aber die Autorin schenkt der Hauptfigur die Entscheidung, schenkt ihr hilfsbereite Eltern und das Startkapital dazu.

Ein paar Absagen muss Mimi einstecken, aber schnell kommt der Durchbruch. Es läuft rund für die Fotografin. Zwar hat sie nicht nur Freunde, aber ihre Gegner scheinen bloß zu reden in diesem ersten Band, nichts zu tun. Fehler, Rückschläge, Unglücke? Die erlebt nur Eveline, eine arme Webersfrau, die im Laufe des Buches zur zweiten Hauptfigur wird. Sollte ich den nächsten Band lesen, dann um Evelines Willen.

Der Stil von Petra Durst-Benning liest sich leicht. Das ganze Buch ist leichte Feiertagslektüre: ein Ausflug in eine Welt, wo man die Probleme nur anpacken muss, schon sind sie gelöst. Wenn ich das nächste Mal in eine solche Welt flüchten will, hole ich mir den zweiten Band und schaue, wie es weitergeht. Die Fotografinnen-Saga ist fünf Bücher lang.

Hochachtungsvoll
Christina Widmann de Fran

Die Fotografin: Am Anfang des Weges von Petra Durst-Benning
Erschienen: 2018 bei Blanvalet.

Ich danke für ein Rezensionsexemplar.

ISBN: 978-3-7341-0657-6
Erhältlich auf Amazon.de.

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