Meine Aktivität auf dieser Seite lässt zu wünschen übrig, ich weiß, es ist schon April und die letzten Einträge handeln von meinem Neujahrsurlaub... Aber vermutlich ist das eigentlich normal. Ich habe mittlerweile weit mehr als ein halbes Jahr in diesem Land gelebt und plötzlich ist das alles so normal. Der Alltag frisst mittlerweile die ganze Aufregung und genauso die Langeweile vom Anfang und so vergeht Tag um Tag ohne, dass ich wirklich etwas schaffen würde. Wie das halt immer im Leben so ist.

Dennoch: Ich habe die letzten Wochen ein bisschen was unternommen und kann endlich behaupten, ich bin auch schon aus Quito rausgekommen.

Mit meiner lieben Isa war ich am berühmten Mitad del Mundo, dem Denkmal, das eigentlich direkt auf dem Mittelpunkt der Welt stehen soll. Man stellte später aber fest, dass das nur bedingt hinkommt. Dennoch, auf der gelben Linie stand ich.

Mit Tinas Freunden vom Reiterhof fuhren wir campen am Cotopaxi. Nachdem wir den ganzen Tag unterwegs gewesen waren, kamen wir erst mitten in der Nacht am Cotopaxi an, aber das machte die ganze Sache eigentlich noch viel schöner. Wir parkten mitten im Nichts auf einem Grundstück zwischen Grünzeug, Berg und Schlucht. Über uns zogen sich die Wolken immer wieder auf und darüber funkelten die Sterne. In der Ferne konnte man die Lichter Quitos erahnen.

Wir grillten und legten uns zu viert in unser Drei-Mann-Zelt.

Und dann gab es da die Wochenenden an denen ich mit Isa in ihrer Wohnung abgehangen habe und von einem Kater direkt in den nächsten Mädelsabend im Bungalow gerutscht bin.

Es sind genau diese Momente, die ich wahnsinnig genieße. Es ist immer etwas anderes Sachen n einem fremden Land etwas zu unternehmen als zuhause.

Und mittlerweile kann ich sagen, es sind die Menschen, die die ganze Erfahrung überhaupt zu etwas wirklich besonderem machen.

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Am nächsten Tag passierte nicht mehr fiel, denn kurz nach dem Frühstück kamen Tina und Alli und wir tranken einen zweiten Kaffee. Danach musste ich mit meinem ganzen Kram zum Busterminal um nach Santiago zu kommen. In Santiago musste ich dann in den nächsten Bus zum Flughafen und dort dann nur noch in den Flieger fallen. Ich war fast schon von mir selbst überrascht, dass das alles so glatt lief. Während aller Reisen war nie etwas schief gegangen, ich war immer just in time. Und so erreichte ich abends nach einer gefühlten Ewigkeit im engen Flieger Guayaquil und ich kann kaum sagen, wie dankbar ich war, einfach aus dem Flughafen rauszufallen und in mein Hotel einzuchecken. Ich musste lachen als ich das Zimmer betrat. „Und wer sind die anderen drei, die noch kommen?“ fragte ich den netten jungen Mann, der mir voller Begeisterung den Rucksack hinterher trug. Er lächelte schief und zwinkerte mir zu. Daraufhin beschloss ich dummerhafte Kommentare einfach einzustellen, bevor hier noch jemand auf doofe Ideen kam. Ich schmiss alles von mir, wortwörtlich, und schlüpfte in den Bikini. Pool! Die Frau am Empfang hatte mir gesagt, dass der Pool noch bis 10 Uhr geöffnet hatte. Das hatte bereits am Empfang Luftsprünge und hysterisches Grinsen ausgelöst. Und da wusste ich ja noch nicht, dass der Pool draußen und beheizt war. Was zugegeben bei den 30 Grad draußen etwas übertrieben war. Aber es machte das Ganze trotzdem noch ein bisschen cooler.

Nach einer Stunde im Pool machte ich mich dann auf in Richtung Zimmer und verbrachte die restliche Nacht quer über zwei große Doppelbetten gestreckt. Man muss das ja schließlich nutzen.
Am nächsten Morgen schloss ich den Flughafen mit auf, durfte das Licht im Duty Free anmachen und stieg dann in den ersten Flieger.

Zuhause ging das Leben normal weiter und die Mädels wollten bespaßt werden. Am folgenden Wochenende fuhren wir gemeinsam nach Papallacta und genossen zwei Tage schwimmen. Wie immer taten die heißen Quellen und die mystischen Berge wirklich gut und ich konnte mich so wirklich gut wieder in das Geschehen einklinken. Am Montag fing für die Mädels die Schule wieder an und für mich die Uni. Ich freute mich bereits auf Tina, die am am Freitag ankommen würde. Wir beide hatten wieder ein Mädelswochenende vor uns, das sich leider aufgrund einer Magen-Darm-Erkrankung meinerseits auf Samstag und Sonntag verkürzte. Dennoch war es ein tolles Gefühl, wieder in mittlerweile altbekannten Stammläden unterwegs zu sein, bekannte Gesichter zu entdecken und sich dabei seltsam zuhause zu fühlen.

Und so geht es mir nun ständig. Hier ist schon so viel Routine eingekehrt, dass ich oft plötzlich innehalte und selbst feststelle. Mann, Emmi, du wohnst in Südamerika. Du bist ja immernoch hier. Du sprichst plötzlich eine andere Sprache. Verrückt! Auf der anderen Seite gibt es auch noch immer Situationen, die mir fremd sind, die doof sind oder einfach zu viel. Und das ist der vielleicht schwierigste Punkt an so einem Auslandsaufenthalt. Die Mitte. Ich habe nun die Hälfte endlich geschafft und freue mich irgendwo, dass ich irgendwann dann nachhause darf und mein Hamburg mal wieder sehe. Auf der anderen Seite fühlt es sich total falsch an, Hamburg als zuhause zu bezeichnen. Und zurück will ich ja eigentlich auch nicht. Ich möchte eigentlich nur mal die Homies besuchen. Und dann mein heißgeliebtes Quito zurück haben. Nicht einfach, aber schön ist es, sich plötzlich so verändert zu haben.

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​Ich war mir recht sicher, dass ich einen schönen Strand sehen wollte. So trafen wir uns morgens früh unten im Hostel und liefen zum Treffpunkt mit Alessios italienischem Freund und drei weiteren Mädels, die dazu kommen sollten. Wie das aber so ist, fuhr ich dann am Ende allein mit den drei Jungs los, da die Mädels leider ihren Wecker nicht hörten. Hatte ich auch kein Problem mit.

Wir fuhren etwa eine Stunde Bus und dann stiegen wir in einem Örtchen aus, das ernsthaft nach Westernfilm aussah. Ich fühlte mich direkt wohl. Von dort aus mussten wir nun allerdings noch zum Strand kommen und das war weiter als gedacht. Wir liefen allerdings nur 10 Meter, dann hielt der nächste Pick Up hinter uns und wir kletterten auf die Ladefläche. An der nächsten Abzweigung mussten wir dann wieder zu Fuß weiter und den restlichen Weg liefen und kletterten wir zum Strand herunter. Typisch Mädchen war ich natürlich in Shorts und Flip Flops unterwegs. Das mache ich das nächste Mal wohl nicht mehr. Aber ich hatte ja drei Jungs dabei, die mich zur Not auffingen, wenn wir an steilen Stellen nur noch runterspringen konnten.

Jedenfalls lohnte sich der Weg definitiv. Nach etwa zwei Stunden standen wir an einer echt schönen Bucht, von Steilküste eingerahmt und deutlich weniger besucht, als die Strände, die ich vorher gesehen hatte.

Wir verbrachten den ganzen Tag einfach nur dort, ich schlief die meiste Zeit, lauschte dem spanischen Gebrabbel um mich herum oder schaute auf die Wellen. Abends liefen wir den gesamten Weg wieder zurück, aber hatten dann Glück, als neben uns zwei Kleinwagen hielten. Ich stieg in die kleine Kiste und mein erster Kommentar war: Häää! Hast du grad Deutsch gesprochen?! .. Also sorry, hallo erstmal, aber also … du sprichst Deutsch? Also, o no? :D
Sehr sinnvolle Begrüßung, aber ich war mir ganz sicher gehört zu haben: So ihr Süßen, seid ihr jetzt endlich alle drin? Und die Verwechslungsmöglichkeit mit einem spanischen Ausdruck hielt sich da nun wirklich in Grenzen. Das Pärchen vorne drehte sich um und grinste nur: Jo! Hallöchen!
Meine Freunde des heutigen Tages betrachteten mich leicht irritiert von der Seite. Ich glaube, das waren mehr oder weniger die ersten Worte, die sie mich hatten sprechen hören und keiner von Ihnen sprach Deutsch.

Das Pärchen kam aus Chile, hatte aber mehrere Jahrzehnte in Deutschland gewohnt und sprach dementsprechend beide Sprachen akzentfrei. Sie wohnten in viña und mussten somit eh durch Valpo - sie boten uns also an, uns mitzunehmen. Das war unser Glück, denn nach nur 10 Minuten bemerkten wir merkwürdige dunkle Wolken über der nächsten Bucht. Je näher wir kamen, desto deutlicher wurde uns allerdings, dass das keine Wolken waren. Wir bogen um die nächste Kurve und vor uns glühte der Wald. Die Ecke um Valpo ist zu dieser Jahreszeit extrem gefährdet - sowohl für Erdbeben als auch für Waldbrände.
Wir fuhren weiter in der Hoffnung, dass wir noch vor dem Feuer durchkamen. Und das taten wir auch, allerdings fuhren wir durch tiefstschwarzen Rauch und das Dorf, das bereits wenige Stunden später kaum noch stand.
Ich persönlich muss sagen - ich war selten, wenn nicht sogar nie - so direkt an einem Naturdrama beteiligt. Es ist nicht so, dass ich das öfter haben müsste, aber so makaber das klingt: an diesem Tag hatte es schon fast etwas märchenhaftes. Nachdem ich in Chile wirklich eine unglaublich schöne Zeit hatte und jede Möglichkeit mitgenommen hatte, die mir in die Hände fiel, war ich an diesem Tag einfach nur komplett entspannt und glücklich gewesen. Und der Waldbrand zeigte mir nur noch einmal mehr, wie schön es war, was ich grade erlebte. Und wie wichtig es war, sein Leben zu genießen, denn es kommt immer von irgendwoher ein Drama, das man nicht braucht.


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In Santiago gelandet machten Ally und ich uns auf den Weg zum Taxi und ließen uns nach Valparaiso chauffieren. Ich checkte in mein Hostel ein und war ziemlich glücklich. Das La Joya war wirklich la joya (Schmuckstück). Und dann kam Tina und es war sowieso alles gut. Wir machten einen entspannten Tag und saßen später auf der Dachterasse mit selbstgemachten Nudeln und Cola. Und dann mit Ally und Wein. Und dann mit Celio und ein paar anderen Leuten, die wir dort eben so getroffen hatten.

Nachdem Tina und ich unseren müden Punkt überwunden hatten, mussten wir tanzen gehen. Celio und sein brasilianischer Freund kamen mit und so verbrachten wir den Abend in einem riesigen Club in Valparaiso.
Am nächsten Tag waren wir alle so semi verbraucht und so lief ich einfach ein paar Straßen mit Tina ab, nur um dann irgendwann wieder mit Cola im Hostel zu sitzen. Wir brauchten etwa drei Stunden um uns anzuziehen und ansonsten halbwegs fertig zu werden und dann trafen wir uns mit allen, die Ally so kennengelernt hatte in irgendeiner fremden WG zum Essen. So strange es auch war, genauso lustig war es. Nach dem Essen liefen wir runter zu einem Aussichtspunkt, wo wir auf den Startschuss für 2017 warteten. Auch Celio und Allys englischen Freunde waren mittlerweile dabei. Nachdem von 12 Uhr eigentlich niemand wirklich was mitbekommen hatte und wir einfach fröhlich am quatschen, singen, tanzen, trinken und feiern waren, liefen wir durch die Stadt und endeten dann irgendwann auf der Rooftopparty in meinem Hostel. Selbstverständlich wurden Tina und ich höchstfreundlich hereingebeten, ohne zu bezahlen … Wir verbrachten also die restliche Nacht entspannt.

Am nächsten Morgen startete mein Tag mit erstaunlich viel Energie und erstaunlich wenig Kopfweh. Ich musste den Tag also nutzen und fuhr mit Ally und ihren Englischen Freunden an den Strand nach Viña del Mar. Nachdem wir an der erstbesten Eisdiele alle unser Frühstück besorgten, legten wir uns für satte 6 Stunden in die Sonne und ich kehrte erst abends nach Valparaiso zurück. Ally, ein Amerikanischer Freund und ich ließen den ersten Tag des Jahres mit einem Pisco Sour, Salat und Rotwein auf der Dachterrasse eines super schönen Restaurants ausklingen. Als ich dann wieder ins Hostel zurückkehrte, abends um 23 Uhr, schmiss ich mich erstmal auf ein Sofa im Empfangsbereich und checkte meine Nachrichten, da ich mir den ganzen Tag nicht sicher war, ob es Tina gut ging.
Ich hatte plötzlich eine Schale mit Erdbeeren vor der Nase mit dem Kommentar: Iss! :D Das war Alessio. Der Italiener zählt wohl zu den liebsten und beeindruckendsten Menschen, die ich auf der Reise bisher so kennen gelernt habe. Wir hatten uns am Tag zuvor einmal im Vorbeilaufen gesehen, und dennoch wurde ich mit meinem Namen angesprochen. Da ich die Erdbeeren quasi inhalierte, schlug Alessio vor, dass ich ja einfach da sitzen bleiben konnte, er arbeitete noch kurz bis 12 Uhr und dann kochte er uns Nudeln. (Ich möchte an dieser Stelle zu meiner Verteidigung anmerken, dass ich um 11 Uhr eine Kugel Eis, um 19 Uhr einen kleinen Salat und ansonsten nur Getränke zu mir genommen hatte. Und außerdem kann man ja wohl zu Pasta von einem Italiener jetzt auch nicht nein sagen.)
Wir saßen also eine halbe Stunde später auf der Dachterrasse, aßen Pasta und unterhielten uns. Auf meinen Bericht des Tages bekam ich nur als Antwort: Du warst in Viña am Strand? Wieso das denn? Willst du mal einen schönen Strand sehen?


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Am nächsten Morgen hatte ich mir eine Horsebackriding-Tour gebucht. Ich brauchte Bewegung und da ich schon lange keine Pferde mehr gesehen hatte, dachte ich mir, das könnte ja nicht schaden. Und wie goldrichtig diese Entscheidung war!

Ich wurde von der Chefin des Hofes abgeholt und wir fuhren Ewigkeiten zu einem riesigen, einsamen Tal, in dem es genau drei kleine Häuser und einen Stall gab. Ich hatte mir eine 4 Stunden Tour gebucht und nachdem ich mit Helm und Handschuhen ausgestattet war, saß ich auch schon auf meinem Pferd. Ob ich nun Glück hatte oder ob das normal ist, weiß ich nicht, aber ich wurde allein von einer wahnsinnig süßen Mitarbeiterin begleitet und während der ganzen 4 Stunden, sah ich keinen einzigen weiteren Menschen. Wir ritten durchs Wasser, den Berg hinauf mit Ausblick über den Nationalpark und galoppierten die Wiesen entlang. Ich fühlte mich ein wenig in alte Zeiten zurück versetzt und war einfach nur unendlich glücklich.
Als ich am Nachmittag ins Hostel kam, saßen dort meine beiden Mitbewohnerinnen und nachdem wir alle kurz von unserem Tag erzählt hatten, beschlossen wir, dass es jetzt höchste Zeit für das erste Bier des Tages wäre. So gingen wir zunächst etwas essen und dann setzten wir uns mit Bier an die Waterfront und erzählten uns die Highlights der letzten Tage und Wochen.

Es wurde recht spät und wir waren uns alle einig, dass nur noch eine Mission offen stand: French Fries und noch mehr Bier. So klang mein letzter Abend in Patagonien aus und am nächsten Morgen machte ich mich nach dem leckeren Frühstück auf zum Airport.

Der Flughafen in Puerto Natales wurde erst 2016 gebaut und zählt zu den extrem kleinen und speziellen Airports. Als ich den Tag zuvor daran vorbei gefahren war, hatte ich das Gebäude erst in letzter Sekunde bemerkt. Das gesamte Gelände ist winzig und der Flughafen selbst besteht aus einem einzigen Gebäude, das nicht mal Turnhallengröße hat. Da hier nur ein Flieger pro Tag hin und zurück geht, reicht das aber auch. Ich kam mir schon bei der Ankunft vor wie im Legoland, weil alles im Kleinformat vorhanden war. Nachdem ich also eine halbe Stunde vor Abflug in den Raum kam, meinen Rucksack bei einer freundlichen Dame, die am einzigen Check-In Schalter stand, abgegeben hatte und meine Handtasche durch den winzigen Securitycheck gebracht hatte, wurden unsere Tickets persönlich von einer weiteren Mitarbeiterin geprüft, während alle dort so herumstanden. Zum Flieger durften wir dann einfach so aus dem Gebäude marschieren.

Nachdem ich hier eine der merkwürdigsten Landungen, die ich bisher erlebt habe, hatte, war ich gespannt auf den Abflug. Ich hatte beim Landeanflug das Gefühl, nachdem wir ewig flach über das Land geschwebt waren, kamen wir irgendwann am Boden auf und standen quasi in der gleichen Sekunde.

Der Abflug war ebenfalls kurz und knackig, sehr zu unserer Freude, denn ich hatte mich inzwischen mit meiner Leidensgenossin in der letzten Reihe angefreundet. Wir saßen definitiv auf den billigen Plätzen direkt an der Rückwand des Fliegers ohne Möglichkeit die Lehne zu verstellen. Nach kurzer Umfrage mussten wir feststellen, dass wir für die billigen Plätze auch noch das doppelte der anderen Passagiere bezahlt hatten. Wir überlegten kurz, welchen Aufstand man wohl so machen könnte, beschlossen dann aber, dass morgen Neujahr war und deshalb sowieso nur eins wichtig war: nach Valparaiso kommen.


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Als ich mir um vier Uhr mein Taxi bestellt hatte und draußen vor der Tür wartete, wurde ich mal wieder von Südamerika überrascht. Mein Taxi kam nicht. Das allein überraschte mich überhaupt nicht. Doch als ich dann nach drinnen ins Hotel gewunken wurde, hatte ich innerhalb von einer Minute einen viel besseren Fahrer für den Weg zum Flughafen gefunden.
Wir wurden während der Fahrt zum Flughafen Freunde und das bedeutete für mich: halber Preis. Wer kann, der kann. :D
Als ich einige Stunden später in Puerto Natales ankam, wurde ich direkt von zwei wahnsinnig herzlichen Engländern eingeladen, mir das Taxi in „die Stadt“ zu teilen und so kam ich auch hier schnell und super billig ans Ziel.
Ich checkte im Hostel ein und freute mich über den nordischen Spirit mit kalter Meeresluft und Filterkaffee. Den restlichen Tag verbrachte ich damit, durch den Ort zu laufen und meditativ auf das Wasser zu starren.
Am nächsten Tag war es dann soweit: Ich fuhr in den Torres del Paine Nationalpark. Ich war selten so beeindruckt. Die Natur war so unendlich schön. Wir fuhren durch ewige trockene, steppenartige Landschaften und dann lagen mit einem Mal die gigantischen, schwarzen, brockenartigen Berge vor uns mit ihren weißen Spitzen und den Gletschern, die sich wie glitzernde, weiße Flecken absetzten. Davor lagen noch einige kristallblaue Lagunen, deren leuchtende Farbe fast schon unecht wirkte.
Wir machten eine komplette Tour durch den Park und sahen alles, was man in diesem Park so zu sehen bekommen kann. Inklusive Puma. Das war für unseren Guide etwas ganz besonderes, denn in all den Jahren, hatte er die schnellen und scheuen Tiere noch nie so nah gesehen. Und ich muss zugeben, das Bild war wirklich schon fast skurril. Wir saßen in unserem Bus und fuhren eine der einsamen Straßen entlang, als plötzlich neben uns die Lamas anfingen zu rennen. Ich schaute ein wenig zurück und direkt neben meinem Fenster flog wie aus dem Nichts dieser schöne aber unglaublich schnelle Puma vorbei. Allein deshalb hatte sich der Tag für uns alle schon gelohnt.
Als ich abends zurück ins Hostel kam, fiel ich nur noch vollkommen durchgefroren, müde und glücklich ins Bett.


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Meine Chile-Reise begann also nachts um 1 Uhr. Ich stieg ins Taxi, wurde für mein Spanisch gelobt, denn Taxista Jenny hatte mich zuletzt kurz nach meiner Ankunft gesehen.
D​ann wunderte ich mich eigentlich nur noch über die Länge der Strecke, denn die hatte ich viel kürzer in Erinnerung. Ich stieg also aus dem Taxi und stand am Flughafen. ¡Hola!, dachte ich mir nur und stiefelte hinein. Ich kann nicht sagen, dass ich wirklich nervös gewesen wäre, aber im Hinterkopf ging ich dann doch die ganze Zeit nochmal alles durch, weil ich ja alles selbst geplant hatte und mir nicht 100% sicher war, nichts vergessen zu haben. Hatte ich aber nicht. Alle Sachen, waren an ihrem Platz und ich konnte easy durch den CheckIn und die Sicherheitskontrolle durchlaufen. Morgens um 3 Uhr am Flughafen in Quito ist jetzt ehrlicherweise auch nicht da Highlight. Aber dennoch fühlte ich mich so gut, wie lange nicht mehr. Ich war das erste Mal komplett auf mich allein gestellt, fernab von allem, was ich kannte oder was mir Sicherheit gab, ohne Handy und nur mit meinen eigenen Spanischkenntnissen.

Und was soll ich sagen - entgegen aller Sorgen und Warnungen fühlte ich mich selten so sicher und weder mir noch meinen Sachen ist während der ganzen Zeit etwas passiert. Bis auf meiner Zahnbürste, die ich verloren habe. Wenn ihr mich jetzt fragt wie man seine Zahnbürste verlieren kann, kann ich leider auch nur mit den Schultern zucken. Jedenfalls hielt sich der Schaden aber in Grenzen.

Ich stieg also in meinen ersten Flieger nach Lima und dort dann nach kurzem Aufenthalt in den Anschlussflieger nach Santiago. In Santiago angekommen wartete ich mit ungefähr 300 weiteren Menschen an der Passkontroll-Schlange und durfte dann nach ausgiebigem Geplauder mit dem Immigrationsbeamten auch endlich das Land betreten. Man muss sagen, immerhin er freute sich aufrichtig, dass ich da war und hätte mir vermutlich am liebsten seine Nummer gegeben, falls mal was sein sollte. :D So viel Zeit hatte ich dann aber echt nicht. Tina wartete schließlich schon in Santiago auf mich.
Ich verließ den Flughafen mit meinem Rucksack und lief geradewegs auf den großen, leicht schrottigen Bus zu, in den die ganzen Chilenen einstiegen. Auf meine Frage, ob ich damit denn zur Calle Portugal käme, wurde ich erst leicht irritiert gemustert und dann mit einem fröhlichen „No, no, pero si podemos ayudarte!“ in den Bus geschoben. Nachdem ich leicht irritiert mit den (mal ehrlich) viel zu hohen Geldsummen in meiner Hand jonglierte, wurde mir vom Busfahrer noch kurz die Aufteilung der Geldscheine erklärt und mein Rucksack wurde mir auch abgenommen. Ich hätte ja nun Angst haben können, aber wenn ich mal ehrlich bin, ist mir in Deutschland noch nie so viel ehrliche Hilfsbereitschaft aufgefallen. Meine Sachen und ich waren absolut sicher und so fuhr ich durch die weniger schönen Ecken Santiagos in Richtung Centrum und wurde irgendwann darauf aufmerksam gemacht, dass die Fahrt hier dann endete.
Fein!, dachte ich, stieg aus, sah mich um… Und drehte mich sofort wieder um, um zurück zum Busfahrer zu laufen und um Hilfe zu bitten. Bereitwillig zeigte er mir den Weg zur Metro und sagte mir wo ich hinfahren sollte, wieviel das kostete und was ich dort dann machen sollte.
Ich taperte zur Metro und stellte voller Begeisterung fest, dass die Metro hier ja genau wie in Paris war und insgesamt erinnerte mich Santiago ganz besonders stark an Paris.
In der Metro wurde ich dann wirklich irritiert angestarrt, aber das war mir bis dahin dann wirklich egal. Ich war totmüde, es war heiß und ich konnte der Beschreibung des Busfahrers entnehmen, dass der Weg zum Hotel nicht ganz kurz werden würde. Nach kurzer Metrofahrt stand ich also wieder auf einer fremden Straße und lief auf gut Glück in die Richtung, die mir halt grad richtig vorkam. Man muss vielleicht dazu sagen, dass ich selbstverständlich komplett ohne Karte oder ähnliches reiste. Das einzige, was ich hatte, war mein nicht funktionierendes Handy mit der Adresse.
Und siehe da, keine 10 Minuten später stand ich in einer Hotellobby und Tina saß neben mir. Ich wurde in mein Zimmer gebracht und war einfach nur glücklich über alles.
Tina und ich beschlossen noch kurz durch die Stadt zu ziehen, die am 25. Dezember allerdings wirklich komplett ausgestorben ist und somit fanden wir uns kurze Zeit später Pizzaessend um die Ecke des Hotels wieder.
Später war die Mission: Pool. Rooftoppool! Geile Sache! Santiago ist eine beeindruckende Stadt und in einem Pool über der Stadt den Sonnenuntergang zu beobachten, das war für mich persönlich schon genug um den ganzen Urlaub zu rechtfertigen.

Später versuchten wir es mal mit Ausgehen, aber auch das ist am 25. Dezember nicht so der Hit. Somit saßen wir irgendwann biertrinkend mit zwei Jungs aus Israel an der Straße und beschlossen, einfach nicht allzu spät ins Bett zu gehen. Also so um halb 3 halt :D

Auch am nächsten Tag waren Tina und ich bester Laune unterwegs in die Stadt. Wir fanden den Altstadt-Teil und schlenderten alle Straßen ab, die uns nett vorkamen. Später wartete wieder der Pool auf uns und dann machten wir die ganze Nacht durch, weil wir noch dringende Geschichten zu klären hatten, bevor ich um 4 Uhr das Haus verlassen musste um zum Flughafen zu kommen.

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Im Dezember passierte ungewöhnlich wenig hier in Quito. Nachdem ich zwei Wochen lang jeden Abend damit verbrachte, den Adventskalender für die Mädels zu basteln, war die Adventszeit endlich da und ich war selbst ein wenig erstaunt, dass man in so einem deutschen Haushalt tatsächlich auch soviel europäische Weihnachtsstimmung schaffen konnte, während draußen die Sonne bei 30 Grad vom Himmel brannte.
Wir hatten in jeder Ecke Weihnachtsschmuck und sogar Lebkuchen und Spekulatius waren aus Deutschland importiert worden, um das Weihnachtsgefühl auch wirklich ausleben zu können. Mir persönlich hätte auch ohne nichts gefehlt, aber schön war es trotzdem.

Tatsächlich ließ ich die Adventszeit mal Adventszeit sein und man kann sogar fast sagen, ich genoss die Ruhe. Wenngleich ich es auch stinklangweilig fand.
Tina und ich gingen nur noch höchstens einmal in der Woche aus und sahen uns auch ansonsten wenig. Das gefiel mir natürlich nicht sonderlich, aber so sollte es eben sein.
Am 16. Dezember feierte die Deutsche Schule Weihnachtsbazar und ich ging natürlich gerne mit. Zugegeben, die Motivation dahinter war eventuell eher, dass Vera und Isa ja auch da sein würden, aber es war wirklich ein süßes Event. In mir stellte sich das merkwürdige Gefühl von deutschem Weihnachtsmarkt ein. Zum einen weil überall Waffeln, Kekse und Glühwein verkauft wurden, zum anderen weil alles um mich herum Deutsch sprach. Speziell. Ich verbrachte meine Zeit bei Isa und Vera und wir verabredeten und spontan am nächsten Abend mit ein paar anderen Kollegen bei Vera. Auch dies wurde ein sehr schöner Abend. Allerdings fiel der Abschied von Vera wohl den wenigsten leicht.
Und dann war es ja auch schon fast Weihnachten. Der 24. Dezember wurde hier eigentlich genauso gefeiert, wie in Deutschland auch. Ich war allerdings die meiste Zeit mit wenig romantischem Kofferpacken beschäftigt, weil ich nachts um 1 Uhr das Haus verlassen musste. Dementsprechend war ich leicht angespannt.

Fotos folgen.

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Die nächste Woche passierte so gut wie gar nichts. Das Wochenende war unglaublich ruhig. Ich fuhr mit Tina und Amalia in einen Park und genoss die Zeit mit den beiden Süßen. Das war es dann aber auch schon.

Es folgte eine Woche … mit deutlich mehr Inhalt. Nachdem ich meine Reise nach Chile schon gebucht hatte (1.), war mein Visum (2.) an der Reihe. Am Freitag durfte ich dann auch endlich nach Quito fahren und verbrachte den ganzen Tag in einem stickigen Behördenzimmer. Es ist schon speziell hier und für den ordnungsliebenden Deutschen schwer zu ertragen. Die Visumsregeln werden scheinbar jedes Jahr fröhlich verändert. Die Hälfte der zuständigen Kollegen wissen dann davon und die andere Hälfte behauptet einfach felsenfest das, was sie zuletzt mitbekommen hatte. Ich war irgendwann einfach nur noch genervt und deprimiert, denn ich hatte nun so lang darauf gewartet und alles was man dann nach 4 Stunden zu hören bekommt ist: nö. Wie nö? Ja, nö, geht nicht. Ahhhhh, ja genau okay, dann nicht…

Nun ja, Ende des Liedes: ging dann irgendwie theoretisch doch und mit viel Diskussion und ein bisschen böse werden wurde dann mein Antrag immerhin bearbeitet. Genaueres weiß man noch nicht.
Nach dem Tag musste erstmal ein Falafel sein. Und dann später ausgehen mit der Tina..
Am Samstag war der Plan: Cotopaxi! Sportlich wie immer kamen wir vom feiern heim, machten Powernapping und stiefelten halbwegs pünktlich wenige Stunden später wieder am Bus an. Der Guide war ein anderer, aber Omar war auch da und begrüßte uns gleich freudestrahlend. Wir fuhren also los, aßen etwas zum Frühstück und erreichten schließlich den Park. Ich glaube, Tina war garnicht so begeistert. Ich hingegen war komplett überwältigt. Die Mischung aus Bergen und Nebel und unglaublich weiten halbtrockenen Feldern war so wahnsinnig schön und mystisch. Ich liebe diesen Ort.
Wir hatten kein tolles Wetter, es war alles komplett vernebelt, aber das hatte irgendwie auch etwas. Die Höhe war verdammt gut zu spüren und wir kamen trotz der eisigen Kälte alle ins schwitzen beim heraufsteigen. Aber ich fand Gefallen daran und lief den ganzen Hinweg fröhlich vorne weg. Oben am Refugio machten wir eine kurze Pause mit heißer Schokolade und dann ging es wieder hinab zum Auto, wo die Fahrräder schon auf uns warteten. Sehr zu meinem Leidwesen nahmen wir auf dem Rückweg einen anderen Weg als zuvor und dieser war zwar kürzer, weil gerade und nicht in Serpentinen, aber dafür versank man bis zum Knie in Pudersand. Tina und ich schlitterten den Weg also nur so vor uns hin und erstickten fast beim Lachen. Das klingt jetzt nach Spaß, ich muss aber mal ehrlich sagen: es ist super unangenehm lachen zu müssen und dabei das Gefühl zu haben nicht genug Luft in den Lungen zu haben. Wir haben es aber nach gefühlten Stunden dann doch wieder nach unten geschafft und danach kam dann das, was ich mir eigentlich total entspannt vorgestellt hatte. Eigentlich. Bergab zurück ins Tal mit dem Mountainbike. Himmel kann Fahrradfahren anspruchsvoll sein. Unsere Freunde hier hätten uns vermutlich gnadenlos ausgelacht, denn der Weg war nun wirklich nicht besonders steil. Dafür war es aber ein Schotterweg, auf dem man eigentlich durchgehend schlitterte. Da wir mich ja alle kennen und wissen, wie sehr ich so etwas liebe (ich sage nur: Sachsenwald), können wir uns auch ungefähr vorstellen, wie freudig ich zunächst mit den Füßen am Boden schleifend auf meinem Bike hing. Ich dachte mir nur: Respekt, Emma :D 1. dass du nicht direkt abgestiegen bist und 2. dass du dich bis jetzt noch nicht auf die Schnauze gelegt hast.
Nachdem ich ungefähr 5 Minuten gebraucht hatte, mich an das ungute Gefühl zu gewöhnen, kam dann wieder die ecuadorianische Emmi zum Vorschein und kurze Zeit später führte ich kurz hinter Tina ganz vorne die Gruppe an. So schnell kann’s gehen. Ich will jetzt nicht sagen, dass ich ein Mountainbike-Fan geworden bin, aber cool fand ich’s dann schon. Und eigentlich muss man ja auch nur schnell genug fahren, dann merkt man weder das Wegrutschen, noch die Schlaglöcher. Unten am Bus angekommen genossen wir noch kurz den Blick über weite Wiesen mit hunderten Wildpferden und dem verhangenen Vulkan im Hintergrund. Schon schön.
Wir fuhren zurück zum Frühstücksplätzchen und aßen zu Mittag. Danach ging es dann wieder nach Quito und von dort aus heim. Zuhause sprangen wir nur kurz unter die Dusche und schlüpften in neue Klamotten. Dann ging es wieder los nach Quito. Ein bisschen Spaß muss sein :D Einer der legendärsten Abende folgte. Und das muss was heißen. Aus Rücksicht auf alle Beteiligten spare ich Details hier aus, aber wir sind im Bungalow nun wohl bekannt, würde ich sagen. Und gern gesehene Gäste. Tina und ich haben es uns zur Mission gemacht, unseren Tanzstil langsam aber sicher anzupassen und eventuell irgendwann sogar mal richtig gut zu tanzen. Wir sind dem Ziel am Samstag glaub ich ein ganzes Stück näher gekommen. Tina, ich hab dich lieb!
Der Sonntag war dann entspannt. Wir machten fast nichts und dann kam ja auch schon Tinas Familie zurück.

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Donnerstag und Freitag verbrachte ich dann noch ein bisschen Zeit mit meiner Familie und erst Freitagabend machte ich mich auf den Weg zur Tina. Feiern natürlich. Bei Tina war niemand zuhause und somit wollten wir bei ihr übernachten, den Samstag gemeinsam herumlümmeln und am Sonntag hatten wir den Plan nach Quilotoa zu fahren. Ungefähr so verlief das ganze dann auch :D

Der Ausflug am Sonntag begann um 7 Uhr am Plaza Fosh. Tina und ich waren zwar todmüde aber dennoch gut genug drauf mit Freude festzustellen, dass wir ja eigentlich gleich hätten dort bleiben können, wo wir ja wenige Stunden zuvor an genau der gleichen Stelle gestanden hatten.
Das Chaos Team bestieg also den Bus voller Freude und blockierte die etwas erhöht gelegene Rückbank für sich. Von unserer Loge aus sollten wir tagsüber noch den ganzen Bus unterhalten. Sehr zur Freude der recht entspannten Reisetruppe.
Die Fahrt führte zunächst zu einem klassischen Markt, wo wir uns noch mit Obst und Brot eindecken sollten. Tina und Ich kamen mit Cola und Erdnüssen zurück :D Weiter ging es in Richtung Quilotoa und nach einiger Zeit und reichlich Geschichten von unserem Guide Omar erreichten wir dann das Ausflugsziel. Der nächste Programmpunkt war etwas außergewöhnlich: wir mussten ein wenig mitspielen bei einem Heiratsantrag in unserer Gruppe. Nachdem dann also voll romantisch mit Blick über den Kratersee Ja gesagt wurde, stiefelten wir runter zur Lagune. Der Abstieg an sich war nicht besonders spektakulär, aber man konnte sich schon so ungefähr vorstellen, wie der Weg dann in die andere Richtung wohl werden würde. Unten saßen wir eine ganze Weile still schweigend und ließen das beeindruckende blaue Nass auf uns wirken. Der Quilotoa sieht wirklich unbeschreiblich schön aus. Nachdem wir uns eine Zeit entspannt hatten und uns komplett mit weißem Sand eingesaut hatten, machten wir uns an den Aufstieg. Ja. Wir dachten ja, wir wären nicht ganz unsportlich und an die Höhe hätten wir uns auch schon gewöhnt… Aber Pustekuchen. Ähnlich wie bei unserem letzten Ausflug zum Ilalo mussten wir mit Verblüffung feststellen, wie irgendwelche dahergelaufenen Ecuadorianer an uns vorbeijoggten. Jaa, die joggen da hoch … Ähnlich wie alle unsere Freunde hier, die mal eben auf dem Cotopaxi laufen gehen. Ich meine, es war jetzt ehrlich keine riesige Herausforderung den Berg wieder hoch zu kommen. Aber die Tatsache, dass wir dann doch außer Atem und ein wenig geschafft oben ankamen und uns erstmal setzen mussten, während unsere freundlichen Joggerfreunde schon wieder fröhlich vor sich hin erzählen konnten, irritierte mich dann doch irgendwie. Nun gut, wir arbeiten dran :D
Nachdem wir also (wie so oft) Telefonnummern eingesammelt hatten, ging es mit der Gruppe weiter. Endlich mal was anständiges: Mittagessen! Traditionelles Essen und lustige Tischgespräche. Hier kommt übrigens meine Patagonien Idee für Neujahr her. Danach ging es auch schon auf den Heimweg, mit kurzem Stopp an einem typischen Haus von den traditionellen Landbewohnern. Da die Rede von ich weiß nicht wie vielen hundert Meerschweinchen auf etwa 4 Quadratmetern war, ließ ich mir das dann aber gern entgehen.
Nach dem schönen Tag hielt sich die Begeisterung wieder nachhaus zu fahren dann ehrlicherweise in Grenzen. Aber was muss, das muss.


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