{Vor der Reise}

Ich bin seit Montag Nacht hier in Canada, also seit drei bzw 2 Tagen. In Frankfurt wollten die mich erstmal nicht durchlassen und im Flugzeug da saß jemand 2 plätze neben mir der die ganze Zeit auf seinem Finger oder Nagel gekaut hat wie ein Hund auf einem Schuh. Yammy.

Und tatsächlich fühlte sich die Reise bis dahin noch sehr surreal an und als ich endlich in Kanada ankam, kam es mir eher vor als würde ich nur eine Woche in Urlaub fliegen. Die Schule hat es größten teils wieder wet gemacht.

Typisch ist allerdings, ich bin schüchtern und bekomme noch kaum Wörter raus, ABER meine Befürchtungen bezüglich meines Skypegespräches haben sich aufgehoben und meine Kurzgeschichte die wir in Englisch geschrieben haben ist wirklich gut geworden (Meinung des Lehrers.)

Das Schulsystem ist komplett anders. Ich habe nur vier Stunden: Kochen, Mathe, Englisch und Kunst. Ich bin in Mathe und Englisch in der 12 Klasse, obwohl ich 11. bin. Und der Mathekurs ist bis jetzt sehr einfach. Ich glaube es ist der gleiche Stoff wie denn, den ich in der 8. Klasse hatte. Und die Lehrer verhalten sich eher wie bekannte oder Freunde und manche bleiben mit den Schüler noch nach dem Abschluss weiterhin in Kontakt. Und egal wo du jetzt bist, ob es bei der Passkontrolle ist, oder ob du nun irgendwo etwas kaufst, das erst was sie sagen ist nicht "Hallo.", oder das was die von dir wollen, sonder "Wie war dein Tag?" oder "Wie geht es dir?". Beim ersten mal dachte ich, ich habe mich verhört und musste den Polizisten noch einmal Fragen was er gesagt hat.

Die Leute sind hier etwas freundlicher als in Deutschland, das war einer der ersten Dinge die mir aufgefallen sind, obwohl es mir nie aufgefallen ist in Deutschland. Mich würde es nicht wundern, wenn in der Schule diese hübschen, oberflächlichen und zickiegen Mädchen sind, allerdings sind sie noch sehr freundlich und hilfsbereit gegenüber den neuen. Und die Schüler kommen auf dich zu um dich kennen zulernen.

Zum Schluss worauf ich mich besonders freue, am 17. werde ich Ski fahren. Yey.

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{Vor der Reise}

Morgen um 9:30 werde ich in Hamburg starten und gegen 22 Uhr in BC ankommen. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass ich es wirklich mache. Es fühlt sich an wie ein Traum.

Und... Ich habe das Gefühl das ich die hälfte vergessen werde. Es wäre für mich Typisch... Ich bin furchtbar Nervös und ständig kommt der Gendanke "Was ist wenn ich meinen Flug verpasse?" und eine Antwort bekommen natürlich ich nicht, außer das es nicht passieren darf, denn sonst muss ich 2 Flüge zahlen. Oder das ich in Kanada genauso planlos und falsch reden werde wie beim Skype-Gespräch mit der Gastfamilie. Das gute bezüglich der Gastfamilie: Sie wirken sehr nett und man glaubt es ihnen das sie sich freuen sich mich kennenzulernen, bzw. eine Gastschülerin zu bekommen. Die Freunde von denen freuen sich anscheinend auch schon und sind neugierig darauf mich kennen zulernen.

Und mir wird jetzt erst wirklich bewusst, was für eine Umstellung das sein wird. Ich werde von Großstadt, Hamburg, in eine Kleinstadt mit nur 30.000 Einwohnern ziehen. Ein Bild kann ich mir auch nicht so wirklich von der Stadt machen, außer von den alten Fotos auf Google. Es sieht größtenteils ländlich, idyllisch und friedlich aus. Mit einem See die Straße runter und einen Wald in der nähe meiner Schule.

Und dann sind da wieder die Geschichten, Filme und Serien die man gesehen oder gelesen hat. Blair Witch Project, Strangers Things, Der Verbrecher aus Verlorener Ehre, The Forest und und und. Mal ehrlich, warum kann man Wälder nicht mal mit etwas gutes verbinden? Gut, Schneewittchen hat die 7 Zwerge im Waldgefunden, aber dort ist sie am ende der bösen Hexe begegnet die ihr ein vergifteten Apfel gegeben hat, WEIL sie Schneewitchen im Wald sterben lassen wollte. Schon von klein auf wurde uns der Wald gruselig, übernatürlich und geheimnisvoll dargestellt und gleichzeitig ist es genau das was manche anzieht... Und die Natur.

Wie H.P. Lovecraft, der Meister des übernatürlichen Horrors, schon sagte:"Das älteste und stärkste Gefühl ist Angst, die älteste und stärkste Form der Angst, ist die Angst vor dem Unbekannten.“ und die Neugier, meiner Meinung nach...

Jetzt bin ich vom Thema abgeschfeift. Und ich weiß nicht mehr worauf ich am Ende hinaus wollte.

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