Meine letzten fünf Tage waren super ereignisreich. Im Musikvideo "Sorry" von Justin Bieber tanzt eine Dancecrew und ihr Leader heißt Parris Goebel. Sie fällt auf, weil sie immer in der Mitte tanzt und mit Abstand die Kurvigste von allen ist. Sie startet gerade eine Karriere als Rapperin und ich habe ihren Musikproduzenten in Los Angeles im Hostel kennengelernt, der unter andrem den ersten Song ihres neuen Albumd (Friday) produziert hat. Ich war mit ihm Mittagessen im Chipotle und ich fand es so interessant, was er mir über die Musikbranche erzählen konnte, dass er hier in Los Angeles ist, um neue Kontakte zu knüpfen und dass er viele Songs bereits kennt, bevor sie releast werden, weil er viele Manager und Musikproduzenten kennt, die ihm die Songs früher zeigen. Er heißt Rory Noble und auf Youtube findet man ein paar Trap-Songs von ihm. Während des Gesprächs mit ihm habe ich mir permanent gedacht, wie lässig es sein muss, einen Beruf auszuüben, der einem wirklich Spaß macht, ohne eine lange Ausbildung dafür machen zu müssen. Je mehr er sich in die Musikbranche reinhängt, desto mehr wird er sich einen Namen machen und an gut bezahlte Projekte gelangen. Zwar sei es ein Problem, kein regelmäßiges zuverlässiges Gehalt zu bekommen, aber No risk, no fun! Sau netter Typ jedenfalls, und er meinte, wenn ich mal nach Neuseeland komme habe ich immer einen Ort zum Wohnen!😌

Montag Abends war in unserem Hostel BBQ-Night mit gratis Burgern und einer Comedyshow. Insgesamt sind drei Comedians aufgetreten - einer war witzig. Bei den anderen zwei empfand ich eine Mischung aus Mitleid, Fremdschämen und Respekt für den Mut, sich auf eine Bühne zu stellen und zu versuchen, die Leute zum Lachen zu bringen. Der eine Comedian hatte jedenfalls eine richtungsweisende Idee. Wie er richtig beobachtet hat, präsentiert jeder sein Leben in sozialen Netzwerken viel spannender, als es tatsächlich ist. Jeder postet ein Bild vor der Golden Gate Bridge, aber keiner erwähnt die Stunde Aufwand, um an diesen Aussichtspunkt zu kommen und ein zufriedenstellendes Foto zu schießen. Um diese Assymetrie auszugleichen, schlägt er neben "Facebook" das Pendant namens "Shitbook" vor, in dem die negative Kehrseite eines Ereignisses gepostet wird. Dementsprechend würde man beispielsweise auf Facebook posten " Ich werde heiraten!" und auf Shitbook " Ich bin schwanger und werde deswegen bald heiraten!" Ich fand diese Idee total erfrischend und würde mir direkt ein Profil bei Shitbook erstellen, wenn es dieses Netzwerk gäbe. Das Problem ist nämlich, das durch Facebook, Instagram und Snapchat alle denken, dass die anderen ein viel besseres Leben leben, was zu Unzufriedenheit führt, obwohl die sozialen Netzwerke nur eine verschönerte Version des Lebens sind. Shitbook wäre die Lösung!
Am Dienstag war ich zum ersten Mal in meinem Leben in einem Tattoostudio, habe aber nur einen Freund aus England dahin begleitet. Er hat sich "LA" auf den Fuß tätowieren lässen und ich fand das Ambiente im Tattostudio mega lässig. Trotzdem würde ich mir niemals ein Tattoo stechen lassen, dafür finde ich meinen Körper viel zu ästhetisch. Spaß, aber Tattoos sind wirklich nicht mein Ding. Nachmittags war ich dann noch im Shoppingcenter "The Grove" was Platz 17 bei Tripsdvisor belegt und zwei Straßen entfernt von meinem Hostel liegt. Da lief so Sechziger-Musik und es war ein uriger Ort um zu shoppen oder nur um zu bummeln.
Abends kam dann das Highlight von LA: Ich war auf einem Kanye-West-Konzert in Inglewood. Inglewood, ein Stadttteil von LA direkt neben Compton, war nicht gerade einladend. Während meiner Uber-Fahrt dorthin habe ich Plakate gesehen, auf denen stand " Get your HIV-Test now!", Shops die Shotguns, Pfefferspray und Autoknacker verkauft haben und auf den Straßen waren ausschließlich schwarze Menschen, was nicht rassistisch klingen soll, aber um ehrlich zu sein hat mir die Vorstellung schon Angst gemacht, um 23 Uhr als Weißer durch dieses Viertel zu laufen. Die Uber-Fahrerin hat mir auch empfohlen dort nicht durchzulaufen. Das Problem war, dass ich zum nähesten Starbucks laufen müsste, um mir mit WLAN ein Uber zu bestellen. Gott sei Dank, gab es aber WLAN in der Konzerthalle, sodass ich ganz unbesorgt das Kanye Konzert feiern konnte. Die Stimmung war richtig gut und alle standen und tanzten, owohl es nur Sitzplätze gab. Kanye West hat seine besten Lieder gerappt/gesungen und ich war sehr zufrieden, als ich dann mit einem Uber-Taxi zurück zum Hostel transportiert wurde.
Am Mittwoch bin ich mit Marvin, einem Deutschen, der gerade auf Weltreise ist, durch ein künstlerisches Viertel von LA gelaufen. Dort gab es viel Street Art, Graffitis, coole kleine Läden und Second-Hand-Shops. In der Melrose-Street haben wir viele Bilder geschossen und haben uns danach fertig gemacht für den Karaoke-Abend im Schwester-Hostel von Banana Bungalow, das direkt am Hollywood-Boulevard liegt. Es gab gratis Tacos und Karaoke. Ich empfehle jedem mindestens ein Mal in eine Karaoke-Bar zu gehen, das ist so witzig! Ich selber habe mich auch zwei Mal dazu aufgerappelt auf die Bühne zu gehen und ja, es war einfach mega viel Spaß. Bei der Heimfahrt wären wir fast noch in eine miese Situation geraten. Ich bin mit zwei Australiern, dem neuseeländischen Musikproduzenten und seinem Kumpel heimgefahren, die zu viert ein Auto gemietet hatten. Wir sind auf dem Hollywoodboulevard gefahren, als plötzlich ein Auto des Los Angeles Police Departments neben uns stand und der Sheriff meinte: "Are you kidding me?". Das Problem war, dass der eine Australier hinten auf dem Rücksitz ein Bier in der Hand hatte und Alkohol Trinken in der Öffentlichkeit in Los Angeles verboten ist. Der Australier reagierte dann ganz einsichtig:" Sorr, we're from Australia.", worauf der Officer uns kopfschüttelnd gehen ließ. Da hatten wir mal richtig fett Glück, habe ich mir danach von Amis sagen lassen, weil das eine sau fette Strafe zur Folge haben könnte.
Die Fahrerin hatte aber im Laufe des Abend weniger Glück. Ihr Iphone ist ins Klo gefallen und hat nichtmehr funktioniert. Da ich den Weg zum naheliegenden Apple-Center kannte, habe ich mich dazu bereit erklärt, sie zum Apple-Center zu begleiten. Als wir den Apple-Angestellten mitteilten, dass ihr Handy ins Wasser gefallen ist und vermutlich einen Wasserschaden hat gab es nur die Option, das Iphone mit einem neuen Iphone zu ereneuern, was 299$ gekostet hätte. Die Australierin war aber absolut pleite, hatte kein Bargeld und kein Geld auf ihrer Kreditkarte und war absolut verzweifelt, weil alle Bilder, Videos und Kontakte weg waren und sie das Ersetzen des Handys nicht zahlen konnte. Dann hat sie angefangen zu weinen und es kamen zwei Frauen von Apple um sie zu trösten. Sie stellten aber auch klar, dass ihnen die Hände gebunden waren, um eine Ausnahme zu machen. Die Situation schien aussichtslos, doch dann stand ein junger Mann auf und fragte " So, is it a money problem?". Die Apple-Angestellte erklärte ihm die Situation und er sagte zu Claire, der Australierin:" If you promise to give me back the money, I can lend you 299$ and pay it for you. My girlfriend is travelling in a foreign country and if she had such a situation, I wish there was somebody who helped her out, as I help you out right now." Alle waren komplett überrascht von dieser Aktion. Nach kurzem Zögern war Claire einverstanden und der Mann hat für sie bezahlt. Die Apple-Angestellte meinte:" I work here since five years and this is the nicest thing I've ever seen." Dass ein Fremder 299$ ausleiht kommt wirklich nicht jeden Tag vor. Claire's Tag war gerettet und ich bin mir sicher, dass sie ihm das Geld zurückzahlen wird. Ich dachte mir: Von dieser spendablen Art sollte ich mir eine Scheibe abschneiden!
Am selben Tag habe ich Los Angeles verlassen. Die Stadt ist riesig, es gibt extrem viel zu sehen und ich habe die Zeit dort sehr genossen. Nächste Station: Fidschi! Hier bin ich seit zwei Tagen und es gefällt mir richtig gut. Die ganzen Palmen, Inseln und die Einhemischen wecken richtiges Südsee-Urlaubs-Feeling! Gestern Abend war eine Kava-Zeremonie. Kava ist eine Mischung aus Wasser und Baumwurzel, die Krebs heilen soll und eine leicht alkoholisierende Wirkung haben soll. Ich habe zehn Becher davon getrunken und habe nichts gemerkt, außer dass ich müde wurde. Die "Kavaholics", eine Musikgruppe aus fünf Fijianern haben mit drei Gitarren Lieder gespielt und das Flair am Strand war fantastisch.


Heute werde ich eine Bootstour zu einer Insel machen und Schnorcheln gehen. Danach habe ich eine Tour zu einem Hindu-Tempel gebucht, wo heute Diwali ist, ein Lichterfestival. Für Halloween habe ich aber noch keine konkreten Pläne. Nun habe ich wieder die Gegenwart erreicht. Meinen nächsten Eintrag schreibe ich vermutlich von Sydney aus, wo ich in 3 Tagen hinfliegen werde. Bis dahin Mode! 🌴🌊✌🏿️🍹🌺🇫🇯 (Tschüss auf Fidschianisch)

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Hey guys! Ich schreibe diesen Blogeintrag von Paradise Beach aus in Malibu, denn ich habe es versäumt Kopfhörer oder ein Buch mitzunehmen an den Strand also habe ich endlich mal wieder happig Zeit meinen Blog weiterzuführen.

Es gibt eigentlich viel zu viel zu erzählen und ich habe mir vorgenommen in kürzeren Abständen Blogeinträge zu schreiben, weil ich mich nach 16 Tagen Pause kognitiv überfordern muss, um mich an meine Erlebnisse detailreich und in richtiger Reihenfolge zu erinnern. Verzeiht mir diese Unprofessionalität bitte.

Der erste wichtige Schritt nachdem meine Eltern, meine Schwester, ihr Freund und ich in Los Angeles gelandet sind war die Abholung unseres Mietwagens. Der graue NISSAN-Van glänzte nicht durch optische Perfektion, sondern durch Zuverlässigkeit. Der stabile Bock transportierte uns nämlich 3700 Meilen (=knapp 6000 km) weit ohne zu jammern oder zu nörgeln. Selbes gilt übrigens auch für die tapferen Fahrer: meine Eltern. Aber auch die Nerven von uns Mitfahrern wurden in teilweise 8-stündigen Fahrten auf die Probe gestellt, denn Reisen bedeutet nicht nur Sehen und Genießen, sondern auch viel unterwegs sein und warten. Der Reiseschein trügt nämlich, wenn man sich nur die Bilder von schönen Orten und Städten anguckt. Trotzdem lohnen sich die Strapazen völlig! Warum? Wenn man beispielsweise den ersten jungfräulichen Blick in den Grand Canyon wagt, dann ist das einfach sehr nice. Kreativ wie wir natürlich sind, konnten meine Schwester ihr Freund und ich die Fahrtzeiten zumindest in unserer subjektiven Wahrnehmung reduzieren, indem wir uns immer wieder auf eine gepflegte Runde Skat, Arschloch( ein sehr wüster Name, ich weiß), Doppelkopf oder 31 eingelassen haben. So gingen die Fahrten viel schneller vorbei und wir waren teilweise sogar negativ überrascht unser Ziel erreicht zu haben, weil wir noch weiterspielen wollten. Die erste Destination war Vegas, baby! Las Vegas ist verrückt, so wie Vieles hier in den USA. Wir sind DREImal mit dem Auto durch den sogenannten Strip gefahren, welcher die Hauptstraße ist und NICHT etwas anderes, weil wir so beeindruckt waren davon, was es dort alles zu sehen gab: die Paris-Ecke mit dem Miniatur-Eiffelturm, kleinen Boutiquen und einem nachgebauten Arc de Triumphe, die New York-Ecke mit der Miniatur-Freiheitsstatue, einem weißen Schloss mit bunten Dächern und einer Riesen-Shoppingmall, die Venedig-Ecke mit nachgebautem Turm auf dem weltbekannten Platz in Venedig, dessen Name mir gerade auf der Zunge liegt, dem Veneziahotel und dem Venice-Casino und die Ägypten-Ecke mit nachgebauter Sphinx und einer Miniatur-Pyramide. Zwischen diesen Ecken liegen weltbekannte Casinos und Hotels wie das Mirage (welches in den Ocean's-Filmen ausgeraubt wird), der Bellagio-Palace mit seinem riesigen See oder ein riesiges Trump-Gebäude vom Donald, in das er möglicherweise einziehen könnte, nachdem die Vermieter des Weißen Hauses ihm die Absage erteilt haben. Auf den Straßen begegneten wir einem Obdachlosen mit heiser Stimme, der den ganzen Tag sang: " Put a buck in my cup, I will shut the fuck up." und somit die bummelnden Touristen zum Spenden anregen wollte, indem er ihnen versprach mit Singen aufzuhören, wenn sie ihm einen Dollar gäben. Bei uns hat es funktioniert! In Las Vegas gibt es Riesenswimmingpools, in denen jeder Touri baden kann für ein paar Dollar Eintritt...Also ich kenne keine deutsche Großstadt, die sich Stadtraum für einen fetten Swimmingpool gönnt. Da Las Vegas aber mit den Touristen steht und fällt, machen die das einfach. Wieso nicht? Las Vegas gibt es also kein zweites Mal auf der Welt, aber meiner Meinung nach reicht ein Tag in dieser Tag und man hat das Wichtigste gesehen. Las Vegas mit seinen ganzen teuren Shows und Casinos in seiner ganzen Fülle entdecken zu können geht meiner Meinung nach nur, wenn man bereit ist extrem viel Geld rauszuschleudern, denn Las Vegas ist und bleibt eine Stadt des Konsums.


Unsere USA-Tour verlief durch vier US-Bundesstaaten: California, Nevada, Utah und Arizona. Wir haben sieben Nationalparks besichtigt und der erste war gleich der Beste: Der Grand Canyon liegt in der Nähe von Las Vegas und ist eine riesige Schlucht, durch die der rote Fluss namens Colorado River verläuft. Die Schlucht ist 40 Kilometer lang und entstand durch irgendwelche Plattenverschiebungen, aber wie genau so ein Loch entstehen kann, wurde mir immer noch nicht klar. Wenn's jemanden interessiert, dann googelt es einfach. Der Grand Canyon ist zurecht einer der bekanntesten Nationalparks und hat den Namen große Schlucht definitiv verdient. Direkt am Rand der Schlucht kann man wandern, was wir mehr oder weniger auch getan haben. Die roten Felsen, die unendliche Weite und die Anregung zum Fantasieren machen den Grand Canyon zu einem echten Erlebnis. Aber auch die anderen Nationalparks hatten alle ihre eigene besondere Qualität. Der Monument Valley war Schauplatz für viele Westernfilme wie "Spiel mir das Lied vom Tod". Er besitzt enorm große rote trapezförmige Felsbrocken, die zwischen der flachen Wüste in den Himmel ragen. Dort bin ich zum ersten Mal in meinem Leben geritten und gleich sogar galoppiert. Geht ab! Während unserem Ausritt hat uns die indianische Navajo-Reiseführerin über ihre "Mutter-Natur-Religion" erzählt, welche der Grund ist, wieso die Navajo-Indianer die Natur anbeten und Umweltzerstörung und Verschmutzung radikal ablehnen. Sie erzählte uns auch, dass die Navajos schamanenähnliche Ärzte haben, die die Bewohner mit Heilkräutern heilen, wenn sie krank sind. Sie erzählte das ganz stolz und behauptete, dass sie nie einen normalen Arzt oder ein Krankenhaus besucht hätte, was ich ihr jedoch nicht wirklich geglaubt habe. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass die Schamanen Krebs heilen können und die Navajos dann nicht zum Krankenhaus gehen, obwohl sie wissen, dass staatliche Krankenhäuser Therapien gegen Krebs anbieten. Jedenfalls war sie sehr offen und freundlich, was man nicht von allen Navajo-Indianern behaupten kann. Die Reiseführerin im Antelope Canyon war leider das Gegenteil und warf kein gutes Licht auf die Navajos. Die Navajos verlangten 40$ für eine halbstündige Tour und die Reiseführerin scheuchte uns am Ende durch den Canyon mit der Begründung, sie hätte direkt nach unserer Tour, ihre nächste Tour, was sich dann später als falsche Behauptung entpuppte. Nichtsdestotrotz war der Antelope Canyon beeindruckend, weil er ein dünner Riss ist zwischen einem Wüstenfelsen. Dementsprechend eigenartig und beeindruckend sahen die Wände dieses Canyons aus und ich bin mir sicher, die meisten kennen Bilder vom Antelope Canyon, aber kennen den Namen nur nicht.

Der Arches Canyon zeichnet sich durch Steinbögen aus. Der Park besitzt insgesamt 2000 natürliche Steinbögen und der bekannteste davon ist der Delicate-Arch.

Der Bryce-Canyon hatte eigenartige Felsstrukturen zu bieten. Orangene lange schmale Stalagniten ragen aus der Erde empor und werden von Einheimischen "Hoo-Doos" genannt. Am Bryce-Canyon-Tag war ich leider krank und konnte keine Wanderung an der Schlucht entlang machen was ich wirklich sehr schade fand aber wenigstens war ich am nächsten Tag wieder gesund also habe ich vermutlich eine vernünftige Entscheidung getroffen.

Der Zion Nationalpark ist anders als die meisten anderen Nationalparks einfach aufgrund der schönen Landschaft besonders. Ein Fluss fließt durch den Park und lädt viele Hardcore-Wanderer zu wilden Flussbettwanderungen an, die man teilweise nur durch Schwimmen im Fluss meistern kann. Wer lange intensive Wanderungen liebt, für den haben die Nationalparks in den USA wirklich Einiges zu bieten.

Der letzte Nationalpark, den wir abgecheckt haben war der Yosemite Nationalpark, der im Grund genommen der Ami-Bruder vom Schwarzwald ist. Die Hauptattraktion des Yosemite Parks sind die Yosemite Upper anf Under Waterfalls. Diese waren leider schon ausgetrocknet als wir den Park besuchten. Wir hatten außerdem an einem Tag Pech mit dem Wetter und sind am anderen zu spät losgefahren, also konnten wir außer einer Hand voll eindrucksvollen Blicken, einer guten Yosemite-Pizza und leckerem Pinienduft keine großen Wanderungen mitnehmen.


Aber dann, We were going to Saaan Frasancisco! Bis jetzt die schönste Stadt, die ich gesehabe! Die Kombination aus hügeligen Straßen, Meer, der Golden-Gate-Bridge, dem Charme von Seemöwen und lässigen Seegelbooten war pretty awesome, man. Wir haben Fisherman's Wharf gesehen, ein kleines süßes Hafenviertel mit vielen kleinen Boutiquen, Chinatown mit den extravaganten Kunst- und Dekorationsläden, die überladen waren von glitzernden Tischen und Kunst und wir sind mit den klassischen Cable Cars durch die Straßen von San Francisco getuckert. In San Francisco gab es auffallend viele Obdachlose, was mich schon bisschen mitgenommen hat so viele arme Menschen zu sehen, die quasi keine Hilfe erhalten und wirklich mitgenommen aussehen. Es ist echt krass, wie eng Wohlhabende und Obdachlose in San Francisco zusammenleben. Sie laufen über dieselbe Straße nebeneinander aber zwischen den zwei Gruppen ist eine unsichtbare Wand, die sie ganz klar zu trennen scheint. Es war auch traurig wie viele arme junge Männer schon obdachlos sind, aber die scheinen wenigstens optimistischer und hoffnungsvoller wegzukommen von dieser Situation, während die meisten Älteren Obdachlosen einen gebrochenen Willen zu haben und wahrscheinlich aufgegeben haben, zu hoffen. Trotzdem habe ich immer wieder welche gesehen, die Schilder trugen mit: " Give me a hug, because all you need is love". Die Einstellung, dass man auch ohne Materielles glücklich sein kann teile ich mit ihnen, denn das Wichtigste um glücklich zu sein sind harmonische Beziehungen zur Familie oder zur Beziehungspartnerin/partner. An dieser Stelle: Ich liebe dich Elena! 😃😊 Dass ich eine Ansicht mit einem Obdachlosen teile zeigt außerdem, dass wir nicht ganz so verschieden sind, wie man meinen könnte und das ist für mich ein guter Grund nicht traurig zu sein über die weltweite Ungerechtigkeit, sondern positiv zu bleiben und das zu tun, was in meiner Macht steht.

In Los Angeles sind wir über den Walk of Fame gelaufen und waren dauerhaft im Dilemma nach unten zu gucken, um die Sterne auf dem Walk of Fame zu sehen oder nach oben zu schauen, um die Gebäude und Schilder zu sehen. Viel zu sehen gab es vor allem in der Hollywood-Tour, die wir gemacht haben. Wir sind durch die Hollywood Hills, Beverly Hills, den Sunset Strip und West Hollywood gefahren. Wir haben dabei zwar leider keine Promis getroffen, aber unter anderem die Villen von Katy Perry, Paris Hilton, Johnny Depp, Will Smith, Tom Cruise, David and Victoria Beckham, Quentin Terentino, Justin Timberlake, Charlie Sheen, David Hasselhoff, Bruno Mars und ein Packet von Lionel Richie, das ihm von einem Briefträger direkt an die Rür gebracht wurde. Vielleicht hat er sich ja eine Drohne bestellt, um im Trend zu bleiben. Der Tourguide und gleichzeitig Fahrer war durch 30-jährige Erfshrung ein Profi in seinem Fach und berichtete über eine angenehme Begegnung mit Jennifer Lopez und eine unangenehme Begegnung mit Justin Bieber, der seinem Tourbus den Mittelfinger zeigte. Es war such beeindruckend zu hören, wenn der gute Mann schon alles live gesehen hat, was mich bei zweiter Überlegung jedoch kaum wunderte, denn bei 30 Jahren muss man ja mal einen Star sehen, wenn man jeden Tag durch Hollywood fährt.

Am Donnerstag habe ich mich dann von meiner Familie verabschiedet, die nach Deutschland zurückgeflogen sind. Das war zwar kein leichter Abschied, aber ich habe mich in meinem Hostel direkt sehr wohl und behütet gefühlt, sodass ich den Abschied überlebt habe. In den letzten drei Tagen war ich dreimal am Strand. Am Venice Beach, am Santa Monica Beach und am Malibu Beach. Ich fühle mich wohl hier in Los Angeles, vermisse zwar meine Lieben sehr, aber habe bereits ein paar Leute aus Dänemark hier kennengelernt. Heute bin ich zum ersten Mal auf eigene Faust losgezogen zum Griffith Park Observatory, von wo ich gerade einen wunderschönen Blick über Downtown LA, das Hollywood-Zeichen und das Meer genieße. Falls ihr euch wundert warum ich sm Anfang schreibe, dass ich am Strand liege und jetzt über Los Angeles blicke: Ich habe diesen Blogeintrag an mehreren Tagen geschrieben und daher der Standortwechsel. Ich bin sehr gespannt, was ich die nächsten drei Tage in Los Angeles erlebe und mir werden spannende Dinge passieren, über die ich dann schreiben kann. Bis dahin, viele Grüße aus der City of Angels!

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Hallo zusammen,

ich schreibe vom WLAN meiner Oma aus, die in Monterrey, Mexiko wohnt. Hier ist 17 Uhr  und ich genieße meinen letzten Tag hier in meiner halben Heimat Mexiko, wo meine Familie und ich die letzten 4 Tage verbracht haben. 😌

Was bis jetzt geschah 😃:

Am Donnerstag den 29.9 sind mein Dad und ich von Frankfurt nach Atlanta geflogen und von dort aus nach Monterrey. Glücklicherweise habe ich keine Flugangst und konnte daher die Zeit im Flieger damit verbringen, Filmangebot von Deadpool ( meiner Meinung nach komplett überbewertet) über Game of Thrones (zurecht gehyped) zu entdecken und zu genießen. Wider meiner Erwartungen war das fliegende Essen aus der Konserve, das Delta Airlines uns aufgetischt hat, genießbar und sättigend. Das Highlight war ein Wrap gefüllt mit Fleischbällchen, von dem ich mir noch einen zweiten bestellt habe. Denn es gab zwar gutes Essen, aber leider waren die Portionen viel zu klein. In Atlanta angekommen, war ich beeindruckt von derGastfreundschaft des Flughafenpersonals, das jedem vorbeilaufenden Flugzeugpassagier die Worte :" Welcome to the United States of America!" mitgaben. Extrovertiert wie sie sind, hatten die meisten einen lässigen Spruch auf Lager und waren gut gelaunt. Während des Wartens wegen der Kontrollen und Sicherheitschecks fiel mir auf, dass circa 90 % des Flughafenpersonals in Atlants schwarz waren. Davon war ich überrascht, weil dieser Anteil keineswegs dem Schwarzen-Anteil der Bevölkerung entspricht. Bisher habe ich dafür noch keine plausible Erklärung gefunden. Morgen werden wir nach Los Angeles fliegen und dort werde ich beobachten, ob wieder so viele Schwarze am Flughafen arbeiten.

Von Atlanta ging unser Flug nach Monterrey. Nachdem wir 22 Stunden unterwegs waren, wurden wir schließlich von meiner Mum, meiner Schwester und meinem Onkel am Flughafen abgeholt. Es war für mich sehr schön meine Mum und meine Schwester nach drei Wochen wiederzusehen. Meine Mum war nämlich früher nach Mexiko geflogen, um ihre Geburtstagsfeier vorzubereiten und meine Schwester war davor nach Lima, Peru geflogen, weil sie ihre peruanische Gastfamilie besucht hat, bei der sie ihr FSJ verbracht hatte.

Wir wohnen bei meiner mexikanischen Oma im Haus. In diesem Haus wohnt auch mein mexikanischer Onkel und die Haushälterin (muchacha). In Mexiko ist es nämlich üblich, dass jede Familie eine eigene Haushälterin hat, die kocht, putzt und die Einkäufe macht. Die Haushälterin ist schon seit 30 Jahren hier im Haus angestellt und zählt daher bereits als Teil der Familie. Als wir vom Flughafen ankamen hat sie uns direkt bekocht mit leckerem mexikanischem Essen 😍 Ich hoffe ihr kommt alle mal in den Genuss in einem mexikanischen Restaurant in Deutschland oder direkt in Mexiko zu essen. Es lohnt sich!

Am ersten Tag habe ich einen kleinen Spaziergang durch das Viertel mit meinem Dad gemacht. Der Stadtteil hier heißt San Pedro und gilt als Reichenviertel. Normal sind hier: Mauern um die Häuser als Schutz vor Einbrechern, blitzeblanke weiße SUVs in der Einfahrt (fast jedes Auto ist weiß, um sich von der Mafia abzugrenzen, welche dafür bekannt ist schwarze Autos zu fahren), Iphones, riesige Häuser mit Pool und großen Gärten und um jede Ecke eine Kirche (in Monterrey gibt es 365 Kirchen, damit man jeden Tag im Jahr in eine andere gehen kann 👏. Was es hier nicht gibt: eindeutige Vorfahrtsregeln, Hunde auf der Straße und kleine Autos.

Am Samstag war dann das große Geburtstagsfest von meiner Mum. Eine Freundin von ihr bot ihr an in ihrem Haus zu feiern, weil sie eine wirklich riesiges Haus hat mit zwei Gärtnern, zwei Haushälterinnen und einem Koch also allein fünf Personen nur im Personal. Eingeladen waren 50 Gäste, von denen fast alle, bis auf 2-3 kommen konnten. Ein Cateringservice hat die Location vorbereitet, Essen gemacht und eine Sängerin gestellt, die im Hintergrund gesungen hat. Ich war nicht nur von den ganzen Äußerlichkeiten beeindruckt, sondern vor allem von den Gästen und der Stimmung. Wenn man in Deutschland mittags um 13 Uhr ein Fest veranstalten würde, dann kämen die meisten im legeren Casual-Look. Bei der Fiesta in Mexiko waren alle Frauen extrem aufgebrezelt, trugen High-Heels und waren sehr aufwendig hergerichtet. Die Männer kamen mindestens mit Hemd. Ich kan mir ein bisschen vor wie auf einer exklusiven Starparty, wegen der Villa, dem großen Essensbuffet, dem Cateringservice, den aufgebrezelten Gästen und der gebuchten Sängerin 😃.

Das Programm war super! Nach dem Essen kam eine Musikergruppe, die davor für diesen Anlass gebucht wurden. Es waren sogenannte "Mariachis", die üblicherweise für Geburtstage gebucht werden, wo sie für das "Geburtstagskind" ein paar mexikanische Ständchen trällern. Während einer von ihnen gesungen hat, und der Rest von ihnen mit Trompete oder Gitarre spielen beschäftigt war, hat das Publikum die Männer angefeuert. Die Mariachis trugen alle die gleichen traditionell-mexikanische cowboyähnliche Outfits mit weißem Hut, weißer Weste, enganliegender weißer Hose und weißen Cowboystiefeln. Die Outfits allein waren auf jeden Fall schon einen Auftritt wert.

Nachdem die Mariachis ohne große Worte oder einen klaren Abschied einfach wieder verschwunden sind, hat eine Freundin von meiner Mutter ein selbst komponiertes Lied für meine Mum vorgesungen mit Gitarre und davor den Liedtext verteilt, sodass alle mitsingen konnten. Sie hat meiner Mitter davor Fragen zu ihrem Leben gestellt, sodass ein sehr persönliches Lied entstanden ist, in dem viel Arbeit gesteckt hatte.

Anschließend kam der Auftritt der Familie Stähle: Um den Mexikanern ein wenig deutsche Musikkultur mit auf den Weg zu geben, haben wir "Die Gedanken sind frei" und "Viel Glück und viel Segen" vorgesungen. Dieser Auftritt, der in Deutschland wahrscheinlich mit einem seichten verlegenen, von Fremdschämen geprägten Appläuschen empfangen worden wäre, wurde von den Mex-Männern- und Frauen hardcore gefeiert und es gab tosenden Applaus 😃 Als in danach einen Cha-Cha-Cha mit meiner Mum getanzt habe, wurden wir wieder komplett gefeiert und ich bekam solangsam Starallüren 😂. Das Highlight des Tages war eindeutig der Moment, als nach dem Programm "Bailando" von Enrique Iglesias lief und alle Gäste aufgestanden sind und getanzt haben. So viel Freude und Begeisterung war sehr schön und ein sehr besonderer Moment. Dass ich von den mexikanischen Seniorenkreisen bezüglich Party machen noch so viel lernen kann, hätte ich nicht erwartet. Chapeau 👏 Es war also eine sehr schöne Fete und alle waren begeistert. Eine Freundin von meiner Mum hat bereits eine Whatsappgruppe gegründet, in die alle Gäste die Bilder und Videos reinschicken können, um ein professionelles Aftermovie von der Fiesta zu machen. Nach der Mittagsfiesta sind meine Schwester und ich mit einer Freundin von uns aus Mexiko und ihrem Freund zusammen in eine Disko gegangen, wovon das eine hochgeladene Foto zeugt. Die Diskos hier sind sehr ähnlich wie die Diskos in Deutschland. Sogar die Musik war fast die Gleiche, mit der Ausnahme, dass hier neben der Charts-Musik vor allem mexikanische Musik lief, die außerhalb von Mexiko keiner kennt. Aufgefallen ist mir auch, dass der rhythmische Latino-Beat sogar jeden Jungen dazu bringt seine Hüfte auf der Tanzfläche zu kreisen und kein Junge mit der einen Hand in der Hose und der anderen am Smartphone rumlümmelnd an der Bar sitzt und sich wehement weigert zu tanzen. 😸

Gestern war ein ruhiger Tag. Wir waren vormittags in der Kirche hier und es war ein sehr ungewohntes Gefühl, in einer vollen Kirche zu sitzen. Obwohl es 8 verschiedene Gottesdienste am Sonntag in einer Kirche gibt, sind alle randvoll mit Menschen. Außerdem waren nicht nur ältere Menschen wie in Deutschland in der Kirche, sondern alle Generationen von jung bis alt. Deswegen hat es mir dort gut gefallen. Danach haben wir meinen Opa im Altersheim besucht. Er ist 94 Jahre alt und dement aber dennoch sehr freundlich und höflich. Diese Eigenschaften hat er sich wahrscheinlich behalten, weil er früher Kinderarzt war. Seine Demenz macht sich dann bemerkbar, wenn er meine Mum sieht: Zwar begrüßt er sie mit "mi hija" also "meine Tochter" aber jedes Mal, wenn sie ihm aufs Neue erzählt, dass sie nach Deutschland gezogen ist, ist er sehr verblüfft und überrascht als ob er es zum ersten Mal gehört hätte. Das ist eigentlich schade aber es hat auch etwas Positives undzwar dass er jeden Tag viele Dinge neu erlebt und neu entdeckt. Daher wird es ihm bestimmt nicht langweilig 😌

Morgen fliegen wir nach Los Angeles und beginnen von dort aus unsere Canyontour durch die Nationalparks von Kalifornien, Utah, Nevada und Arizona. Bis dahin ¡Hasta luego! und #staytuned ☺️

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Das bin ich in Karlsruhe beim Shoppen, diese Schuhe habe ich dann übrigens nach langem Überlegen gekauft. Während meiner Reise werde ich auf den ein oder anderen Luxus verzichten müssen. Einer davon: Shoppen! Denn jede neue Hose oder Jacke bedeutet zusätzliches Gewicht in meinem Rucksack. Daher lautet mein Motto beim Rucksack-Packen: So viel wie nötig und so wenig wie möglich. Was ich nicht zwingend brauche, kommt nicht in den Rucksack, um meines Rückens Willen. 

Mein Onkel versuchte mich zu ermuntern, als er sagte: "Es wird eine der besten Erfahrungen, wenn dir allmählich klar wird, wie wenig du zum Leben wirklich brauchst." Hoffen wir mal, dass er Recht behält! :D #staytuned

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