Nur noch eine Woche und dann sitze ich im Flieger nach Kanada. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass ich es wirklich mache. Es fühlt sich an wie ein Traum.

Und... Ich habe das Gefühl das ich die helfte vergessen werde. Ich bin furchtbar Nervös und ständig kommt der Gendanke "Was ist wenn ich mein Flug verpasse?" und eine Antwort habe ich darauf nicht, außer das es nicht passieren darf, denn sonst muss ich 2 Flüge zahlen. Oder das ich in Kanada genauso planlos und falsch reden werde wie beim Skype-Gespräch mit der Gastfamilie. Das gute bezüglich dessen: Sie wirken sehr nett und man glaubt es ihnen das sie sich freuen mich kennenzulernen, bzw. eine Gastschülerin zu bekommen. Die Freunde von denen freuen sich anscheinend auch schon und sind neugierig darauf mich kennen zulernen.

Und mir wird jetzt erst wirklich bewusst, was für eine Umstellung das sein wird. Ich werde von Hamburg in eine Kleinstadt mit nur 30.000 Einwohnern ziehen. Ich glaube die kleinste Stadt in der ich je war ist Rians, ein kleines Dörfchen in Frankreich, oder die Dorf-Gemeinde in der meine Oma früher gewohnt hat. Und dort sind wir immer Raus gefahren um einkaufen zu fahren (z.B.). Ein Bild kann ich mir auch nicht so wirklich machen, außer von den alten Fotos auf Google, und die die ich gesehen hab sind entweder Bilder wie von kleinen Städten in Amerika, wie in Serien und Filmen oder wie diese neueren kleinen Städte wo alles nur Block bauten sind. Die anderen Bilder sind typisch kanadisch. Ländlich, idyllisch und friedlich. Mit einem See die Straße runter und einen Wald in der nähe meiner Schule.

Und dann sind da wieder die Geschichten, Filme und Serien die man gesehen oder gelesen hat. Blair Witch Project, Strangers Things, Der Verbrecher aus Verlorener Ehre, The Forest und und und. Mal ehrlich, warum kann man Wälder nicht mal mit etwas gutes verbinden? Gut, Schneewittchen hat die 7 Zwerge im Waldgefunden, aber dort ist sie am ende der bösen Hexe begegnet die ihr ein vergifteten Apfel gegeben hat, WEIL sie Schneewitchen im Wald sterben lassen wollte. Schon von klein auf wurde uns der Wald gruselig, übernatürlich und geheimnisvoll gemacht. Wie H.P. Lovecraft, der Meister des übernatürlichen Horrors, schon sagte:"Das älteste und stärkste Gefühl ist Angst, die älteste und stärkste Form der Angst, ist die Angst vor dem Unbekannten.“ Warum?

Und jetzt bin ich wieder vom Thema abgeschweift... Und worauf ich am Ende hinauswollte weis ich auch nicht mehr.

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{Vor der Reise}

Ich werde in 2 Monaten für 5 Monate in Kanada sein. Ich bin froh das es jetzt Wirklichkeit ist. Die letzten paar Monate waren sehr Stressig, nicht nur für mich sondern auch für meine Familie.

Ich danke ihnen das sie mir diese einzigartige Erfahrung ermöglichen und mich Unterstützen. Ich glaube es ist wichtig all das mit Unterstützung zu verwirklichen.

Mein Patenonkel hat es geschafft meine Mutter davon zu überzeugen, das es eine gute Idee sei, dass ich ins Ausland, während der Schulzeit, gehe. Er ist immer ruhig geblieben (auf jeden fall schien es immer so), egal wie stressig es wurde. Er hat, glaub ich, den größten Teil der ganzen Arbeit getan. Ehrlich gesagt bin ich darüber froh, denn ich habe nur die hälfte von all dem verstanden ...

Meine Schwester hat uns vor allem mit den Papieren geholfen. Es waren jede menge Papiere und ohne ihre Hilfe wären wir bestimmt durchgedreht.

Meine Mutter wird mich sehr vermissen, vor allem nachdem meine Schwester, im Oktober, ausgezogen ist. Dafür wird die Freude groß sein wenn wir uns wieder sehen.

Ich kann es immer noch nicht glauben, dass ich nach Kanada fliegen werde. Ich werde das erste mal sehen was jenseits des Ozeans liegt, mit meinen eigenen Augen. Ich bin schon viel gereist für 16 Jahren und das alles habe ich meiner Mutter zu verdanken und jetzt werde ich so weit weg sein, für eine so lange zeit.


Danke Mama.

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