Erstmal wünsche ich Euch allen ein frohes neues Jahr 2017!

Bei mir gibt es ganz schön viele Neuigkeiten:
Ich habe die Gastfamilie in Buruburu gewechselt und lebe jetzt bei Angela, die sehr nett ist und super lecker kocht! :P
Hier fühle ich mich echt super wohl!

Außerdem werde ich mein Projekt wechseln. Auf dem Zwischenseminar am 04.Januar habe ich noch einmal mit der Organisation gesprochen und war danach im Kyale Small Home (Meinem eigentlichen Projekt) und im Marianne Center.
Das liegt ca 1 Stunde von Nairobi entfernt in Limuru.
Mein erster Eindruck war sehr positiv und ich habe mich dort echt wohl gefühlt.
Es ist eine Art Förderschule für junge Erwachsene mit Fächern wie zum Beispiel Backen und  Dinge des Alltags.
Dort hat es mir sehr gut gefallen und heute habe ich endlich die Nachricht erhalten, das ich auch wirklich dorthin wechseln kann :)
ich freue mich sehr auf neue Herausforderungen und Aufgaben.

Außerdem ziert meinen Körper nun ein ganz besonderer Schmuck, ich habe mich tattoowieren lassen :)

Ich werde euch weiteres berichten, wenn ich wirklich gewechselt habe!

Mein Weihnachtsgeschenk - ein neues Tagebuch
Danke, Anna! :)

Ich im Tattoostudio

Mein erstes Eis seit ich in Kenia bin!

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Ich muss zugeben, dass Heiligabend einer der Tage war, vor denen ich von Anfang an am meisten Angst hatte. Einfach weil es mir an diesem Tag (normalerweise) sehr viel bedeutet, mit meiner Familie zusammen zu sein und ich sowieso relativ oft Heimweh habe.

Eine der Freiwilligen -Anna- hat in ihrem Projekt ein eigenes Haus. Sie hat uns angeboten, dass wir dort Weihnachten feiern könnten.
Also haben wir in Ahero (ca.30 km von Ahero entfernt) mit insgesamt 5 deutschen Freiwilligen gefeiert.
Wir haben sehr viel Zeit und Arbeit ins Kochen investiert, unser Menü:

- Möhren-Ingwer-Suppe (nach Mamas Rezept)
- frittiertes Hähnchen, Reis und Kartoffelsalat
- Weiße Mousse au chocolat

und das alles auf einem Gaskocher!
Außerdem haben wir gewichtelt, das war sehr schön :)
Ich habe Markus gezogen und sehr zeitaufwendig ein Foto Album gebastelt, da er sehr gerne fotografiert.
Von Anna habe ich ein neues Tagebuch (meins ist fast voll), Apfeltee und Schokolade geschenkt bekommen, worüber ich mich sehr gefreut habe ♡.
Mama hat mir sogar eine Krippe und einen Tannenbaum geschickt, sodass wir eine kleine Weihnachtsecke aufgebaut haben :)
Insgesamt war es sehr weihnachtlich und wunderschön :)
Gefehlt hat mir zum Beispiel das Weihnachtslieder singen und der Besuch eines Gottesdienstes und natürlich meine Familie, auch wenn das Heimweh viel weniger schlimm war, als ich erwartet hatte, weswegen meine Angst völlig unbegründet war.

Für den fehlenden Gottesdienst gab es allerdings einen kleinen Trost: Mittags wurde am 24. auf dem Hof ein Kalb geboren und wir durften zugucken :) Das war echt mega süß!
Für mich heißt das Kalb auf jeden Fall Jesus :D

Den 25. Und 26. Haben wir ganz entspannt auf der Veranda verbracht. Das war dann nicht so weihnachtlich aber sehr entspannt.
Vom kenianischen Weihnachten haben wir leider nicht so viel mitbekommen, was ich ein bisschen schade fand.

Insgesamt war es sehr schön,ich hoffe ihr alle hattet genauso schöne Tage wie ich!
Ich wünsche allen ein gesegnetes neues Jahr 2017 mit vielen tollen Erlebnissen, die euch jeden Tag ein Lächeln ins Gesicht zaubern :)

Lebkuchen aus Theresas Weihnachtspaket

Markus schaut sich sein Geschenk an, er hat sich sehr gefreut auch wenn es auf dem Bild nicht so aussieht :D

Unsere Weihnachtsecke ♡

Das neugeborene Kalb mit seiner Mama

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Vom 04.-22. Dezember waren wir bei einem Workcamp im Westen Kenias.
Das Dorf heißt Boyani, der Ort Gambogi und es ist ca. eine halbe Stunde von Kisumu entfernt.
Am 03.12 hatten wir eine kurze Einführung, wo wir Nikola, eine andere Freiwillige aus Deutschland, Aneta aus Tschechien und Marzi aus Polen (sie lebt aber in Frankreich) kennengelernt haben.
Außerdem waren noch Eugene, Ed, Dominic, Ronnie und Jesse- alles kenianische Freiwillige- mit auf dem Workcamp.
Das Workcamp hat bei der African Divined  Church stattgefunden.
Vorher bei der Einführung haben alle gesagt, dass sie hoffen,dass es nicht so kirchlich ist und es viel Arbeit gibt.
Leider war in der ersten Woche das Gegenteil der Fall..
Wir haben Schulen besucht (und sind dafür auch mal eine Strecke 3 Stunden gefahren)
und wurden dauernd fotografiert und gefilmt..
Samstag waren wir beim Kakamega Rainforest und haben dort den Sonnenaufgang gesehen, das war mega schön :)
Sonntag wurden wir in 3 Gruppen aufgeteilt (ich war mit Marzi und Aneta in einer Gruppe) und alle waren bei unterschiedlichen Taufen. Das war schon sehr schrill, denn wir sind erstmal 1 Stunde in der Mittagssonne zu einem "Fluss" gelaufen und dann wurden die Kinder da reingetaucht- eins nach dem anderen, völlig unpersönlich.
Dann hat es wie aus Kübeln angefangen zu regnen und damit war die Taufe dann beendet. Wir mussten/ durften dann in nassen Klamotten noch mit den höchsten Leuten Mittagessen.
Die zweite Woche war durchaus besser, also es gab Arbeit (leider immer in der Mittagshitze).
Montag und Dienstag haben wir Ziegelsteine gemacht, Mittwoch haben wir Steine geschleppt und Donnerstag Mais geschält.
Freitag haben wir den Hof von ADC sauber gemacht.
Samstag auf Sonntag waren wir in Kisumu, das war auch echt schön dort und wir mussten nicht wieder mit in die Kirche:D Unter 5 Freiwilligen haben wir für Weihnachten gewichtelt und in Kisumu unsere Geschenke besorgt.
Wir haben in einem Restaurant direkt am see total leckeren Tilapia aus dem Viktoriasee gegessen!
Montag waren wir dann nochmal beim Brick moulding und leider hatten wir auf der Rückfahrt ein schlimmes Erlebnis:
Wir saßen alle hinten auf einem Pick-up und plötzlich ist der langsamer geworden und wir haben einen Motorrad Fahrer ohne Helm auf der Straße liegen sehen. Er hatte Blut am Kopf und sein Bein war verdreht.
Wir alle waren so geschockt, dass wir nichts gesagt haben, zum Beispiel, dass der Fahrer halten soll.
Deswegen fühle zumindest ich mich auch noch immer schuldig.
Dann sind wir also weitergefahren und plötzlich überholt uns das Fahrzeug, das mit in den  Unfall verwickelt war (das stand vorher neben dem Motorrad Fahrer am Straßenrand).
Und dann ist ein anderer Motorrad Fahrer dahin gefahren, hat sein Motorrad davor auf die Straße gelegt und die wollten das Auto anzünden bzw den Fahrer verprügeln. Das scheint hier ganz normal zu sein und wurde uns am Anfang auch gesagt auf dem Einführungsseminar, aber es mit eigenen Augen zu sehen ist schon nochmal was anderes.
Als wir zurück bei ADC waren, haben wir einen der Verantwortlichen dort, der mit im Auto saß, gefragt, warum wir nicht angehalten haben und er hat gelacht und gesagt, dass das nicht unsere Angelegenheit sei.
Da war ich echt wütend und habe das auch zum Ausdruck gebracht.
Danach wollten wir alle abreisen, aber haben uns dann doch entschieden, zu bleiben.
Wir hatten dann Dienstag auch ein Gespräch mit dem ADC- mann.
Irgendwie kam dann auch raus, dass der Motorrad Fahrer im Krankenhaus ist und der Autofahrer zur Polizei gegangen ist.
Dienstag haben wir nichts gemacht  (bzw ich habe mein Wichtelgeschenk  (ein Foto Album) gebastelt.
Mittwoch waren wir dann zum Mittagessen beim Bischof, aber der Bischof hat nicht mit uns gegessen sondern wir saßen da alleine in seinem Wohnzimmer, echt seltsam.. Das Essen war aber sehr gut! :D
Donnerstag sind wir dann nach Ahero gefahren, um hier Weihnachten zu feiern.

Insgesamt fand ich das Workcamp okay, aber ich habe mich gefühlt wie bei einer Sekte, denn nachts wurde immer getrommelt und die Leute waren mir fast alle unsympathisch.
Außerdem hatte ich das Gefühl dass das Geld aus Opferstock und Spenden oft in die privaten Zwecke des Bischofs investiert wird.

Die Dachterrasse vom Guesthouse in Kisumu

Von links nach rechts: Anna, Adalie, Theresa, Linus, Markus, ich und unten links Merle

Sonnenaufgang über dem Kakamega Rainforest

Theresa und Linus im Rainforest

Theresa und ich

Bricksmoulding

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Hallo erstmal!
Seit ich nicht mehr im Projekt bin, habe ich einfach kaum noch Zeit, Blogeinträge zu schreiben.
Das fühlt sich richtig gut an! :D
Mit 5 von 7 Freiwilligen sind wir am Freitag den 18.11 mit dem Zug nach Mombasa gefahren.
Das hat wegen eines anderen Zuges der auf den Gleisen stand und diversen Stops ohne Erklärung anstatt der geplanten 14 Stunden 29 gedauert.Das war ziemlich anstrengend  weil man wegen des Geruckels auch nicht wirklich schlafen konnte.
Anstatt um 11 waren wir dann also um 22 Uhr in Mombasa und sind dann mit dem Matatu nach Mtwapa (nördlich von Mombasa) gefahren.
Merle und Adalie sind von Kisumu aus mit den Bus gefahren und waren somit schon im Haus. Dort war erstmal Stromausfall..
Morgens konnten wir uns das Ganze dann im hellen angucken und ich war wirklich begeistert, das Haus war sehr groß, jedes Zimmer hatte ein eigenes Bad mit europäischer Toilette und Dusche von oben [Wie man sich über solche Kleinigkeiten freuen kann..:)]
Wir waren insgesamt oft am Strand (Es gab den Cobba Cabana beach bei uns in der Nähe, dann den pirates beach ca. 20 Minuten mit dem Matatu entfernt und wir waren ein mal am Diani beach (der drittschönste Strand der Welt!))
2 Tage haben wir uns Mombasa angeschaut, und hatten im Fort Jesus und der Altstadt einen sehr lustigen 'Reiseführer' der immer einen Mix aus deutsch und englisch gesprochen hat, "versteescht"?
Er hat uns auch ein tolles Restaurant direkt am indischen Ozean gezeigt.
Am pirates beach sind wir einen Tag jetski gefahren,das war richtig toll!
Auch die gemeinsamen Abende mit spielen und kochen habe ich sehr genossen.
Wir waren sogar 2 Mal feiern! Das ist hier ganz anders als in Deutschland, hat aber trotzdem Spaß gemacht :)

Am 01.12 sind wir dann mit dem Bus zurück nach Nairobi gefahren.
Insgesamt war es wirklich ein toller Urlaub!

Leider gab es während der Busfahrt eine Enttäuschung für mich, denn meine Gastmama aus Nairobi hatte mir eine SMS geschrieben,dass sie Freitag bis Samstag verreisen würden.
Ich habe dann gefragt,ob ich trotzdem in dem Haus bleiben kann und habe als Antwort bekommen, dass sie schon in Kisumu sind.
Also hatte ich keinen Schlafplatz, bin aber bis Sonntag bei einer anderen sehr netten Gastfamilie untergekommen.
Samstag abends habe ich bei meiner Gastfamilie meine restlichen Sachen abgeholt und die Situation angesprochen und was ich dazu denke bzw. wie ich mich gefühlt habe.
Leider kam weder eine Erklärung noch eine Entschuldigung, also war ich noch enttäuschter als vorher.
Das war echt ein Vertrauensbruch und auch der Verantwortliche von CIVS hat gesagt, dass ich wahrscheinlich die Gastfamilie wechseln werde.

Am 02.12 haben wir dann unser Visum verlängert, da die Arbeitserlaubnis (intern pass) für die meisten noch nicht fertig ist.
Und ich habe mein erstes Paket aus Deutschland bei der Post abgeholt und mich sehr darüber gefreut ♡

Seit 2 Tagen bin ich im Workcamp in der bishop chibuga community ca. 40 Minuten von Kisumu entfernt.
Es sind noch eine Freiwillige aus Tschechien und ein paar kenianische Freiwillige hier.
Bis jetzt ist es leider nicht wirklich ein Workcamp, da wir hauptsächlich rumgeführt und irgendwem vorgestellt werden.
Das ist echt schade, aber wir wollen das heute Abend bei der täglichen Feedbackrunde mal ansprechen.

Jetzt bin ich fast eineinhalb Monate aus meinem Projekt raus und je öfter ich daran denke, dass ich dorthin zurück muss, desto schlechter geht es mir leider damit.
Also werde ich mir Ende Dezember und Anfang Januar andere Projekte anschauen, in die ich vielleicht wechseln kann und mit meiner Partnerorganisation CIVS sprechen.
Ich halte euch auf dem Laufenden!

Ich wünsche euch allen eine schöne Adventszeit!

Ort des Workcamps

Wahrzeichen von Mombasa

Der Zug

Diani Beach

Pirates Beach

Theresa und ich am pirates beach

Die Zugkabine (1.Klasse)

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Ich bin jetzt für drei Wochen in dem Projekt, in dem auch Theresa für 6 Monate arbeitet.
Es ist das Waisenheim 'Hope for children in Kenya' im Stadtteil Kayole.
Ich arbeite dort zusammen mit Theresa, Carlo (ein Freiwilliger aus Italien) und Linus. Und natürlich mit der Mom, die das Projekt leitet.

Das Heim liegt auf der dritten Etage eines Mehrfamilienhauses mit 5 Schlafräumen, einer kleinen Küche, einem Wohnzimmer und einem Balkon. Das hört sich allerdings größer an als es ist, denn es leben 42 Menschen dort!
Somit hat auch nicht jedes Kind sein eigenes Bett; sondern teilt es mit 3 weiteren Kindern.

Am Montag wurden wir begeistert mit lautem Gesang begrüßt und ich habe mich direkt wohl und willkommen gefühlt :)
Zuerst haben wir die Wäsche gewaschen und dann das Mittagessen (Es gibt meistens Ugali und Kohl) vorbereitet. Wegen der großen Anzahl essen die Kinder in zwei Runden und es muss auch zwei mal Ugali gekocht werden, ich durfte auch mal umrühren, das ist echt anstrengend!
Nach dem Mittagessen wird gespült und am Montag waren wir mit den Kindern auf dem 'Field' wo sie Fußball und andere Sachen gespielt haben.
Die anderen Nachmittage haben wir gesungen oder gespielt, das singen mit den Kindern macht echt Spaß auch wenn die Luft in dem kleinen Raum irgendwann echt stickig wird.. :D

Wir arbeiten von ca. 9-17 Uhr ohne Pause und die ersten Tage war ich echt fix und fertig nach der Arbeit und sehr! hungrig :D
Jetzt habe ich mich schon an den Rhythmus gewöhnt.
Mittwoch wurden wir von einer niederländischen Freiwilligen (Esther) zu einem Theaterstück in ihr Projekt eingeladen.
Da gab es vorher eine große Diskussion wer mit darf und wer nicht, denn nicht alle Kinder können die weite Strecke laufen.
Wir sind dann tatsächlich mir 14 Kindern losmarschiert und eine Stunde und 10 Minuten durch Kayole gelaufen! Aber es hat sich sehr gelohnt, das Theaterstück war toll!

Ich fühle mich wirklich sehr wohl und die Arbeit macht mir sehr viel Spaß!
Die Atmosphäre ist wie in einer riesigen Familie und es ist toll zu sehen, wie liebevoll miteinander umgegangen wird und wie hilfsbereit und kreativ die Kinder sind.

Ich freue mich schon auf Montag! :)

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Linus und ich waren in einer Bar in Tala und haben dort David  (rechts im Bild) kennengelernt.
Er hat uns für den nächsten Tag zu sich nach Hause eingeladen, um Hähnchen zu essen.
Sich mit ihm zu treffen hat sich aber komplizierter gestaltet als gedacht, somit war es schon später Nachmittag als wir ankamen und Davids Familie kennenlernen durften.
Er lebt auf einem Hof mit seinen Eltern und seinen Geschwistern und jeder hat seine eigene Hütte. Einer der Brüder züchtet Hühner, sodass wir 8 Stunden junge Küken in der Hand halten durften :)
David schien sehr angetan von mir und hat mich auf dem Hof rumgeführt, als würde ich da bald einziehen, das war sehr lustig.
Außerdem hat er seiner Mutter erzählt, dass ich seine Frau werde, und leider konnte ich das nicht klarstellen, da sie kein englisch spricht :D
Da es schon zu spät war,um noch zu essen (wir sollen um 18 Uhr wieder im Projekt sein) waren wir dann Donnerstag nochmal da und es gab frisches Hähnchen mit Reis und Kohl. Es war sehr lecker.
Nach dem Essen hat mir David dann Ohrringe geschenkt und als Linus auf der Toilette war hat er mir einen Heiratsantrag gemacht und mir gesagt, wie sehr er mich liebt, das war wirklich eine seltsame Situation,  denn in Deutschland trifft man jemanden meistens öfters als 3 Mal bevor man ihn heiratet..
Ich habe ihm dann auch direkt erklärt, dass mir das zu schnell geht und ich ihn nicht liebe..

Außerdem war ein Leben mit einem 30 - jährigen Kenianer in einem 1-Raum-Haus auf einer Hühnerfarm bis jetzt nicht mein Lebenstraum und daran hat sich auch noch nichts geändert :D

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Wegen der Abschlussexamen der 8.Klasse, die am 01. November stattfinden, wird die Schule bereits am 28.Oktober geschlossen.
Danach sind Ferien bis zur ersten Woche im Januar (das genaue Datum weiß ich noch nicht).
Da die Kinder im Small Home keine Waisenkinder sind, fahren sie alle in den Ferien zu ihren Familien und das Small Home schließt.
Das heißt ich werde nächste Woche meinen Rucksack für die nächsten 2 Monate packen.
In diesen 2 Monaten habe ich viel vor, worauf ich mich schon total freue!
Zuerst sind wir (Linus und ich) 3 Wochen in Buruburu, Nairobi in der Gastfamilie und arbeiten während dieser Zeit in einem Waisenheim, in dem auch Theresa (eine Freiwillige von ijgd, die aber nur 6 Monate hier bleibt) arbeitet.
Am 18.November geht es über Nacht  mit dem Uganda - train von Nairobi nach Mombasa, sodass wir dort morgens ankommen.  Der Zug fährt morgens sogar eine halbe Stunde durch einen Nationalpark :)
In Mombasa sind wir mit allen 7 Freiwilligen und bleiben dort bis zum 01.Dezember bei 27°C Wassertemperatur im indischen Ozean! :P
Am 04. Dezember geht's dann zu einem Workcamp nach Westkenia, in der Nähe von Kisumu. Dort bleiben wir alle bis zum 22.Dezember.
Dann fahren einige von uns nach Ahero, um dort in Annas Haus (ja, sie wohnt als Freiwillige alleine in einem Haus) zusammen Weihnachten zu feiern.
Über Silvester sind wir dann alle wieder in Buruburu.
Und im neuen Jahr geht's dann auch wieder los..
1/3 meines Freiwilligendienstes liegt bereits hinter mir; wenn ich meinen Rucksack wieder auspacke.

Fotos und Einzelheiten von mEinen Erlebnissen werden folgen ;) 

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Mein Kleiderschrank wird immer bunter und auch meine Frisur hat sich für den nächsten Monat etwas verändert.
Meine Oma Ursula hat immer gesagt: "wenn man verrückt wird, dann zuerst um die Birne!"
Hier könnt ihr meine geschneiderten Kleidungsstücke und meine Frisur bewundern :) Ganze 6 Stunden haben 2 Friseurinnen meine Haare gedreht :D Es tut schon weh, aber ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden :)

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Dieser Eintrag wird -glücklicherweise- nicht von Fotos begleitet, denn es geht darum, dass wir in der Nacht vom 07.auf den 08. Oktober in unserem Zimmer Besuch von einer Ratte hatten.
Linus hatte mir am Tag vorher schon erzählt, dass er eine Ratte entdeckt hätte.

Ich habe geschlafen und um ziemlich genau 2 Uhr weckt mich ein Geräusch neben meinem Kopf (zum Glück war es dunkel) ich habe mich erschrocken und hörte daraufhin ein fiepen und rascheln. Die Ratte ist wohl neben mir auf mein moskitonetz gefallen - ich glaube ich war noch nie so froh über das Netz :D
ich bin dann erstmal aufgesprungen, habe Dorkas geweckt und das Licht angemacht. Dann haben wir den Koffer unter meinem Bett rausgezogen und die Ratte weglaufen sehen.
Wir haben dann versucht die Hauskatze auf die Ratte anzusetzen  (leider erfolglos).
Dorkas ist dann wieder schlafen gegangen und ich hab mich erstmal eine Stunde ins Wohnzimmer gesetzt und gelesen, ich war sogar zu angeekelt und schockiert um zu heulen.

Wir haben jetzt -bisher jedoch ohne erfolg- rattenfallen aufgestellt und schlafen mit Licht. 

Manchmal höre ich die Ratten nachts über die Balken laufen, wenn ich nicht schlafen kann.. So schlimm es sich anhört, man gewöhnt sich daran..

Mittlerweile finde ich die Story ziemlich lustig, auch wenn ich im ersten Moment dachte,  ich packe meine Sachen :D

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Hallo!
Heute ist mein Eintrag etwas ernster und beschäftigt sich mit den Schwierigkeiten, die ich bis jetzt habe oder hatte.

Vorher möchte ich noch einmal betonen, dass alles was ich in diesem Blog schreibe, meine persönlichen Erfahrungen und Meinungen widerspiegelt und kein generelles Bild von Kenia darstellen kann und soll.

Zu Anfang ist es mir sehr schwer gefallen, mich an die hygienischen Bedingungen zu gewöhnen. Mittlerweile sind die Toilettenschüssel über einem Loch, kalt duschen in einer großen Waschschüssel unf kochen über dem Feuer kein Problem mehr(wobei der Rauch immer noch in den Augen brennt :D) 

Es fällt mir sehr viel schwerer, als ich selbst am Anfang dachte, mir ein Zimmer zu teilen.
Die Toiletten kann man nicht abschließen und wie ihr auf den Bildern sehen könnt sind die Türen sehr niedrig.
Die einzige Privatsphäre, die ich also habe, sind 15 Minuten duschen jeden 2. Tag.
Denn ich teile mir das Zimmer nicht nur mit Dorkas, sondern auch mit ihrem zweijährigen Sohn, was auf Dauer echt anstrengend ist.
Weil die Wände hier nicht bis zur Decke gehen, sondern der Dachstuhl zu allen Zimmern offen ist, fehlt mir einfach ab und zu etwas Ruhe.
Denn selbst, wenn man das Gelände verlässt, wird man von einer Gruppe von Schülern verfolgt oder von Passanten angesprochen.

Ein weiterer Punkt ist natürlich das Heimweh, was bei mir immer mal wieder hochkommt, dazu kann ich auch gar nicht mehr sagen, als das ich oft meine Familie und Freunde vermisse, einfach weil ich meine Erfahrungen mit ihnen teilen möchte oder jemanden brauche, der mich mal in den Arm nimmt..

Da meine Aufgaben hier nicht tagfüllend sind,und wir leider weniger Möglichkeiten haben, etwas mit den Kindern zu machen,als ich mir erhofft hatte, habe ich sehr viel Freizeit, was auf Dauer leider in Langeweile umschlägt.

Im Umgang mit den Kindern habe ich kaum Schwierigkeiten. Teilweise ist die Verständigung nicht ganz einfach, aber irgendwie klappt es immer und die Arbeit mit ihnen macht mir auch sehr viel Spaß 

Ein weiterer Punkt sind die Erziehungsmethoden im Small Home und in der Schule.
Ich persönlich empfinde den Umgang mit den Kindern teilweise als lieblos,  was mich oft sehr traurig macht, weil ich, außer selbst einen anderen Umgang mit den Kindern zu pflegen, nichts dagegen machen kann.
Gelobt werden die Kinder kaum, dafür umso mehr kritisiert und das finde ich einfach schade, da das small home während der Schulzeit die Familie ersetzen soll (In den Ferien sind die Kinder Zuhause)

Linus und ich waren letzten Mittwoch den ersten Tag mit in der Schule um uns den Unterricht mal anzugucken und nach meinem ersten Eindruck geht es hier wenig um individuelle Förderung und Leistungen der Schüler.

An dem Tag haben wir nicht mitbekommen, dass Schüler geschlagen wurden, aber generell wird hier geschlagen, was für mich echt nicht einfach ist.

Den nächsten Punkt kann ich gar nicht so genau in Worte fassen..
Es geht darum, dass die Hautfarbe oft damit in Verbindung gebracht wird, dass man Geld hat und man deswegen auch nach Geld gefragt wird oder erwartet wird, dass man jemanden einlädt.
Oft weiß ich nicht, wie ich damit umgehen soll.

Nein... Es ist nicht alles schrecklich hier :D ich fühle mich sogar sehr wohl :)
Aber ich möchte die schwierigen Aspekte einfach nicht verschweigen, um mir selbst und euch gegenüber ehrlich zu sein..

Die Toiletten

Unser Zimmer, das linke Bett ist meins

Die Küche

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