"Hot pot" ist ein sehr bekanntes Gericht in China. Es gibt extra Restaurants, die sich genau darauf spezialisieren. In so einem Restaurant bekommt man zu allererst eine Schürze und bei uns wurden sogar die Handys in kleine Plastiktüten gepackt, um sie zu schützen. In der Mitte des Tisches ist eine Art Kochtopf eingelassen, indem eine Suppe köchelt, die man sich aussuchen kann. Wir haben uns für eine Art Gemüsebrühe und für eine scharfe Suppe entschieden. Dann bestellt man alles mögliche an Fleisch, Gemüse, Nudeln, usw. Dies wird dann nach und nach in der Suppe am Tisch gekocht und man kann sich einfach das herausfischen, was man gerade essen möchte. Außerdem mischt man sich selbst eine Soße an, in die man alles eintunken kann. Zwischendurch werden immer kleine Shows vorgeführt und häufig werden die Gäste auch mit einbezogen. Wir haben zum Beispiel getanzt, was für die anderen Gäste wahrscheinlich am amüsantesten war. Ganz am Ende, wenn man eigentlich schon total satt ist, kommen dann die Nudeln. Diese werden auch mit einer riesigen Show am Tisch gemacht und schmecken, wie (fast) alles andere, richtig lecker. An dem Abend habe ich auch Schweinehals und -haut gegessen. In der scharfen Suppe hat es sogar gar nicht so schlecht geschmeckt. Nur die zähe Konsistenz war wieder etwas gewöhnungsbedürftig. Dem vorgezogen habe ich dann doch den Tintenfisch, der nämlich echt lecker war :)

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Nachdem der Sprachkurs zu Ende war, hatten wir noch ein paar Tage frei bevor die Schule anfing. Miri, Erin und ich sind also in den Beihai Park gegangen. Das ist ein Park mit einem großen See in der Mitte, auf dem eine Insel mit Pagode ist. Der ganze Park ist wirklich super schön! Überall sind tanzende Pärchen und Leute die singen, was einfach für eine richtig tolle Atmosphäre sorgt. Nachdem wir einmal um den See herumgelaufen waren und jiaozi (so etwas ähnliches wie Tortellini nur viel besser) gegessen hatten, sind wir mit einem richtig schönen Boot zur Insel gefahren, um dort den kleinen Berg zur Pagode hoch zu wandern. Wir wurden den ganzen Tag lang immer wieder nach Fotos gefragt (was als Ausländer in China normal ist) aber dieses Mal haben wir mit fast allen, die uns gefragt haben, auch ein Bild gemacht. Somit haben wir jetzt ein paar neue chinesische Bekannte und ganz viele Bilder mit netten Chinesen :)

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Am Tag darauf sind wir wieder als große Gruppe unterwegs gewesen. Wir haben uns zum Mittagessen in einem Restaurant in einem winzigen verwinkelten Eckchen in der Nähe des "Lama Tempels" getroffen und dann einfach die Chinesen bestellen lassen. Es gab richtig leckeres Hühnchen, unidentifizierbares frittiertes Irgendwas, einen chinesischen Sojasnack, der sehr gewöhnungsbedürftig geschmeckt hat und chinesischen Käse, der rein gar nichts mit normalem Käse zu tun hat. Er war in Form eines Fisches und hat nach einer Mischung aus Milch, Wasser und Gelatine geschmeckt. Ich habe auch Frosch probiert, der mich echt überrascht hat, weil er wirklich super lecker war! Zum Schluss gab es dann noch Schweine Lunge und Darm. Ich dachte immer, dass das Fleisch von einem Tier überhaupt nicht so unterschiedlich sein kann, aber das ist leider nicht der Fall. Die beiden Sachen waren so ekelig, dass mir danach für eine Weile richtig schlecht war. Von dem Geschmack her waren sie recht ähnlich- der Darm war vielleicht noch etwas schlimmer als die Lunge- aber während die Lunge komisch weich war, war der Darm ziemlich zäh, was das ganze noch abartiger gemacht hat.
Nach dem Essen sind wir dann in den Tempel gegangen. Da der heutige Tag der chinesische Valentins Tag (Qixi) war, haben wir dort Räucherstäbchen angezündet und konnten uns etwas wünschen, wie es echt viele Chinesen an dem Tag machen. Nur wenn man es wirklich ernst meint, betet man auch noch zu den ganzen Buddha Staturen, was wir dann doch gelassen haben.
Neben dem Tempel sind auch Hutongs. Das sind kleine Straßen und Gassen mit alten chinesischen Häusern, in denen ganz viele kleine Läden mit Essen oder Krimskrams sind. In einem Laden hat ein Mann mit einem winzigen Pinsel kleine Gläser von innen mit Schriftzeichen bemalt. Das Essen dort war aber das beste! Es gab alles von Teigtaschen, die mit Suppe gefüllt waren (wir haben die mit Fischsuppe und Gräten erwischt), bis zu den unterschiedlichsten Snacks und Eissorten. Zum Beispiel Eis in Rosenform. Nachdem wir uns überhaupt nicht entscheiden konnten, was wir noch alles probieren wollen, haben wir uns am Ende das wahrscheinlich coolste und beste Eis gekauft, was es gibt. Es war in einer Waffel und mit ganz vielen verschiedenen Früchten und anderen toppings obendrauf :)

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Miri, Erin (beides Austauschschüler in Beijing) und ich haben uns am Wochenende in Sanlitun getroffen. Das ist ein super cooler Ort mit ganz vielen Geschäften und Restaurants. Leider hat es angefangen zu regnen, also haben wir uns nach einer Nudelsuppe und einem Bubbletea auf den Weg zum nächsten Kino gemacht. Wir wollten mal einen richtigen chinesischen Film gucken, weil die kurzen Ausschnitte in der U Bahn uns durch die guten und total real aussehenden Effekte schon immer richtig zum Lachen gebracht haben. Dies erwies sich aber als gar nicht so einfach, da die Chinesen im Kino eigentlich ausschließlich amerikanische Filme schauen. Zu unserem Glück war jedoch gerade ein chinesischer Film erschienen, den alle super toll fanden und der uns überall wo wir gefragt haben empfohlen wurde. Nachdem wir uns das beste Popcorn, was ich jemals gegessen habe gekauft haben, sind wir dann den besagten Film gegangen. Während des Filmes konnten wir drei, ganz im Gegensatz zu den anderen Zuschauern, die das alles sehr ernst genommen haben, gar nicht aufhören zu lachen. Einerseits wegen den schon erwähnten Effekten, aber auch wegen dem Weltbild, welches dort vermittelt wurde:
1. Der Held ist ein Chinese, der alle rettet, alles überlebt und China ist sowieso das beste, weil alle dort hin wollen und man im Kampf einfach sagen kann, dass man ein Chinese ist und dann sofort aufgehört wird zu schießen.
2. Afrika ist ein Land (ja, ein Land - kein Kontinent), in dem die Menschen in Slums leben. Dort sind die bösen Afrikaner, die die anderen Afrikaner, welche totale Opfer sind und nur Krankheiten übertragen, abknallen.
3. Russen sind böse und bringen Afrikaner und Chinesen um.
4. Amerikaner sind böse und bringen Afrikaner und Chinesen um.
5. Europäer sind böse und bringen Afrikaner und Chinesen um.
6. Die UN ist zwar nicht böse, aber sie bringt absolut gar nichts. Wenn nicht nur noch mehr Probleme.

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Am Wochenende sind wir Austauschschüler und ein paar der Gastgeschwister in eine Karaokebar gegangen. Die Chinesen lieben karaoke und jetzt weiß ich auch warum. Man bekommt als Gruppe immer ein einzelnes Zimmer, was bei uns für drei Stunden 2€ pro Person war. Unser Raum war sogar mit (bestimmt echten) Prada Kissen ausgestattet. Nachdem wir dann herausgefunden hatten, wie man auch englische Lieder wählen kann- Chinesisch war doch noch etwas schwer- hat es wirklich richtig Spaß gemacht. Vor allem, weil sich dort herausgestellt hat, dass wir alle echt talentierte Sänger sind :)

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