Du hast Ketten um meine Beine gelegt

hast mich festgehalten, eine immerwÀhrende Zuneigung gehegt

du hast dich in mein Leben eingebrannt

hast deinen Namen in mein Herz geprÀgt


Und immer wieder kamen wir zurĂŒck

haben die unĂŒberbrĂŒckbare Distanz ĂŒberbrĂŒckt

immer wieder fand ich Gefallen an dem Gedanken, du könntest wieder fĂŒr mich fallen

immer wieder und wieder

Erinnerungen sammeln mit dir


Bilder nachstellen, die ich verbrannt hab um dich zu vergessen

aber genug ist noch da

in meinem Kopf,

zu denken es war wahr

zu denken es war echt

und dabei hatte ich so recht als ich sagt

es ist vorbei, endgĂŒltig

ich geh‘

und ich komm‘ nicht wieder, um Erinnerungen zu sammeln mit dir


jetzt wird es vorbei sein

ich nehm‘ sie ab, die Ketten um mein Bein

und schmelze sie ein

zusammen mit unseren Bildern

jetzt kann es endlich vorbei sein

jetzt kann ich freidreh‘n


und ich schau‘ in dein Gesicht

schließe die Augen und verliere das Gleichgewicht

du gleitest außer Sicht

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​Ich sitze in einem Schubkasten, stecke fest

und von hier aus bediene ich die Tasten, die mein Leben bestimm'

ich bin eingeschlossen, das hab ich selbst getan

hab zu oft auf andere geschossen

mit dem Denken in Stereotypen, in Klischees

habe mir zu oft eine Meinung gebildet, habe zu oft geurteilt

und nicht mal gemerkt, wie dabei meine Persönlichkeit verschwindet

​Ich verschwinde im Treibsand

die FĂ€den gleiten mir aus der Hand

die Marionetten meines Lebens hören auf zu tanzen und verschwinden im Schubkasten, und ich mit ihnen

kann mich nicht wehren

​jetzt sitze ich in meinem Schubkasten, warte auf jemanden

fĂŒhl mich taub, blind, meines Verstandes beraubt

warte auf jemanden, hol mich hier raus

immer wieder mache ich den gleichen Fehler und doch kommt immer das selbe aus meiner Feder

das, was jeder sagt, unabhÀngig von Meinungen und PrÀferenzen

denn keiner kommt beim Nachdenken wirklich an seine Grenzen

und sagt, was er wirklich fĂŒhlt

keiner denkt vielseitig und zeigt seine Facetten

und stattdessen sind wir alle nur verdammte Marionetten von KlischĂ©es, von Stereotypen, von SchubkĂ€sten, von Trends, von Mythen ĂŒber das Leben, die wir uns selbst erzĂ€hlen

​Ich, ich hab das GefĂŒhl ich verschwinde im Treibsand

die FĂ€den gleiten mir aus der Hand, ich sitze im Schubkasten

ohne Verstand

jeder sagt, was man hören will

jeder sagt, was man sagen soll

unabhĂ€ngig von meiner eigenen Meinung drĂŒcke ich mich feige in meinem Schubkasten herum

ohne ein einziges Mal raus und um die Ecke zu denken

mein Leben mal in eine andere, vielleicht völlig falsche Richtung zu lenken

mache ich das, was von mir erwartet wird

lese die motivierenden SprĂŒche und all den anderen Shit auf Pinterest und Weheartit und denk mir so "Ja, genau das ist es, was ihr von mir erwartet", dass ich mein eigenes Ding mach,

dass ich auf das höchste Dach dieser Stadt steig, meine Persönlichkeit zeig

ich tanze und singe als gÀb's kein Morgen mehr und dann komme ich wieder herunter und renne meinen TrÀumen hinterher

alle wollen gegen den Strom schwimmen

aber genau das ist der Strom, dass alle sofort springen wenn es um Individualismus geht

und sich irgendwie alles in die selbe Richtung dreht

um dann krass einzigartig zu sein downgrade ich und tausche mein Smartphone gegen ein Klapphandy ein und merke nicht mal, dass dieser Trend gerade angefangen hat, aber vorher schon lÀngst vorbei war

​alle versuchen, nicht in SchubkĂ€sten gefangen zu sein

irgendwem fÀllt immer irgendwas neues ein, um seinen eigenen Pseudo-Individualismus voranzutreiben

keiner will stereotypieren und vergleichen, sondern immer nur dem Druck ausweichen

​denn alle sind einzigartig und dadurch wieder gleich

aber ist es wirklich so einfach?

sind die unterschwelligen, niemals niedergeschriebenen aber immerzu prÀsenten Regeln wirklich so weich, dass man sie verÀndern kann?

​wir verschwinden doch alle im Treibsand,

keiner legt jemals die Waffe aus der Hand, mit der er auf andere schießt

​Individualismus ist zum Trend geworden

Lachse schwimmen plötzlich mit dem Strom, Zugvögel fliegen nach Norden, um anders zu sein

um den ersten Schritt zu machen, um auffÀllige unauffÀllige Blicke zu erlangen, offensichtlich unterschwellig desinteressiert

aber eigentlich ja sehr interessiert. man scheint schließlich anders zu sein.

denn das sind wir doch alle, offensichtlich unterschwellig desinteressiert 

im Falle 

einer Möglichkeit zu zeigen, wie anders wir sind in unserer Zeit

und jetzt nehme ich mir meine Mate, diesen sĂŒffigen Eistee mit Kippengeschmack

und ziehe meine Freunde zu Rate,

welchen FjÀllrÀven ich denn jetzt kaufen soll

denn auch ich bin so unglaublich individuell und gleichzeitig sehr comfortable

in meinem Schubkasten.

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nur Gedankenkotze, nur unstrukturierte SĂ€tze,

die ich vor mich hinkritzel

ohne zu wissen, was ich eigentlich sagen will

was ich schreiben soll

meine Gedanken drehen sich im Kreis

immer um sich selbst


und obwohl der Weg immer gleich, immer ein Kreis ist,

verliere ich die Orientierung

irre hilflos in meiner Psyche herum

finde mich wieder und fang neu an

obwohl ich weiß, dass ich nichts daran Ă€ndern kann

verliere mich wieder und suche halt,

irgendwo

krampfhaft und unerfĂŒllt


ich steiger‘ mich immer weiter hinein,

obwohl ich weiß, dass der Weg nur in einer Sackgasse enden kann

vor ‘ner Wand

mit ‘nem Hammer in der Hand


und dann steh‘ ich vor ‘nem TrĂŒmmerhaufen

schon wieder ist es schief gelaufen

und schon wieder hab‘ ich etwas verloren

und danach die Welt eingefroren

denn das ist die Sackgasse in meiner Straße,

die LĂŒcke in meinem Kreis, der Haken an der Sache

von dem ich die ganze Zeit dachte, er wĂ€r‘ es, der mich zurĂŒckhĂ€lt


und jetzt bin ich verblĂŒfft, verzweifelt

hab mich zu lang im Kreis gedreht

und jetzt ist Stillstand


ich steh‘ mir selbst im Weg,

versperr‘ ihn mir wieder und wieder

lass‘ meine DĂ€monen rein

lass‘ sie wĂŒten, immer wieder und wieder

lass‘ sie laut sein, lass‘ sie tanzen und sie singen ihre grĂ€sslichen Lieder

immer wieder und wieder


und dann seh‘ ich es

den Rhythmus in diesem Leid,

die Wortwiederholung die GleichmĂ€ĂŸigkeit,

die Anapher, die Alliteration,

der immer wiederkehrende Satzanfang, das sich immer wiederholende Ende und schon

erkenne ich, ich habe es wieder getan


ich hab‘ dir mein Herz auf dem Silbertablett serviert

hab schon gesehen, wie man unsere Initialen in Ringe graviert

und obwohl das alles doch lÀcherlich und am Ende nur ein Scherz war,

war es doch irgendwie wahr, wahrhaftig und verdammt nochmal sichtbar

es war real und alles andere in dem Moment egal

und was real ist, will man festhalten

dankbar fĂŒr den Halt

etwas weniger unerfĂŒllt

etwas weniger wĂŒtend auf mich selbst

und etwas mehr fĂ€hig, seine DĂ€monen auszuschließen oder es wenigstens zu versuchen


aber jetzt, jetzt schreien sie lauter denn je

„du hast es schon wieder getan“

immer wieder und wieder

du bist schuld

und das Schlimmste ist,

ich geb‘ ihnen recht, denn jetzt sind sie so verdammt echt


das Silbertablett, das heb‘ ich auf, fĂŒr spĂ€ter

falls ich es nochmal brauch‘

denn so nimmt es seinen Lauf,

der Rhythmus in diesem Leid

die Wortwiederholung die GleichmĂ€ĂŸigkeit,

die Anapher, die Alliteration,

der immer wiederkehrende Satzanfang, das sich immer wiederholende Ende

und der Kreis, der schließt sich

und ich seh‘ mich schon da stehen

vor ‘ner Wand

mit ‘nem Hammer in der Hand

und dann vor einem TrĂŒmmerhaufen

denn so wird es wieder und wieder laufen


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