Unser wunderschöner Balkon bietet die perfekte Umgebung, um Yoga zu machen. Jeden Morgen, wenn ich aufstehe, rolle ich meine Matte aus und übe für ca. eine Stunde.
Mein Freund gibt Gitarren- und meine Freundin Gesangsunterricht in unserer Wohnng, wieso sollte ich dann sinnlos zuhause rumhocken? :-)
Gestern nachmittag gehe ich also ein paar Matten kaufen und gebe seit heute Yogastunden begleitet von Musik, Räucherstäbchen, Tee, Früchten und strahlender Sonne.
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Wow, ich habe mich echt lange nicht mehr gemeldet! Das liegt weniger daran, dass ich viel zu tun habe, als dass bei mir einfach so langsam der Alltag eingekehrt ist: Arbeit, Yoga, Freiwilligenprojekt, Ausgehen...
Ein bisschen hat sich allerdings schon geändert. Wie in alten Beiträgen zu sehen ist, ist meine Unterkunft sehr groß und auch total schön, seit meine Mitbewohnerin jedoch abgereist ist, bin ich wieder alleine (in einem Haus, das für 20 Personen gedacht ist), außerdem stört es mich, dass mein Zuhause Teil der Schule ist, was bedeutet, dass hier Schüler, Lehrer und andere Angestellte ein- und ausgehen. Sie sind zwar alle super nett, aber es ist schon komisch, wenn du in deinem eigenen Haus kaun Privatsphäre hast.
Ich würde unheimlich gerne zu Freunden ziehen, das Problem hierbei ist aber, dass ich für die Residenz bis Ende Januar schon gezahlt habe und mir das Geld natürlich nicht zurückerstattet wird.
Dank der Großartigkeit und Intelligenz meiner Eltern werde ich auf die Idee gebracht, einfach trotzdem zu meinen Freunden zu ziehen. Die Miete ist spottbillig und ich stehe vor der Entscheidung: ein bisschen weniger bezahlen und dafür alleine in der Residenz rumzuhocken oder etwas mehr ausgeben und in einer super schönen Wohnung mit Balkon und meinen besten Freunden zu wohnen? Eigentlich ziemlich einfach!
Vor ein paar Tagen bin ich also zu einer Freundin und einem Freund etwas weiter in den Norden gezogen, die Wohnung ist gemütlich, groß und hat eine Terasse mit einem wunderbaren Ausblick. Meine Freunde sind Gitarrist und Sängerin, das heißt, mein Alltag ist immer von Musik begleitet. In den nächsten Tagen werden wir uns weiter einrichten; Streichen, Freunde, die Künstler sind, einladen, unsere Wände vollzumalen, Deko und Pflanzen auf kleinen Märkten kaufen, und so weiter.
Wenn ich in zwei Wochen neue Bilder hochlade, wird man hoffentlich große Fortschritte sehen :-)

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Ich habe einen Job gefunden!
Vor zwei Wochen gehe ich mit einem Freund meinen Lebenslauf in vier verschiedenen Restaurants/Cafés/Bars abgeben und erhalte noch am selben Tag Rückmeldung von zwei Stellen. Nach einer harten Probearbeit (18:00 - 4:00) als Rezeptionistin und Kellnerin in 'La estación' falle ich erschöpft und zufrieden ins Bett. Die Arbeit macht super viel Spaß, es kommen viele Leute, die super entspannt sind genau so wie meine Kollegen und Chefs. Das Restaurant/die Bar ist mega cool dekoriert, es hängen Bücher an der Wand, Künstler haben Portraits und Ornamente überall hingemalt und das beste ist, dass es an drei Tagen pro Woche Live-Musik gibt! So lässt es sich auf jeden Fall arbeiten, auch wenn es schwierig ist, Tabletts zwischen tanzenden Leuten zu balancieren.
Der Lohn, den ich bekomme, ist im Vergleich zu deutschen Löhnen nichts. Ich verdiene weniger als die Hälfte des Mindestlohns, aber das Krasse daran ist, dass ich hier mehr als der Durchschnitt verdiene! Ein normaler Stundenlohn liegt bei unter 3$...

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Wow, es sind schon zwei Monate vergangen und mittlerweile fühle ich mich richtig zuhause! Vor ein paar Wochen war ich mit meiner Mitbewohnerin auf einer Bücher- und Kunstausstellung, auf der wir unsere jetzigen Freunde kennen gelernt haben, mit denen wir fast jeden Tag auf Ausstellungen, in Cafés, ins Kino, in den Wald oder sonstwo hingehen. Das Tolle daran ist, dass alle von ihnen Künstler sind! Maler, Dichter, Schriftsteller und viele Musiker, das heisst, jeder unserer Ausflüge wird von kleinen Konzerten begleitet. Es macht unheimlich viel Spaß mit ihnen Zeit zu verbringen, vor allem, weil sie sich stark von den 'normalen'  Einwohnern Quitos unterscheiden. Auch, wenn die Stadt für südamerikanische Verhältnisse ziemlich fortgeschritten ist, ist hier der Alltag von Vorurteilen gegenüber Ausländern, Homosexuellen und Frauen geprägt, was Shylin (meine Mitbewohnerin) und ich auch häufig zu spüren bekommen. Zwar ist es traurig, dass es nur kleine Gruppen gibt, die anders denken, aber dennoch ist es schön, zu ihnen  zu gehören. 

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Hilfe! Gerade sitze ich an unserem Esstisch bedeckt mit Reiseführen, Projektkatalogen, Notizen und Tee, um meine nächsten dreieinhalb Monate hier zu planen, deren Entwicklung sich extrem von dem, was ich vor einem Monat noch vorhatte, unterscheiden. Diese Änderungen beginnen mit meiner Arbeit in der Schule für behinderte Kinder. Das Problem bei sehr vielen Freiwilligenprojekten liegt in der Kombination aus Überforderung und Langeweile. In meinem Fall fühle ich mich zu 80% des Tages überflüssig, da ich als Assistentin einfach nicht viel zu tun habe. Der Unterricht und die 'Disko' nach der Mittagspause gefallen mir gut, aber wirklich gebraucht werde ich nicht. Teilweise werde ich dann jedoch mit Jhoan, dem neuen Schüler, alleine gelassen, um mit ihm 90 Minuten logopädische Übungen durchzuführen, was mir grundsätzlich gefällt, da es eine neue Herausforderung ist. Allerdings muss ich mir das Wissen grösstenteils selbst aneignen und mit einem Menschen, der auf dem geistigen Niveau eines ein- oder zweijährigen Kindes ist, ist es einfach nicht möglich 90 Minuten am Stück zu lernen. Aufgrund der grob zusammengefassten Situation habe ich mich dazu beschlossen, meine Arbeitsstelle nun nach vier Wochen vorzeitig zu beenden. Auch, wenn es mir leidtut, muss ich so 'egoistisch' sein, da ich es nicht einsehe, die bisher wichtigsten und ereignisreichsten fünf Monate meines Lebens in einem Projekt zu arbeiten, das mir nicht zu 100% gefällt.
Eine Sache, über die ich jedoch sehr froh bin, ist, dass ich den Direktor dazu überredet habe, jeden Donnerstag Kunsttherapie mit den Kindern zu machen. Das werde ich auch weitere vier Wochen tun.
Ich fasse hier einmal zusammen, was ich bis Ende Januar in etwa machen werde.

Mein jetziges Projekt bei C.E.S.D.A.A, auf dem Bild ist Jhoan, dem ich Bewegungen des Mundes, der Zunge und der Hände sowie Malen beibringe.

Eventuell eine neue Projektmöglichkeit für mich: La Capilla del Hombre, Museo de Guayasamin. Das beeindruckenste Museum, das ich je besucht habe mit Kunst eines der beeindruckensten Künstler Südamerikas. Oswaldo Guayasamin war ein Künstler des 20. Jahrhunderts, der das Leid der Menschen während Diktaturen, des Ersten und Zweiten Weltkrieges, Bürgerkriegen etc, darstellte. Seine Kunst ist sehr gesellschafts- und auch religionskritisch, durch seine Bilder und Skulpturen wird in Frage gestellt, warum der Mensch als Wesen weniger wert ist als religiöse und göttliche Figuren. Daher wurde der Name 'Capilla del Hombre' = 'Kapelle des Menschen' für die Galerie gewählt. Mein Aufgaben würden darin bestehen, bei Übersetzungen zu helfen und Führungen in Spanisch, Englisch und Deutsch zu geben, was mir riesig gefallen würde. Der einzige, aber wahrscheinlich auch entscheidende Grund, nicht dort zu arbeiten, sind die Arbeitsstunden. 8:00 - 17:00. Ich weiss, dass das ein normaler Arbeitstag ist, aber normalerweise arbeiten Freiwillige hier maximal fünf Stunden. Somit hätte ich an keinem Tag in der Woche Zeit, einkaufen zu gehen geschweige denn meine Freunde zu treffen oder was weiß ich. Hier muss ich dann auch wieder egoistisch sein und sagen, dass mir das zu viel ist. Schade...

Meine anderen zwei Optionen sind die Arbeit mit Straßenkindern oder in einem Tierschutzprojekt mit Straßenhunden. Beides würde mir gefallen, aber ich finde es schade, dass es kein Naturschutzprojekt gibt, das nicht mit vier Stunden Anreise verbunden ist. 

Unabhängig davon, für welches Projekt ich mich letztendlich entscheide, werde ich nur noch vier Wochen arbeiten und die restliche Zeit mit 'richtigem' Arbeiten und Reisen verbringen.

Anfang Dezember, nach meinem letzten Arbeitstag, treffe ich mich mit Rafi, einem Freund aus Aachen, in Kolumbien und zwar in Cali, der Hauptstadt des Salsa!

...danach arbeite ich ca. zwei Wochen mit Alex, einem Kunsthandwerker, an seinem Stand auf dem berüchtigten Otavalomarkt :)

Weihnachten und Silvester verbringe ich mit Darius in Cuenca, der Stadt der Künste und Künstler. Anfang Januar reisen wir zurück nach Quito, wo wir ca. eine weitere Woche Zeit miteinander verbringen können.

Darauf bin ich am meisten gespannt! Mit Lorne, einem super tollen neuen Freund aus Amerika, werde ich in einer Kommune leben. Ich freue mich generell darüber, aus dieser Großstadt (auch, wenn sie wunderschön ist) herauszukommen und unter Einheimischen zu sein.

Ab nächster Woche bis Ende Dezember werde ich jeden Dienstag und Donnerstag jeweils um sechs Uhr morgens einen Kundaliniyogakurs mit der wunderbaren Sanjog besuchen. Ja, ich weiss, dass ich mich jeden Morgen dafür hassen werde, aber ich bin mir sicher, dass ich mich danach um so mehr dafür liebe!!

Wow, das waren ganz schön viele Sachen und trotzdem bin ich mir sicher, dass sich noch einiges ändern wird. Namaste!

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"Ich male niemals Träume oder Alpträume. Ich male meine eigene Realität."

"Schönheit und Hässlichkeit sind eine Illusion, da die Anderen letztendlich immer in unser Inneres schauen."

Ich hab den Bücherschrank entdeckt...

Quicocha

​Baños

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