Im Oktober bekam ich einen Brief in der Mail. Ich war schon ganz aufgeregt als ich den Absender las. Es war vom U.S. Department of State. Warum senden sie mir bloß einen Brief? Als ich ihn öffnete, konnte ich mein Glück kaum fassen. Es war eine Einladung zur Civic Education Week in Washington D.C. für alle CBYX Austauschschüler und es ging schon im November los. Eine Woche D.C., unglaublich!

Und dann auch noch kurz nach der Präsidentschaftswahl. Ihr werdet in vielen Fotos sehen, dass das deutlich bemerkbar war!

Also ging es einen Tag nach dem Chicago Trip um 6 Uhr morgens von Kalamazoo nach Washington D.C.. Glücklicherweise hatte ich Gesellschaft, denn Alia, eine weitere CBYX Stipendiatin, hatte exakt den selben Flug. Wir machten super nette Bekanntschaften im Flugzeug. Wieder einmal wurde mir bewusst, wie freundlich und offen Amerikaner doch sind. Außerdem hatten wir das Vergnügen, das Team der Chicago Bulls am Flughafen in Chicago zu treffen.

Am Flughafen in D.C. wurden wir schon von einer großen Gruppe von Stipendiaten/innen erwartet und wurden von dort aus mit einem Shuttle zum Hotel gebracht. Wir bekamen eine kurze Einführung in das ganze Programm und dann wurden wir auf unsere Zimmer verwiesen, um unsere Zimmergenossen kennenzulernen. Ich war gemeinsam mit 3 netten Mädchen auf einem Zimmer und unser Hotelzimmerausblick war einfach schon unfassbar toll.

Den nächsten Morgen ging es früh mit dem Bus los, denn wer etwas erleben und lernen möchte, soll sich dafür viel Zeit nehmen. Über eine lange Brücke ging es ins Herz von Washington D.C.. Als erstes machten wir Halt am Newseum, dort erwartete uns eine Präsentation über die Wahlkampftour, genauer gesagt der Kampf für Stimmen. Es war sehr interessant und wir lernten viel über die verschiedenen Strategien der Kampagnen, um Stimmen zu bekommen.

Danach gingen wir auf die Außenterrasse des Museums, von wo man einen super Ausblick auf das Capitol hatte. Wir machten viele Fotos und genossen die Sicht auf die wunderschönen Gebäude um uns herum.

Außerdem erkundeten wir natürlich auch noch das Museum. Es war so riesig, dass wir gar nicht alles sehen konnten. Das Newseum war wahrscheinlich das beste Museum, in dem ich je gewesen bin. Es hat mir so gut gefallen! Jedes Stockwerk hatte eine andere Ausstellung, doch alles war verbunden mit Politik und Geschichte. Amelie und ich schauten uns den Neuigkeiten - Geschichte Bereich, das 4D Kino, die schockierende Bildergalerie der Ereignisse und Schicksale der letzten Jahre und die Ausstellung von 9/11 an.

Die folgende Bildergalerie war einfach so bewegend und erschreckend für mich! Als ich die Bilder gesehen habe, musste ich wirklich anfangen zu weinen. So viele schreckliche Dinge sind in den letzten Jahren passiert und viele dieser Ereignisse spielen heutzutage noch immer eine große Rolle in unserer Welt.

Vor diesen beiden Bildern stand ich wie erschüttert. Dieses Bild des Momentes nahm mich einfach so mit...

Auch für dieses Bild hatte ich keine Worte und konnte nicht fassen, was für schreckliche Dinge in dieser Welt vorgehen. Ich hoffe ich habe euch keine Angst mit den Bildern gemacht. Diese Bilder waren für mich einfach nur so herzzerreißend und ich hatte das Bedürfnis sie mit euch zu teilen. Ich denke mal, viele würden Bilder, wie diese, vielleicht niemals vors Gesicht bekommen.

Dafür hat mich dieses Bild dann wieder ein wenig aufgemuntert. Meiner Meinung nach, ist dieses Bild von Obama, das Beste und Eindrucksvollste, dass ich je von ihm gesehen habe. Es wurde während seiner Rede in Chicago, die eine Woche bevor er Präsident wurde, stattfand, geschossen. Ich denke immer noch, dass er ein sehr guter Präsident für die Vereinigten Staaten von Amerika war!

Als letztes, haben wir uns die Ausstellung der Terroranschläge vom 11. September 2001 angeschaut. Die Ausstellung war ziemlich bedrückend. Es war ein komisches Gefühl, umzingelt von Schlagzeilen und direkt vor einem Originalteil des World Trade Centers, zu sein. Dieses Originalteil ist auf dem Bild zu sehen. Es ist die obere Abteilung des 360-Fuß-Antennenmasts, der vom Nordturm des World Trade Centers abgebrochen ist, als das Gebäude zusammengebrochen ist. Die Antenne hat den meisten Fernsehsendern in NYC gedient. In dem Moment, kamen mir zwei Gedanken: Trotz dessen, dass nur die USA von diesem Terroranschlag betroffen war, wird die gesamte Welt diesen grausamen Tag nie vergessen! Es war wahrscheinlich der schlimmste Anschlag gegen eine Nation, den die Welt je gesehen hat.

Auf dieser Weltkarte ist zu sehen, in welchen Ländern es sicher ist un in welchen nicht.

Grün - sehr sicher, Gelb - okay, Rot - gefährlich

Anschließend ging es zum Capitol Hill. Wir bestaunten das Capitol von außen und besuchten die Bücherei und den Supreme Court, in dem uns alles Mögliche über das Gebäude und die Funktionen und Aufgaben des Supreme Courts erklärt wurde. Außerdem ging es ins Heart Senate Office Building, in dem sich sehr viele Büros und ein besonderes Colorado Denkmal befanden.

Vorbei am Capitol und den Constitution Gardens ging es an diesem Abend auch noch zum Franklin Delano Roosevelt Memorial und dem United States Air Force Memorial. Das absolute Highlight des Abends war jedoch das Weiße Haus! Leider war es schon sehr dunkel und abgesperrt, dass wir es nur von Weitem sehen konnten. Dennoch, wurde es bestrahlt und es war unglaublich, hier gewesen zu sein. Super spannend war, dass wir dort live Proteste zusehen bekamen. Es war ein Paar, dass Schilder hielt, auf denen "Wir sind immer noch mit ihr!" stand. Mit "ihr" war Hillary Clinton gemeint.

Der nächste Tag startete mit einem excellenten Frühstück und einer Präsentation des U.S. Department of State. Es ging um kulturelle Beziehungen und war super interessant. Ich habe so viel gelernt! Als nächstes machten wir eine Gruppensimulation des U.S. Diplomacy Centers. Die Simulation handelte von einer internationalen Flüchtlingskrise. Dafür wurden wir in verschiedene Gruppen eingeteilt, die verschiedene Aufgaben hatten und Meinungen vertreten sollten. Da das Thema zurzeit sehr aktuell ist, hat es mir sehr gut gefallen, darüber mit anderen Meinungsvertretern zu diskutieren. Am Ende haben wir glücklicherweise auch alle eine sinnvolle Lösung gefunden.

Anschließend verbrachten wir den Vormittag im NMAAHC, dem National Museum of African American History and Culture. Dieses wurde erst frisch, am 24. September 2016 eröffnet. Das Gebäude wurde an der National Mall in Washington errichtet und ist der Kultur und Geschichte der Afroamerikaner gewidmet. An diesem Tag wurde es auch zahlreich von Afroamerikanern besucht und es hat mich so glücklich gemacht, zu sehen wie sie das Museum im Vollem und Ganzem genossen haben. Im Kulturbereich tanzten sie zum Takt ihrer Musik und strahlten einfach nur pure Freude aus. Der Geschichtsteil war dennoch sehr traurig... Es gab auch einen Raum, in den Afroamerikaner reingehen konnten und von ihren Erfahrungen erzählen konnten. Wenn sie wollten, würde es möglicherweise irgendwann im Museum zitiert werden.

Nach der Mittagspause machten wir uns auf dem Weg zum Jefferson Denkmal. Es war wunderschön und von hier aus konnte man auch gut das Washington Monument sehen.

Anschließend ging es zum Lincoln Memorial. Von hier aus hatte man den perfekten Blick auf das Washington Monument. Der Himmel war der Hammer!

Natürlich besuchten wir auch noch das Martin Luther King, Jr. Memorial. Dieses ist definitiv mein Lieblingsdenkmal gewesen! Der große Stein gibt einfach so ein starkes Statement!

Abends machten wir dann noch eine sogenannte "Grassroots Community Engagement Activity". Es ging darum, zu überlegen wie man eine Organisation gründen könnte, die der Community helfen würde. Wir entschieden uns für ein freiwilliges Bildungsprogramm für Flüchtlinge. Letztendlich hielt jede Gruppe eine Präsentation über ihr Programm. Ich muss sagen, wir alle entwickelten sehr realistische Programme.

Den nächsten Morgen war ich schon ganz gespannt auf all das, dass mich an diesem Tag erwarten würde. Es war CAPITOL HILL DAY!!! Wir bekamen die Chance, die U.S. amerikanischen Senatoren und Abgeordneten des Repräsentantenhauses aus unserem Gast-Staat zu treffen und eine echte Konversation mit ihnen zu führen. Wir waren also an dem Tag völlig auf uns alleine gestellt und mussten selbst herausfinden, wie wir pünktlich von einem Termin, in einem der vielen Gebäude auf dem Campus, zum nächsten kamen. Glücklicherweise, waren so viele Austauschschüler aus Michigan, dass die meisten zu den gleichen Terminen mussten. Mein erstes Treffen war mit einem der Angestellten von Fred Upton. Wir konnten viele Fragen über Fred, seinen Job, den Kongress etc. fragen. Außerdem wurden uns auch sehr viele Fragen über das CBYX Programm gefragt und er versicherte uns, dass Fred voll und ganz dahinter steht. Fred Upton vertritt seit 1987 den sechsten Bundeswahlkreis des Bundesstaates Michigan im US-Repräsentantenhaus. Ich wohne in diesem Bundeswahlkreis, der auf Südwest Michigan beruht. Und JA, er ist verwandt mit Kate Upton. Sie ist seine Nichte. 😉 Das ist seine Homepage:http://upton.house.gov Zwischen unseren Treffen hatten wir natürlich auch ein paar Pausen, manche kürzer, manche länger. Das gab uns Zeit, den Capitol Hill ein wenig mehr zu besichtigen. Ich machte mich also mit 3 weiteren Mädchen auf den Weg zum Supreme Court, in dem wir uns nochmals eine Präsentation anhörten. Danach beschlossen wir uns auch noch eine Tour im Inneren des Capitols anzuschauen. Dieses ist wunderschön und ich war ziemlich stolz, als ich Trumps Amtseinführung (Inauguration) sah, und sagen konnte: "Oh, darin bin ich übrigens auch schon herumgelaufen." Anschließend hatten wir noch zwei Senatorentreffen vor uns. Das erste fand am Colorado Denkmal statt, wo sich alle Michiganer für ein Foto mit der Senatorin Debbie Stabenow trafen. Sie ist Politikerin der Demokratischen Partei. Leider kamen wir nicht wirklich dazu, noch mit ihr zu sprechen, da sie sehr beschäftigt war. Das ist ihre Homepage:http://www.stabenow.senate.gov Unser letztes Treffen war mit zwei Angestellten des zweiten Senators von Michigan, der sich Gary Peters nennt. Auch er ist Politiker der Demokratischen Partei. Dies ist seine Homepage:https://www.peters.senate.gov Diese Aktivität am Capitol Hill war mit Abstand das Allerallerbeste unter all den super tollen Dingen, die wir in dieser Woche erlebt haben. Es ist unglaublich, dass uns das alles möglich gemacht wurde und ich kann mich gar nicht genug bedanken! A huge thank you and tons of appreciation go to the US Department of State, das uns diese wundervolle Woche ermöglicht hat.

Die kleinen grauen Steine in dem unteren Teil, auf dem Ronald Wilson Reagan steht, sind von der Berliner Mauer.

Nachdem alle ihre Treffen mit den Senatoren und Abgeordneten des Repräsentantenhauses hinter sich hatten und es auch schon Abend war, ging es für manche nach Wahl in die Nationalgalerie der Kunst oder ins National Air and Space Museum. Ich entschied mich für die Nationalgalerie der Kunst und bekam wunderschöne Bilder vors Gesicht. Ich zeige euch mal meine 3 Lieblinge. :)

Unseren letzten Tag in Washington D.C. verbrachten wir im National Museum of American History. Es war riesig und man bekam so tolle Dinge vor die Augen. Beispielsweise wurde Michelle Obamas Ballkleid für die Amtseinweihung im Jahr 2009, ausgestellt. Das Museum ist wirklich sehenswert!

Die ganze Woche war ein voller Erfolg und musste natürlich auch mit einem Spektakel enden. Es ging für uns zu einem NBA Basketball Spiel der Washington Wizards gegen die New York Knicks im Verizon Center. Als ich herausfand, wir würden das machen, bin ich erstmal voll ausgerastet. Ich LIEBE LIEBE es Basketball zu schauen und wollte schon immer mal zu einem NBA Spiel. Es war ein unfassbar cooles Erlebnis! Wir saßen sogar ganz oben im VIP-Bereich und bekamen ein Buffet. Dieser letzte Abend rundete die ganze Woche noch einmal ab.

Kleiner Fun-Fact: Wir waren sehr geschockt, wie wenig Kleidung die Cheerleader anhatten. 😁

Diese Woche hat mich um einiges verändert. Ich habe so viel fürs Leben gelernt, neue Freunde gefunden und schon vorher bestehende Freundschaften verstärkt. Ich glaube, dass ich noch nie, in einer Woche so viel über Politik und Geschichte gelernt habe, wie ich es in dieser besonderen Woche getan habe. Ich werde dieses Erlebnis nie vergessen und bin mir sicher, dass es eins der besten meines Auslandsjahres war. Ich bedanke mich, bei all den Leuten, die mir das Ganze hier ermöglicht haben. Ich lerne das Verfügen des CBYX/PPP Stipendiums jeden Tag mehr zu schätzen. Hiermit möchte ich auch nochmal ein riesiges Dankeschön an Hubertus Heil aussprechen, ohne den ich diese ganzen Erfahrungen nie hätte machen können! Außerdem danke ich dem Deutschen Bundestag und dem US Congress für die gute Zusammenarbeit und all das, dass uns zur Verfügung gestellt wird. Ich hoffe, dass das CBYX/PPP Programm noch immer in vielen vielen Jahren existieren wird, denn es ist das Beste, was mir je hätte passieren können! 😊

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Halloooo :-) Es gibt immer noch viel Vergangenes zu erzählen!

Am 31. Oktober war Halloween. Die Amerikaner feiern das hier ja ganz groß. Alle verkleiden sich und unternehmen etwas. Ein paar Wochen vorher gehen die Leute schon zu Halloween-Partys und Haunted Houses. Die ersten Bilder sind von einer Halloween-Party zu der meine Gastschwester und ich eingeladen waren.

Kurz vorher machten wir Kürbisschnitzarbeit (Pumpkin Carving). Das ist eine amerikanische Tradition. Außerdem bemalte ich einen Kürbis im Spanisch-Club. Es hat wirklich viel Spaß gemacht und ich war sehr zufrieden mit meinem Kürbis.

Am Montag nach der Schule kamen mehrere zu uns nach Hause, wo wir uns alle fertig machten. Ich trug kein besonderes Outfit, doch Mimi bemalte mein Gesicht ein bisschen. Danach liefen wir in der Nachbarschaft (Texas Heights) herum, klingelten an Türen und riefen "Trick or Treat". Die Häuser waren kreativ geschmückt und wir bekamen eine Menge Süßigkeiten. Ich hatte sehr viel Spaß! :)

Im nächsten Monat stand ein Ausflug des Spanisch-Clubs nach Chicago auf dem Plan! Wir machten uns also von der Mattawan HS mit einem Bus durch Michigan und Indiana auf den Weg nach Chicago. Unser erstes Ziel war das "National Museum of Mexican Art", denn zu dieser Zeit gab es eine ganz besondere Ausstellung zu den "Día de los Muertos". In den USA nennen sie es den "Day of the Dead". Es ist ein mexikanischer Feiertag, an dem sich die Menschen darauf konzentrieren, ihre verstorbenen Familienmitglieder und Freunde zusammenzubringen und ihnen bei ihrer spirituellen Reise zu helfen.

Viele der Kunstwerke waren gestaltet wie ein Grab mit Erinnerungen an die Verstorbenen. Außerdem ist auf einem meiner Bilder ein "Sugar Skull" zu sehen, den man sich in einem kleinen Laden kaufen konnte.

Nachdem unsere Führung im Museum beendet war, machten wir eine kleine Pause mit vielen lustigen Aktivitäten. Eine davon war die Mannequin Challenge. :D Dann ging es mit dem Bus weiter ins mexikanische Viertel von Chicago. Angekommen, bekamen wir eine völlig neue Kultur zu sehen. Wir besuchten mexikanische Läden und Bäckereien, sprachen mit echten Mexikanern und aßen mexikanisches Essen von den Straßenständen. Es hat so viel Spaß gemacht und ich habe viele neue Leute kennengelernt.

Im Anschluss ging es noch zu einem mexikanischen Restaurant in Downtown Chicago und dann hatten wir circa 3 Stunden Freizeit. Es war ein unglaubliches Gefühl zwischen all den Skyscrapern zu stehen. Chicago gehört definitiv zu einer meiner liebsten Städte!

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Ende Oktober hatte meine High School für uns Austauschschüler einen Ausflug zur Western Michigan University in Kalamazoo arrangiert. Die Western Michigan University (WMU) ist eine sehr beliebte Universität und hat viele Möglichkeiten zum Studieren für internationale Schüler. Meine jetzige Gastmama hat an der Universität studiert und es hat ihr sehr gut gefallen. :) Als erstes wurde eine Präsentation gehalten und dann wurde uns in kleinen Gruppen der Campus gezeigt, als auch die Dorms (Häuser, in denen die Studenten schlafen) und das beste Essenparadies, dass ich je gesehen habe, die Cafeteria. Es ist unglaublich, was man alles in einer Universität in den USA machen kann. Von diversen Sportmöglichkeiten, wie Yoga, einem riesigem Sportbereich und Kletterpark, bis hin zu Parks, Restaurants und vielem mehr. Mir hat es dort sehr gefallen, aber von den Studienpreisen will ich gar nicht erst anfangen... Fast jeder Senior hier versucht ein Stipendium zu bekommen.

Übrigens war WMU's Football Team (die Broncos = Pferde) diese Saison so gut! Sie haben es bis zum Cotton Ball in Texas geschafft. Viele Bekannte sind extra nach Texas gereist, um sich das Spiel anzuschauen. Meine Spanisch Lehrerin war auch da, denn sie ist die Trainerin des Tanzteams und sie meinte es war sehr cool.

 Sportbereich 
 Dorms
 Campus
Wir konnten sogar eine Vorlesung besuchen.
Cafeteria
Go Broncos!!!

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Die Upper Peninsula hat einfach eine wunderschöne Natur zu bieten. So viel frische Luft, wie an diesem Wochenende, habe ich wohl schon lange nicht bekommen. Wir haben uns also als nächstes auf den Weg zu den Tahquamenon Falls gemacht. Fragt mich nicht, wie man das ausspricht, ich glaube ich werde es nie lernen :D

Als erstes spazierten wir durch einen langen Wald, denn die Tahquamenon Falls sind ganz von Bäumen umgeben. Man konnte die Wasserfälle schon von Weitem hören und ein wenig durch die Blätter der Bäume sehen. Es gibt die oberen und unteren Wasserfälle. Im Sommer kann man sogar in den unteren plantschen. Da zu unserer Zeit aber gerade Herbst war, sind wir auf die Aussichtsplattform gegangen, die sich direkt neben den Wasserfällen befindet und sie auch ein wenig überdeckt. Man steht also sozusagen auf ihnen. Es war einfach nur wunderschön.

Am letzten Tag haben wir auch noch Sault Ste. Marie besucht. Sault Ste. Marie ist eine der beliebtesten Urlaubsziele auf Michigan's oberer Halbinsel, da es eine überraschend vielfältige Hafengemeinde ist. Man sagt: There is always something to do in "The Soo". Wir waren dort um die weltberühmten Soo Locks zu sehen. Die Soo Locks sind Schleusenanlagen am Fluss Saint Marys River bei Sault Ste. Marie an der Grenze zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten. Dieses Mal war ich sogar noch näher an Kanada, man konnte die ganzen Wälder sehen und die lange Brücke, die nach Kanada führt.

Fast überall ist auch etwas Deutsches, ob Menschen, Essen oder andere Dinge. Ich finde so oft, deutsche Sachen. Hier war es der Name des Ladens "Das Gift Haus".

An den Schleusenanlagen angekommen, hatten wir ziemliches Glück, dass gerade ein Schiff hereingefahren kam. Der ganze Prozess dauert wirklich lange, aber ich muss zugeben, ich fand es echt ganz spannend.

Danach sind wir dann noch ein bisschen durch Sault Ste. Marie spaziert und ein Stopp in einem Fudgeladen war natürlich auch noch drin. Man konnte zuschauen, wie der Fudge gemacht wird.

Am Abend ging es zurück nach St. Ignace. Hier war ich das erste Mal essen in einem richten Drive-In. Das Unternehmen nennt sich Clyde's. Super Burger!

Am nächsten Tag machten wir uns dann auf den Heimweg. Doch vorher gingen wir nochmal schnell an den Strand vor der Mackinac Brücke um ein paar Bilder zu machen. Es war ein toller, sonniger Tag! Außerdem stoppten wir auf dem Heimweg auch noch in Petoskey an einem Campingplatz und suchten am Wasser nach Petoskey-Steine. Sie sind normalerweise sehr schwer zu finden, da man das Muster nur erkennen kann, wenn sie nass sind. Dennoch haben wir ein paar gefunden. :) Der Ausflug hat sich einfach vollkommen gelohnt!

NOW PETOSKEY!!!!!!!!

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Je näher wir dem Norden Michigans kamen, desto schöner wurde die Landschaft. Im Monat Oktober kommt der Herbst am besten zum Vorschein. Es war die Peak Color Season. Die Blätter verfärben sich und beginnen herunter zu fallen. Man sieht weite Flächen voller Wälder, in denen die Farben grün, gelb und rot verschmelzen. Es ist einfach wunderschön!

Später näherten wir uns dann Mackinaw City. Im Auto konnte man von Weitem schon die Mackinac Brücke sehen und wenn man einen bestimmten Radiosender angeschaltet hat, wurde einem die Geschichte der Brücke erzählt. Die Mackinac Bridge wird auch Mighty Mac oder Big Mac genannt. Mit einer Länge von acht Kilometern ist sie zur Zeit die dritt längste Hängebrücke der Welt. Es ist außerdem eine vierspurige Straßenbrücke, die die Interstate 75 über die Mackinacstraße führt. Sie ist natürlich auch nicht ganz ungefährlich. Es gab schon Vorfälle, bei denen Autos ins Wasser gefallen sind. Während des Winters wird sie oft geschlossen, da es zu windig und glatt ist. Das bedeutet, man hat keine Möglichkeit auf die obere Halbinsel zu kommen oder sie zu verlassen, was ziemlich schlecht für die Leute, die dort leben, ist.

Wenn man schon Up North ist, muss man natürlich auch an den Punkt Michigans fahren, von dem aus man Kanada sehen kann. Also haben wir uns den nächsten Tag auf den Weg zum Whitefish Point gemacht. Einer der nördlichsten Punkte Michigans. Kanada und Michigan sind hier nur durch den Lake Superior getrennt.

Er ist bekannt für das "Great Lakes Shipwreck Museum", die Lake Superior Küstenlinie und dem Whitefish Point Leuchtturm. Außerdem ist er eine der gefährlichsten Schifffahrtsgebiete in den Großen Seen. Im Whitefish Point Gebiet sind mehr Schiffe gesunken, als in jedem anderen Teil des Lake Superior.

Entlang des langen Sandstrandes könnte ich stundenlang spazieren gehen. Der Strand ist pure Natur.. Es liegen Baumstämme am Boden und das Wasser spült Kiesel an die Küste. Das Wasser ist dazu auch noch super klar.

Mein absolutes Highlight war, dass ich vin hier aus Kanada sehen konnte.

​Ich kann nur sagen: Michigans Küste ist traumhaft! 

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Der 14. Oktober war ein Half Day an meiner High School. Das bedeutet, dass wir für jedes Fach nur 30 Minuten Unterricht hatten. Gleich nach der Schule wurde sich auf den Weg Up North gemacht. Unser Ziel war Mackinaw City. Es ist ein kleiner Ort, der sich an der Landspitze der unteren Halbinsel von Michigan, entlang dem südlichen Ufer der Meerenge von Mackinac befindet. Über der Meerenge liegt die obere Halbinsel des Staates. Diese beiden Landmassen sind durch die Mackinac Brücke miteinander verbunden, die von Mackinaw City nördlich bis St. Ignace läuft. Von Kalamazoo nach Mackinaw City sind es um die 4 Stunden und 20 Minuten.

Bevor wir Mackinaw City aber erreicht hatten, haben wir einen kurzen Stopp in Petoskey gemacht. Dieser Ort ist bekannt für die wunderschönen Petoskey Steine.

Doch wir haben aufgrund etwas anderem dort angehalten. FUDGE!!! Michigan hat den besten Fudge ever! Fudge ist eine Süßwarenart, die durch Mischen von Zucker, Butter und Milch hergestellt wird. Es hat eine glatte, cremige Konsistenz und erinnert mich an Karamellbonbons. Früchte, Nüsse, Karamell und andere Aromen werden manchmal untergemischt oder oben drüber gestreut. Meine absoluten Lieblinge sind die Sorten, Turtle und Sea Salt Caramel. Wir haben eine Führung durch die Fabrik des Fudge Ladens, Namens Kilwins bekommen und konnten einige Sorten des Fudges probieren. Kurz vor Halloween gab es natürlich auch lauter andere coole Süßigkeiten im Halloween Special.

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Hallo meine Lieben,

es tut mir wirklich leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Es ist viel passiert. Zum einen habe ich kurz vor den Feiertagen meine Gastfamilie gewechselt. Glücklicherweise konnte ich aber an meiner High School bleiben, da sehr schnell eine neue Familie gefunden wurde. Nun bin ich schon circa einen Monat hier und habe mich schnell eingelebt. Ich kann mich wirklich glücklich schätzen, mit dieser Familie und freue mich schon, euch mehr von ihnen und meinem Leben hier zu berichten! Ihr habt viel verpasst, doch das wird nun alles wieder nachgeholt. In den nächsten Tagen/Wochen kommen wieder regelmäßig Posts rundum mein Auslandsjahr in Michigan, USA. Seid gespannt und lasst euch überraschen.

Eure Annalena 😊

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Lassen wir uns Homecoming mal von Wikipedia definieren: Homecoming ist eine jährliche Tradition an einigen Universitäten, High Schools und Colleges in den USA. Bei diesem festlichen Anlass wird üblicherweise Ende September oder Anfang Oktober zu Ehren ehemaliger Schüler und Universitätsangehöriger ein Bankett oder ein Football-, Basketball- oder Eishockeyspiel oder Ähnliches ausgerichtet. Oft wird auch eine Parade durch die Straßen der Stadt abgehalten oder ein Ball veranstaltet, als dessen Höhepunkt eine Homecoming Queen, eine Ballkönigin (und oft auch ein Homecoming King) gekrönt wird, sei es aufgrund von Beliebtheit, Schönheit oder Verdiensten um die Schule bzw. Hochschule.

Im Großen und Ganzen sah genau so mein Homecoming am Freitag, den 7. Oktober aus. Ist schon eine Weile her, aber ich habe einfach das Gefühl die Zeit hier rennt wie verrückt.

Eigentlich startete das ganze Spektakel schon an dem vorherigen Montag. Es waren die Homecoming Spirit Days, bedeutet man hat normal Unterricht, aber die Schüler verkleiden sich jeden Tag zu einem unterschiedlichen Motto. Hier ist ein Foto der Liste für die gesamte Woche:

Während diesen unglaublich aufregenden Tagen, konnte ich den schon lange vorher auffälligen School Spirit, noch viel intensiver spüren. Viele Schüler hatten ihre Kostüme schon Wochen vorher geplant und ich war einfach jeden Tag gespannt, als was ich sie denn heute sehe. Ebenso die Lehrer haben sich verkleidet und haben die Pausen gerockt. Meine US History Lehrerin hat auf dem Gang Workouts in ihrem Retro-Trainingsanzug gemacht. Ich kann nun bestätigen, dass Amerikaner wirklich crazy sind! :D

Pajama-Day mit Mimi, meiner Freundin aus Japan :)

Ich konnte nicht wirklich mit den ganzen Leuten hier mithalten, doch habe mir am Hippie Tag ein Outfit zusammengestellt. Hippie Day hat mir auch am besten gefallen!

Besonders an dieser Woche waren auch die Lunches. Am Karriere-Tag haben drei Mädchen vorgesungen und am Hippie-Tag gab es für jeden einen kostenlosen Eisbecher. (kann schon sein, dass mir deswegen der Hippie-Tag am besten gefallen hat ) Meine Freundinnen vom Lunchtisch und ich haben sich aber einfach so viel geholt wie wir Lust hatten, so dass wir am Ende die Becher in die Höhe stapeln konnten. Es war unser Lieblingslunch und ich weiß jetzt schon, dass ich die Lunches mit den Mädels vermissen werde.

Meine Freundin Yamiah wollte einmal in ihrem Leben Reisfarmerin sein. Love her <3

Angekommen am sehnsüchtig erwarteten Homecoming Day, war das Blue & Gold Motto. Das sind unsere Schulfarben! An diesem Tag hat wirklich jeder Schüler mitgemacht.

Homecoming, war absolut einer meiner besten Schultage. Natürlich hatten wir wieder normalen Unterricht, aber die Lehrer waren viel lockerer als sonst. Schüler gestalteten während dem Unterricht Plakate für das später stattfindende Homecoming-Football-Game. Ein kleiner Unterschied war nur, dass die Klassen kürzer waren und wir so eine voll Stunde Lunch hatten. Es wurden draußen vor der Schule Burger gebraten und die Band von meiner Freundin spielte ihre Rocksongs. Das Wetter war glücklicherweise ziemlich gut und so konnte ich es noch viel mehr genießen.

Nach den letzten beiden Unterrichtsstunden war dann die sogenannte Pep Rally in der Turnhalle der High School. Alle Schüler versammelten sich und von den Seniors wurden kleine Spiele organisiert. Außerdem hat das Schulorchester vorgespielt und die Varsity Cheerleader haben ihre Performance aufgeführt. Ich habe mit dem JV Team am Rand vor den Schülern gecheert.

Danach ging es ganz kurz erstmal nachhause und wenig später in der Cheer-Uniform wieder zurück zur High School. Die Parade stand an. Wir Cheerleader haben vorher von unseren Coaches noch Pizza und Cupcakes zur Stärkung bekommen und dann ging es ab auf die Trucks. Ein paar haben hinten auf den Trucks gecheert und die anderen sind nebenhergelaufen und haben Süßigkeiten zu den kleinen Kindern geworfen, die mit ihren Familien am Rand der Straße sehnsüchtig gewartet haben. Die Parade ging von unserer High School durch Mattawan bis zum Footballfeld.

Angekommen am Footballfeld waren schon alle bereit für das Footballspiel. Doch vorher gab es noch eine spektakuläre Vorführung des Orchesters und aller Chöre. Ich bin so froh, dass ich auch daran teilnehmen konnte. Zusammen haben wir die Nationalhymne vor dem gesamten Publikum gesungen. Ich war diesen Abend sehr überwältigt, denn dann sollten wir auch noch bis zur Halbzeit cheeren. Doch all dies werde ich nie vergessen! Es hat mir so viel Spaß gemacht! Nach der Halbzeit haben Anna und ich uns erstmal in bequemere Sachen umgezogen und konnten in der zweiten Hälfte des Spiels, unser Team im Schülerblock anfeuern. Überraschenderweise haben wir das Homecomingspiel gewonnen, obwohl das Team die Spiele zuvor meist verloren hat. Ein Grund für die Schüler richtig abzugehen! Es wurde Mehl über den ganzen Schülerblock geworfen und ein paar Jungs sind mit Schulfahnen auf dem Track entlang gerannt. Zum Ende des Spiels sind wir alle aufs Feld gerannt und haben das Team gefeiert.

Anschließend sind die meisten zum Tanz gegangen. Dieser ist an meiner High School nicht so besonders, wie an anderen High Schools. Niemand hat sich richtig herausgeputzt, da alle noch die Sachen vom Footballspiel trugen. Also nicht so formell in Kleidern, wie man es kennt. Ein bisschen schade, hat aber trotzdem sehr viel Spaß gemacht. Ich muss noch mein peinliches Erlebnis mit euch teilen. Ein paar Schüler haben einen Jungen über ihren Köpfen über die gesamte Menge immer weitergegeben und plötzlich war nur ich da, umgeben von all den Schülern. Leider hatte ich nicht die Kraft ihn alleine zu tragen, sodass er volle Kanne auf mich drauf gefallen ist. Ich konnte drüber lachen und hab mir nicht weh getan. Also alles gut :D

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US-amerikanische High Schools sind für ihre vielen Aktivitäten nach dem Schulunterricht bekannt. Zum einen sind das zahlreiche Sportarten, aber auch Clubs, Schulorganisationen, verschiede Bands und Chöre. Es ist üblich, dass diese direkt nach dem regulären Unterricht stattfinden. Doch manche Sportarten werden auch erst später nachmittags angeboten.

Die Sportarten sind für das gesamte Schuljahr in 3 Abschnitte aufgeteilt. Fall Sports, Winter Sports und Spring Sports. Die Fall Sports an meiner High School sind jetzt leider schon vorbei. Folgende Sportarten wurden angeboten: Cross Country, Football, Fußball, Tennis, Sideline Cheer - Cheerleading für die Footballspiele, Volleyball, Golf und Schwimmen.

Ich habe Sideline Cheer gemacht und das war absolut die beste Entscheidung. Es hat mir so viel Spaß gemacht! Cheerleading fordert Zusammenhalt und Teamfähigkeit. Ganz besonders, wenn man Stunts macht. Ich war eine Base, habe also den Flyer gestützt und in die Luft gebracht. Mein Team war einfach toll. Die Mädels sind wie eine neue Familie.

Wir haben drei verschiede Cheer Teams, Middle School, JV ( Junior Varsity) und Varsity. Ich durfte für das JV Team cheeren. Zusammen mit allen Teams haben wir an der Cheer Clinic teilgenommen, bei der wir kleinen Kindern aus dem Kindergarten und der Elementary School ein paar Performances beigebracht haben. Beim darauffolgenden Game haben die Kinder mit dem Varsity Team gecheert. Training war dienstags und mittwochs für 2 Stunden und am Donnerstag hatten wir für gewöhnlich ein Game, bei dem wir cheeren mussten. Gutes Wetter sollten wir leider nicht haben, denn es hat jedes Mal angefangen zu regnen. Doch auch in dem Regen und der Kälte hatten wir eine Menge Spaß.

sad :( / happy :)

Ich weiß noch wie ich beim ersten Game cheeren musste und nur 2 Performances wusste von 20 oder sogar mehr. Die Leute dachten sich wahrscheinlich, oh Gott, wie kann sie je Cheerleaderin geworden sein. Ich konnte nur über mich selber lachen, ich war echt schlecht. Mit der Zeit, habe ich aber schnell immer mehr dazu gelernt. Außerdem haben die Mädels einfach mit mir mitgelacht, wenn ich nicht wusste was ich machen soll. Meine Gastmutter und meine Gastschwester sind auch zu all meinen Games gekommen und haben mich angeschaut.

Es war ein super cooles Gefühl, auf dem Track vor all den Leuten zu stehen und unser Team anzufeuern. Das werde ich nie vergessen!

Ich habe mich außerdem schon entschieden, was ich als Winter-Sportart machen möchte und trainiere auch schon. Ich muss nur noch die TryOuts meistern und dann werde ich es euch verraten!

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Nun gehe ich schon knapp 1 1/5 Monate auf eine amerikanische High School! Unglaublich!

Ich bin in der Class of 2017! SEEEEEENIOR! Das bedeutet ich werde alle besonderen Events, wie die Graduation, den Prom-Ball, die Senior-Week und den Senior-Trip miterleben!

Meine erste Schulwoche war unfassbar erfahrungsreich, aber auch der größte Kulturschock, den ich bisher hatte. Ich habe nicht erwartet, dass die High School sich wirklich so stark von meiner deutschen Schule unterscheidet. In diesem Blogpost möchte ich euch einige Unterschiede und meine Erfahrungen näher erläutern.

Ich gehe auf die Mattawan High School im Mattawan Consolidated Schools District. Das bedeutet ganz einfach, dass sich alle Schulen (Early Elementary, Later Elementary, Middle School und High School) auf dem selben Distrikt befinden. Somit ist es nur ein Fußmarsch, von einer Schule zur nächsten. Auf dem Distrikt befinden sich außerdem noch ein Footballfeld, ein Soccerfeld, ein Baseballfeld, zwei Tennisplätze und drei riesen-große Parking lots. In der High School gibt es noch eine große Turnhalle, eine Bibliothek, ein Writing Center und und und...

Mattawan HS ist nicht so groß, wie ich gedacht habe. Es ist aber trotzdem stets größer als meine Schule in Deutschland und ich fühle mich wirklich wie im Film "High School Musical". Es ist toll, den typischen amerikanischen Schulalltag hautnah mitzuerleben. Anfangs war es nicht einfach Kontakte zu knüpfen. Ich dachte, die Leute würden mehr auf einen zu kommen, weil man neu und unbekannt ist. Sie sind aber einfach schon in ihren festen Cliquen und es fällt gar nicht auf, dass man ein Austauschschüler ist. Ich versuche offen auf die Leute zuzugehen und habe nun auch schon einige tolle Freunde gefunden.

Am Morgen hält der gelbe Schulbus direkt vor unserer Haustür. Wir fahren circa 30 Minuten durch Wälder bis zur Schule. Der Unterricht beginnt um 7:45 AM und endet um 2:40 PM. Jede Unterrichtsstunde geht eine volle Stunde lang. Dazwischen hat man 5 Minuten Zeit, um aufs Klo oder zum Schließfach zu gehen und von einem Klassenraum zum nächsten zu wechseln. Denn jedes Fach wird in einem anderen Klassenraum mit ganz anderen Schülern unterrichtet. Ich persönlich finde das ziemlich gut, da man so immer mehr Leute kennenlernen kann. Das bedeutet, die Lehrer bleiben den ganzen Tag in ihren jeweiligen Räumen und haben für jede Klasse exakt den selben Unterrichtsstoff. Ebenfalls der Unterricht verläuft ganz anders. Die mündliche Note spielt fast gar keine Rolle, denn die Zeugnisnote wird nur aus den schriftlichen Noten berechnet. Hierfür sammeln die Lehrer alle bearbeiteten Unterrichtsaufgaben und Hausaufgaben ein und benoten sie anschließend. Wöchentlich werden auch kleine Quiz geschrieben, die meist aus Multiple Choice Aufgaben bestehen. Den ein oder anderen Tag kommt es auch zu den sogenannten "pop quiz". Das sind kleine Quiz, die nicht vorher angesagt werden. Außerdem wird nach jeder Abwicklung eines Themas ein Test durchgeführt. Das Ganze führt dazu, dass man häufiger lernen muss, allerdings nicht so viel, wie für Klausuren in Deutschland. Wenn man dann mal ein "F" ("failed") bekommt, kann man den Test in diesem Fall meist auch wiederholen. Das nennt sich dann "Retakes".

Ein wesentlicher Unterschied ist auch, dass Technologie hier eine ganz große Rolle in der Schule spielt. Jeder Schüler hat einen Google Classroom Account, indem man sich in seine Klassen einloggt. Man kann auf den Kalender der verschiedenen Klassen zugreifen und ist immer auf dem Laufenden. Außerdem posten die Lehrer Aufgaben, die man dann, nach Bearbeitung, online abgeben muss. Ich persönlich war anfangs nicht so ein großer Fan davon. Es hat Vorteile und Nachteile. Langsam ist es nicht mehr so umständlich und ich habe mich mehr und mehr dran gewöhnt. Eigentlich herrscht hier auch ein Handy-Verbot, aber niemand hält sich daran. Alle sind ständig an ihren Handys. Genauso sieht es es mit dem Dress Code aus. Die meisten tragen einfach bauchfreie Shirts und Shorts. Des Weiteren gibt es ein Portal, das sich "Infinite Campus" nennt. Hier werden alle Noten gepostet und auch die Eltern, also meine Gasteltern können darauf zugreifen.  

Sicherheit steht natürlich an höchster Stelle. Meine Schule wurde kurz vor Schulbeginn neu restauriert und es gibt ein neues Sicherheitssystem. Jeder Schüler hat eine ID-Card, mit der man in die Schule kommt. Um während dem Unterricht auf die Toilette zu gehen, muss man den Lehrer um einen Pass fragen. Wenn man dann wieder da ist, gibt man ihn wieder ab.

Mein derzeitiger Stundenplan für dieses Semester sieht so aus:

1st hour: US History & Geographie ( Das ist mein zweit liebstes Fach! Wir schauen jeden Morgen die CNN Student News und Schüler berichten kurz über "Current Events". Es ist sehr interessant und man lernt nicht nur über die USA, sondern über Aktuelles auf der ganzen Welt. )

Jeder Lehrer gestaltet seinen Klassenraum nach seinen Belieben. Das ist der Raum meiner US History & Geography Lehrerin. Ich liebe es & ratet mal wer rechts unter der Deutschlandflagge sitzt? Meee :)

2nd hour: Digital Media & Communication ( Fun! Hier geht es hauptsächlich um Fotografie, Videoclips und die anschließende Bearbeitung. )

3rd hour: Introduction to Health & Wellness ( Bisher ging es um allerlei Krankheiten, Heilmittel und verschiedene Ärzte. )

4th hour: Concert Choir ( Chor habe ich größtenteils gewählt, weil ich dachte, dass ich dort schnell Freunde finden werde und es etwas ganz anderes ist, als in Deutschland. Und das ist auch der Fall, es macht richtig Spaß! Wir haben auch ein paar Schüler in der Klasse, die am Down-Syndrom leiden und es macht mich immer wieder glücklich zu sehen, wie toll sie integriert werden und einfach Spaß haben.

LUNCH Hour ( Sowieso die beste Zeit! Leider geht es nur 30 Minuten lang... Ich habe schon einen tollen Freundeskreis, mit dem ich währenddessen zusammen sitze. Meist nehme ich kaltes Essen von zuhause mit und manchmal kaufe ich mir auch eine Kleinigkeit. Es gibt eine große Auswahl an Pizza, Sandwiches, Salat, Nachos, Mac&Cheese und vieles mehr.

5th hour: English 12 ( Es ist eine Senior-Klasse. Die Schüler werden auf´s College vorbereitet mit dem Fokus auf Essays und Speeches. Auch wenn es sehr hart für mich ist, denke ich, dass ich davon sehr viel lernen kann. )

6th hour: Honors Spanish 3 ( Das ist meine absolute Lieblingsklasse! Meine Lehrerin spricht fließend Spanisch und meine Mitschüler sind soso lieb. Der amerikanische Akzent ist richtig lustig. Ich bin dazu noch im Spanish Club. Wir werden bald zusammen Kürbisse bemalen und ein Trip nach Chicago ins mexikanische Viertel steht auch an. Darauf freue ich mich schon so sehr! )

Zum amerikanischen High School Spirit gehören natürlich auch die abendlichen Footballspiele der Schulmannschaften! Das ist immer eine Menge Spaß!

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