Ich schenke ihm keine Aufmerksamkeit. Wir haben nichts miteinander zu tun. Er erlebt mich völlig ohne Emotion im Gesicht, wenn ich an ihm vorbeihusche.

Ich fange an, ihm zuzuhören. Ich finde es interessant, wie er redet, über was er redet, wie er gestikuliert. So ruhig, schon fast ohne Gefühl in der Stimme, doch trotzdem weich, schon fast so, dass ich seine Stimme an meinem Körper spüren kann.

Meine Augen wenden sich von ihm ab. Es fühlt sich so an, als wäre nie etwas gewesen. So fremd, obwohl wir uns nie nahestanden.

Sein betrunkenes Ich und mein nüchternes Ich verstehen sich. Wir reden, ich fühle, er fühlt, wir ignorieren es.

Erneut kommt es zu einem Stillstand unserer Gefühle. Ich bemerke es nicht, es macht mir nichts aus.

Wir reden, jetzt überwältigen mich meine Gefühle. Seine Stimme, wie früher. Ich falle in die Welt meiner Gefühle. Alle Emotionen kochen über. Ich fühle mich nicht mehr wie ich selbst. Adrenalin pumpt durch mein Blut. Gedanken sprengen meinen Kopf. Mein Herz rast vor Aufregung. Mein Körper lässt Endorphinen freien Lauf. Ohne eine einzige Berührung berührt er mich mehr als es je jemand tat. 

Wie er wohl fühlt, oder nicht fühlt?

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