Ich bin jetzt für drei Wochen in dem Projekt, in dem auch Theresa für 6 Monate arbeitet.
Es ist das Waisenheim 'Hope for children in Kenya' im Stadtteil Kayole.
Ich arbeite dort zusammen mit Theresa, Carlo (ein Freiwilliger aus Italien) und Linus. Und natürlich mit der Mom, die das Projekt leitet.

Das Heim liegt auf der dritten Etage eines Mehrfamilienhauses mit 5 Schlafräumen, einer kleinen Küche, einem Wohnzimmer und einem Balkon. Das hört sich allerdings größer an als es ist, denn es leben 42 Menschen dort!
Somit hat auch nicht jedes Kind sein eigenes Bett; sondern teilt es mit 3 weiteren Kindern.

Am Montag wurden wir begeistert mit lautem Gesang begrüßt und ich habe mich direkt wohl und willkommen gefühlt :)
Zuerst haben wir die Wäsche gewaschen und dann das Mittagessen (Es gibt meistens Ugali und Kohl) vorbereitet. Wegen der großen Anzahl essen die Kinder in zwei Runden und es muss auch zwei mal Ugali gekocht werden, ich durfte auch mal umrühren, das ist echt anstrengend!
Nach dem Mittagessen wird gespült und am Montag waren wir mit den Kindern auf dem 'Field' wo sie Fußball und andere Sachen gespielt haben.
Die anderen Nachmittage haben wir gesungen oder gespielt, das singen mit den Kindern macht echt Spaß auch wenn die Luft in dem kleinen Raum irgendwann echt stickig wird.. :D

Wir arbeiten von ca. 9-17 Uhr ohne Pause und die ersten Tage war ich echt fix und fertig nach der Arbeit und sehr! hungrig :D
Jetzt habe ich mich schon an den Rhythmus gewöhnt.
Mittwoch wurden wir von einer niederländischen Freiwilligen (Esther) zu einem Theaterstück in ihr Projekt eingeladen.
Da gab es vorher eine große Diskussion wer mit darf und wer nicht, denn nicht alle Kinder können die weite Strecke laufen.
Wir sind dann tatsächlich mir 14 Kindern losmarschiert und eine Stunde und 10 Minuten durch Kayole gelaufen! Aber es hat sich sehr gelohnt, das Theaterstück war toll!

Ich fühle mich wirklich sehr wohl und die Arbeit macht mir sehr viel Spaß!
Die Atmosphäre ist wie in einer riesigen Familie und es ist toll zu sehen, wie liebevoll miteinander umgegangen wird und wie hilfsbereit und kreativ die Kinder sind.

Ich freue mich schon auf Montag! :)

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Linus und ich waren in einer Bar in Tala und haben dort David  (rechts im Bild) kennengelernt.
Er hat uns für den nächsten Tag zu sich nach Hause eingeladen, um Hähnchen zu essen.
Sich mit ihm zu treffen hat sich aber komplizierter gestaltet als gedacht, somit war es schon später Nachmittag als wir ankamen und Davids Familie kennenlernen durften.
Er lebt auf einem Hof mit seinen Eltern und seinen Geschwistern und jeder hat seine eigene Hütte. Einer der Brüder züchtet Hühner, sodass wir 8 Stunden junge Küken in der Hand halten durften :)
David schien sehr angetan von mir und hat mich auf dem Hof rumgeführt, als würde ich da bald einziehen, das war sehr lustig.
Außerdem hat er seiner Mutter erzählt, dass ich seine Frau werde, und leider konnte ich das nicht klarstellen, da sie kein englisch spricht :D
Da es schon zu spät war,um noch zu essen (wir sollen um 18 Uhr wieder im Projekt sein) waren wir dann Donnerstag nochmal da und es gab frisches Hähnchen mit Reis und Kohl. Es war sehr lecker.
Nach dem Essen hat mir David dann Ohrringe geschenkt und als Linus auf der Toilette war hat er mir einen Heiratsantrag gemacht und mir gesagt, wie sehr er mich liebt, das war wirklich eine seltsame Situation,  denn in Deutschland trifft man jemanden meistens öfters als 3 Mal bevor man ihn heiratet..
Ich habe ihm dann auch direkt erklärt, dass mir das zu schnell geht und ich ihn nicht liebe..

Außerdem war ein Leben mit einem 30 - jährigen Kenianer in einem 1-Raum-Haus auf einer Hühnerfarm bis jetzt nicht mein Lebenstraum und daran hat sich auch noch nichts geändert :D

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Wegen der Abschlussexamen der 8.Klasse, die am 01. November stattfinden, wird die Schule bereits am 28.Oktober geschlossen.
Danach sind Ferien bis zur ersten Woche im Januar (das genaue Datum weiß ich noch nicht).
Da die Kinder im Small Home keine Waisenkinder sind, fahren sie alle in den Ferien zu ihren Familien und das Small Home schließt.
Das heißt ich werde nächste Woche meinen Rucksack für die nächsten 2 Monate packen.
In diesen 2 Monaten habe ich viel vor, worauf ich mich schon total freue!
Zuerst sind wir (Linus und ich) 3 Wochen in Buruburu, Nairobi in der Gastfamilie und arbeiten während dieser Zeit in einem Waisenheim, in dem auch Theresa (eine Freiwillige von ijgd, die aber nur 6 Monate hier bleibt) arbeitet.
Am 18.November geht es über Nacht  mit dem Uganda - train von Nairobi nach Mombasa, sodass wir dort morgens ankommen.  Der Zug fährt morgens sogar eine halbe Stunde durch einen Nationalpark :)
In Mombasa sind wir mit allen 7 Freiwilligen und bleiben dort bis zum 01.Dezember bei 27°C Wassertemperatur im indischen Ozean! :P
Am 04. Dezember geht's dann zu einem Workcamp nach Westkenia, in der Nähe von Kisumu. Dort bleiben wir alle bis zum 22.Dezember.
Dann fahren einige von uns nach Ahero, um dort in Annas Haus (ja, sie wohnt als Freiwillige alleine in einem Haus) zusammen Weihnachten zu feiern.
Über Silvester sind wir dann alle wieder in Buruburu.
Und im neuen Jahr geht's dann auch wieder los..
1/3 meines Freiwilligendienstes liegt bereits hinter mir; wenn ich meinen Rucksack wieder auspacke.

Fotos und Einzelheiten von mEinen Erlebnissen werden folgen ;) 

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Mein Kleiderschrank wird immer bunter und auch meine Frisur hat sich für den nächsten Monat etwas verändert.
Meine Oma Ursula hat immer gesagt: "wenn man verrückt wird, dann zuerst um die Birne!"
Hier könnt ihr meine geschneiderten Kleidungsstücke und meine Frisur bewundern :) Ganze 6 Stunden haben 2 Friseurinnen meine Haare gedreht :D Es tut schon weh, aber ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden :)

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Dieser Eintrag wird -glücklicherweise- nicht von Fotos begleitet, denn es geht darum, dass wir in der Nacht vom 07.auf den 08. Oktober in unserem Zimmer Besuch von einer Ratte hatten.
Linus hatte mir am Tag vorher schon erzählt, dass er eine Ratte entdeckt hätte.

Ich habe geschlafen und um ziemlich genau 2 Uhr weckt mich ein Geräusch neben meinem Kopf (zum Glück war es dunkel) ich habe mich erschrocken und hörte daraufhin ein fiepen und rascheln. Die Ratte ist wohl neben mir auf mein moskitonetz gefallen - ich glaube ich war noch nie so froh über das Netz :D
ich bin dann erstmal aufgesprungen, habe Dorkas geweckt und das Licht angemacht. Dann haben wir den Koffer unter meinem Bett rausgezogen und die Ratte weglaufen sehen.
Wir haben dann versucht die Hauskatze auf die Ratte anzusetzen  (leider erfolglos).
Dorkas ist dann wieder schlafen gegangen und ich hab mich erstmal eine Stunde ins Wohnzimmer gesetzt und gelesen, ich war sogar zu angeekelt und schockiert um zu heulen.

Wir haben jetzt -bisher jedoch ohne erfolg- rattenfallen aufgestellt und schlafen mit Licht. 

Manchmal höre ich die Ratten nachts über die Balken laufen, wenn ich nicht schlafen kann.. So schlimm es sich anhört, man gewöhnt sich daran..

Mittlerweile finde ich die Story ziemlich lustig, auch wenn ich im ersten Moment dachte,  ich packe meine Sachen :D

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Hallo!
Heute ist mein Eintrag etwas ernster und beschäftigt sich mit den Schwierigkeiten, die ich bis jetzt habe oder hatte.

Vorher möchte ich noch einmal betonen, dass alles was ich in diesem Blog schreibe, meine persönlichen Erfahrungen und Meinungen widerspiegelt und kein generelles Bild von Kenia darstellen kann und soll.

Zu Anfang ist es mir sehr schwer gefallen, mich an die hygienischen Bedingungen zu gewöhnen. Mittlerweile sind die Toilettenschüssel über einem Loch, kalt duschen in einer großen Waschschüssel unf kochen über dem Feuer kein Problem mehr(wobei der Rauch immer noch in den Augen brennt :D) 

Es fällt mir sehr viel schwerer, als ich selbst am Anfang dachte, mir ein Zimmer zu teilen.
Die Toiletten kann man nicht abschließen und wie ihr auf den Bildern sehen könnt sind die Türen sehr niedrig.
Die einzige Privatsphäre, die ich also habe, sind 15 Minuten duschen jeden 2. Tag.
Denn ich teile mir das Zimmer nicht nur mit Dorkas, sondern auch mit ihrem zweijährigen Sohn, was auf Dauer echt anstrengend ist.
Weil die Wände hier nicht bis zur Decke gehen, sondern der Dachstuhl zu allen Zimmern offen ist, fehlt mir einfach ab und zu etwas Ruhe.
Denn selbst, wenn man das Gelände verlässt, wird man von einer Gruppe von Schülern verfolgt oder von Passanten angesprochen.

Ein weiterer Punkt ist natürlich das Heimweh, was bei mir immer mal wieder hochkommt, dazu kann ich auch gar nicht mehr sagen, als das ich oft meine Familie und Freunde vermisse, einfach weil ich meine Erfahrungen mit ihnen teilen möchte oder jemanden brauche, der mich mal in den Arm nimmt..

Da meine Aufgaben hier nicht tagfüllend sind,und wir leider weniger Möglichkeiten haben, etwas mit den Kindern zu machen,als ich mir erhofft hatte, habe ich sehr viel Freizeit, was auf Dauer leider in Langeweile umschlägt.

Im Umgang mit den Kindern habe ich kaum Schwierigkeiten. Teilweise ist die Verständigung nicht ganz einfach, aber irgendwie klappt es immer und die Arbeit mit ihnen macht mir auch sehr viel Spaß 

Ein weiterer Punkt sind die Erziehungsmethoden im Small Home und in der Schule.
Ich persönlich empfinde den Umgang mit den Kindern teilweise als lieblos,  was mich oft sehr traurig macht, weil ich, außer selbst einen anderen Umgang mit den Kindern zu pflegen, nichts dagegen machen kann.
Gelobt werden die Kinder kaum, dafür umso mehr kritisiert und das finde ich einfach schade, da das small home während der Schulzeit die Familie ersetzen soll (In den Ferien sind die Kinder Zuhause)

Linus und ich waren letzten Mittwoch den ersten Tag mit in der Schule um uns den Unterricht mal anzugucken und nach meinem ersten Eindruck geht es hier wenig um individuelle Förderung und Leistungen der Schüler.

An dem Tag haben wir nicht mitbekommen, dass Schüler geschlagen wurden, aber generell wird hier geschlagen, was für mich echt nicht einfach ist.

Den nächsten Punkt kann ich gar nicht so genau in Worte fassen..
Es geht darum, dass die Hautfarbe oft damit in Verbindung gebracht wird, dass man Geld hat und man deswegen auch nach Geld gefragt wird oder erwartet wird, dass man jemanden einlädt.
Oft weiß ich nicht, wie ich damit umgehen soll.

Nein... Es ist nicht alles schrecklich hier :D ich fühle mich sogar sehr wohl :)
Aber ich möchte die schwierigen Aspekte einfach nicht verschweigen, um mir selbst und euch gegenüber ehrlich zu sein..

Die Toiletten

Unser Zimmer, das linke Bett ist meins

Die Küche

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Vom 01. auf den 02. Oktober waren wir wieder in Nairobi.
Dort haben wir uns zunächst mit Theresa und Anna getroffen und haben uns zum Nairobi textile Center durchgefragt, wo es auf 2 Etagen mehr als 100 kleine Geschäfte mit den verschiedensten Stoffen und Materialien gibt.
Meistens waren es Regale vom Boden bis zur Decke voller Stoff.
Ich habe mir 2 nigerianische Stoffe ausgesucht, aus denen ich mir einen Rock und ein Kleid schneideren lassen möchte.

Danach sind noch Markus und Greta zu uns gestoßen und wir sind zum Kikomba-Markt gegangen.
Das ist der größte Second-hand-markt Nairobis, etwas außerhalb gelegen.
Linus hatte das im Internet herausgefunden.
Dort war es ziemlich dunkel und auch sehr viel Müll, in der Mitte ein Graben mit Abwasser, also hatte ich mit meinen Birkenstocks mal wieder die perfekten Schuhe an :D
Teilweise ist man echt eingesunken in einem Sumpf aus Kleidungsstücken, auf denen man laufen musste.
Leider haben wir alle nichts gefunden, aber es war eine tolle Erfahrung, etwas nicht so touristisches zu unternehmen.

Abends haben wir uns mit meiner Mentorin Leeney getroffen und waren Pizza essen.
Das hat wirklich gut getan, denn wir waren auch alle sehr hungrig.
Danach waren wir noch in einer Bar was trinken, Frank und Francis von CIVS sind noch dazugekommen.
Anstatt "Prost" sagt man in Kenia "maisha marefu" was so viel heißt wie "langes Leben".

Sonntag haben wir uns um 10 vor dem Office getroffen, um WLAN zu schnorren.
Wir planen nämlich Ende November eine Reise nach Mombasa und wollten uns verschiedene Unterkünfte angucken.
Nachdem wir uns auf eine Unterkunft geeinigt hatten, sind wir gemeinsam mit 2 Italienerinnen, die jeweils für einen Monat hier sind, zum National Museum gefahren.

Dort hat für uns zwar die Reihenfolge/Zusammenstellung der Ausstellung nicht immer Sinn gemacht, aber es war trotzdem ganz spannend und vor allem informativ.
Anschließend waren wir noch im gegenüberliegenden Snake Park, wo es Krokodile, Schildkröten und natürlich Schlangen zu betrachten gab.

Nach dem anschließenden Mittagessen haben Linus und ich uns dann auch wieder auf den Heimweg zum Misyani Small Home gemacht.

Also ein tolles aber auch anstrengendes Wochenende.

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Heute vor einem Monat hat die Reise begonnen...
So langsam gewöhne ich mich an die meisten Dinge.
Um euch ein bisschen besser verständlich zu machen,  wie es mir hier so geht,  beschreibe ich nun meinen Tagesablauf.

Meistens werde ich um 5 Uhr von dem Radio vor unserem Zimmer geweckt. Um kurz vor 6 muss ich dann wirklich aufstehen und ziehe mich an und putze Zähne.
Danach verteilen wir das Frühstück an die Kids.
Nach dem Frühstück bringen wir die meisten dann in den Rollstühlen zur Schule, einige gehen selbst zu ihrer Klasse.
Jeden zweiten Tag putze ich dann die Toilette (abwechselnd mit Linus).

Nach unserem eigenen Frühstück waschen (oder schrubben) wir dann die Wäsche der Kinder (natürlich von Hand, das ist echt ganz schön anstrengend).

Wenn es Githeri (Mais und Bohnen) gibt, sortieren wir dann die Bohnen aus.
Manchmal auch Linsen und Erbsen.
Wenn man 3 Stunden die guten in die eine Schüssel und die schlechten in die andere sortiert, fühlt man sich teilweise wie Aschenputtel :D

Und dann haben wir, um es positiv auszudrücken: sehr viel freie Zeit und Zeit um nachzudenken.
Denn die jüngeren sind bis 15 Uhr in der Schule, die älteren sogar bis 18 Uhr.

Oft spielen wir dann nachmittags Uno.
Abends helfen wir meistens  beim kochen für das Abendessen (auf dem Bild rolle ich chapati).
Und um 9, nach dem Abendessen geh ich dann wieder ins Bett.

Freitags fahren wir zusammen mit Dorkas um 10 Uhr zum Markt in Tala, um für das Small home einzukaufen.
Eine spanische Organisation (Lisham mtoto) aus Tala unterstützt das Small home mit 7000ksh (70€) pro Woche.
Von diesem Geld werden zum Beispiel Obst und Gemüse oder Waschmittel gekauft.

Ich wurde vor 2 Wochen zur Verwalterin dieses Geldes ernannt und muss dann nach dem Einkauf alles aufschreiben und die Rechnungen aufheben.

Also alles in allem geht es mir gut.
Ich hätte nicht erwartet so viel Freizeit zu haben,und es fällt mir manchmal noch etwas schwer mich dann zu beschäftigen bzw. mich daran zu gewöhnen.

Beim nächsten Mal erzähle ich euch von meinem zweiten Wochenende in Nairobi :)

Bis dann!

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Hallo!
Hier läuft alles etwas anders, als man sich das vorstellt.
Somit bin ich nicht in meiner ursprünglich geplanten Einsatzstelle, dem Kyale small Home, sondern in einem sehr ähnlichen Projekt dem Mysiani Small Home in der Nähe der Stadt Tala. Unsere Betreuer von CIVS (Center for International Voluntary Service), die Partnerorganisation vor Ort, waren nämlich anders als Ijgd  (Internationale Jugendgemeinschaftsdienste- meine Entsendeorganisation) der Meinung, es sei zumindest am Anfang besser, zu zweit in den Projekten zu arbeiten.
Somit bin ich mit Linus im Mysiani Small Home gelandet, da im Kyale nur Mädchen leben dürfen.
Die Empfehlung war sehr gut, da es wirklich gerade in der Anfangszeit nicht so einfach ist, sich an verschiedene Dinge zu gewöhnen (z.B. ein Plumsklo, oder Schläge der Lehrer gegenüber den Schülern) ohne sich mit jemandem darüber austauschen zu können.
Die Arbeit macht mir Spaß, auch wenn es denke ich noch einige Zeit dauern wird, eh die Kinder und ich wirklich warm miteinander sind.
Wir haben sehr viel Freizeit, da die Schüler von 7 bis 15 bzw. 18 Uhr in der schule sind.

Mysiani liegt circa 80 km von Nairobi entfernt und ist mit einem Matatu (Bus) bis Tala und dann mit einem Pikipiki zu erreichen.
Pikipikis sind Mottoräder, auf denen bis zu 3 Leute zwischen verschiedenen Orten auf den nicht unbedingt asphaltierten Straßen hin und her gefahren werden. 150 kenianische Schilling (ksh-ca.1,50€) kostet die holprige Fahrt ohne Helm oder sonstige Sicherheitsmaßnahmen für 2 personen. Wenn es dann das kurze Stück auf der asphaltierten Straße Richtung Tala geht,  spürt man den Fahrtwind im Gesicht und ein Gefühl von Freiheit.
Die gesamte Fahrt von Nairobi dauert ca. 2 Stunden,  allerdings fahren Matatus auch immer erst dann los,  wenn sie bis auf den letzten Platz besetzt sind.

Ich teile mir ein Zimmer mit Dorkas und ihrem 2-jährigen Sohn Carlitos, ich hätte mir das echt schwieriger vorgestellt,  aber spätestens nachdem Linus und ich mit ihr viereinhalb stunden chapati  (sowas wie pfannekuchen, mein Lieblingsessen) gebacken haben, ist sie wie eine große Schwester :)
Während des Chapati - backens haben wir auch Zweitnamen in der Sprache der Kamba  (diesem Stamm gehören die meisten Menschen hier in der Gegend an) bekommen.
Linus heißt Muthenya (der am Tag geborene) und ich bin Mwelo  (intelligentes Mädchen).
Außerdem haben wir Dorkas die zahlen 1-10 auf deutsch beigebracht und im Gegenzug die swahili Zahlen gelernt: moja, bili, tatu  (1,2,3..)

Dafür, dass das letzte Wochenende sehr ruhig war, war das jetzige umso spannender.
Samstag sind wir um 7 aufgestanden und um 8 los nach Tala um von dort ein Matatu nach Nairobi zu nehmen.
Dort hatten wir noch etwas Zeit, bevor wir die anderen Freiwilligen aus Deutschland getroffen haben und haben uns noch ein Mandazi (Gebäck) gekauft.
Dadurch hatten wir ein weniger schönes Erlebnis. In Nairobi sind alle Straßen voll und man sollte immer auf seine Sachen aufpassen. Es gibt auch nicht so viele Parkbänke oder andere Sitzmöglichkeiten,  sodass wir, um ein wenig ruhiger essen zu können, in eine Seitenstraße abgebogen sind.
Dort kam nach einigen Minuten ein Mann auf uns zu, um zu betteln. Als wir ihm nichts gegeben haben,  hat er Linus eine Halskette abgerissen.
Linus hat ihn dann erst festgehalten, aber dann hat der Mann eine Glasscherbe vom Boden aufgehoben und uns bedroht. Dann kamen aber andere Leute dazu, Linus hat ihn losgelassen und wir sind dann auch schnell auf die doch belebteren Straßen zurück.

Es hat mit einer unschönen Begegnung begonnen, aber danach haben wir die anderen getroffen und sind gemeinsam zum Giraffe Center gefahren.
Das war wirklich toll und ich habe "Ed" sogar einen Kuss gegeben :D
Danach sind wir noch auf dem dazugehörigen natural trail gewandert.
Danach waren wir in Nairobi essen und sind dann nach Buruburu zu unseren Gastfamilien gefahren, waren dann in Buruburu noch eine Runde Billard (nach kenianischen Regeln ;) )
spielen.
Danach waren wir sehr erschöpft und sind ins Bett gefallen.
Sonntag sind wir um 6 aufgestanden und haben uns fertig gemacht und um halb 9 mit den anderen getroffen,um zum elephant orphanage zu kommen, wo man von 11-12 Uhr jeden Tag bei der Elefantenfütterung zuschauen kann.
Auf dem Weg dorthin läuft man eine halbe Stunde durch den Nairobi Nationalpark.
Danach haben wir wieder in Nairobi gegessen und sind dann zurück nach Tala gefahren.

Pole Pole heißt langsam, gemächlich und so läuft es hier auch. .
So langsam gewöhne ich mich an diesen Rhythmus und hatte eine tolle Woche mit einem lustigen Abend: wir haben den Mitarbeitern und Schülern heute unsere Gastgeschenke gegeben und dann wurde ein sehr unterhaltsamer UNO- Abend daraus :D

Liebe Grüße aus dem Mysiani Small Home, bis zum nächsten mal!

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Als erstes die gute nachricht:
ich bin gut angekommen!
Der Flug war angenehm, das Essen ganz okay :)
Wir waren 7 Freiwillige, 14 Gepäckstücke, 4 Männer und 2 (relativ kleine) Autos :D
also eine lustige Aktion über die recht holprigen Straßen.. :D

Meine Gastfamilie ist super nett, Sie haben 3 Kinder, Maria, Isaac und ein dreimonatiges Baby, Prince.

Wir haben über unsere Ängste, Gesundheit, Sicherheit usw. gesprochen.
Außer meiner Erkältung, die ich aus Deutschland eingeschleppt habe, geht es mir sehr gut :) ich hätte nur ein paar mehr Pullis einpacken sollen,  es ist nur 16°C..

Liebe Grüße aus Nairobi, Buruburu

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