Bali, Indonesien: Nach gut 6 Monaten treffen wir auf Katjas Eltern, um mit ihnen die letzten drei Wochen zu verbringen. Was für eine Wiedersehensfreude!!! Natürlich verbringen wir die ersten zwei Tage erstmal mit reden, reden und reden. Zwischendrin wird gebadet, gut gegessen und ein wenig spaziert. Und es wird ein Plan für die nächsten Tage entworfen, auf der to-do-Liste steht so einiges. Als erstes besuchen wir die Schildkröten Rettungsstation und entlassen Babyschildkröten in die Freiheit, viel schöner kann ein gemeinsamer Urlaub nicht beginnen :)

Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit trauen sich Katjas Eltern, trotz des extremen Verkehrs, auf einen Roller und wir erkunden die nähere Umgebung. Tempel, Märkte, Strände stehen auf dem Programm. Nebenbei einheimisches Essen probieren, abends den mitgebrachten Wein verspeisen und Karten spielen. Auch wenn Chris sich beim Kampf mit den Wellen die Schulter ausgekugelt hat (sprang von selbst wieder rein), haben wir eine wundervolle Zeit.

Dann der erste große Ausflug, ab nach Gilli Air! Das Speedboat machte seinem Namen alle Ehren, was viele andere Mitfahrer und deren Mägen zu viel wurde, wir nehmen es mit Humor und sind begeistert von der entspannten Atmosphäre auf der kleinen Insel. Hiesige Hauptattraktion: Schnorcheln. Wir mieten uns ein Boot und haben wunderbare Guides, die Katja den Traum erfüllen mit Wasserschildkröten zu schwimmen. Einfach magisch diese anmutigen Geschöpfe frei schimmend zu erleben. Wir sind alle verzückt und dankbar!

Zurück auf Bali gab es keine Pause. Wir mieteten uns ein Auto und Chris brachte uns sicher, dank der monatelangen geübten Fahrkunst, bequem zu allerlei Sehenwürdigkeiten, wie den Wassertempel, den Vulkanen, wundervollen Reisfeldern, einer balinesischen Tanzshow in Ubud, den Königsgräbern Gunung Kawi, wundervollen Stränden und und und.... Abends fallen wir alle erschöpft, aber zufrieden ins Bett.

Ein weiterer Bootstrip führt uns auf die Insel Lembongan, erneut hauptsächlich zum Schnorcheln. Diesemal können wir es sogar ein wenig Festhalten dank Bodos neuer Unterwasserkamera. Highlight des Tages: rieesige Mantarochen zum Greifen nah!

Die letzten zwei Tage lassen wir es dann ruhig angehen. Wir genießen die hohen Wellen Kutas und bruzeln in der Sonne. Sogar auf ein Surfbrett trauen wir uns, wenn auch nur im liegen ;) Zum Sonnenuntergang ein Bier am Strand. Könnte es doch immer so sein.


Doch morgen verlassen wir Bali und fliegen nach  Bangkok. Dort haben wir noch 4 Nächte bevor wir Mittwoch in den Flieger nach Deutschland steigen.
An dieser Stelle ein großes Lob und ein noch größeres Danke an die lieben Eltern/Schwiegereltern in Spee. Ihr habt jeden Blödsinn mitgemacht, habt uns vertraut und seid uns ins Abenteuer gefolgt. Ihr habt nie gezögert, egal wie müde ihr abends ins Bett gefallen seid. Es hat einfach Spaß gemacht euch ein Stück unserer Welt der letzten Monate zu zeigen und auch eure Beigeisterung und manchmal auch Verwunderung mitzuerleben.

Wir werden unsere letzten drei Tage in Bangkok ruhig angehen und uns ein wenig Zeit zum Abschied nehmen.
Heißt: Dies ist unser letzter Eintrag für das Abenteuer Südostasien. Wir freuen uns auf zu Hause und sind dennoch etwas wehmütig, auch wenn zu Hause neue Projekte und Abenteuer warten.
Wir danken allen die uns begleitet und unterstützt haben. Eure Nachrichten, Kommentare und Anrufe haben uns beflügelt, getröstet und in schweren Momenten unterstützt. Der Blog wurde von soviel mehr Leuten gelesen, als wir erwartet hatten und wir freuen uns, dass er euch gefallen und manchmal zum träumen gebracht hat. Vielleicht gibt es ja irgendwann eine Fortsetzung und für uns geht es dann auf in ein neues Abenteuer!
Katja & Chris

Likes

Comments

Hanoi: Nach 6 Stunden Aufenthalt in Bangkok und einen privat Tranfer Service kommen wir in Hanoi an. Grundsätzlich haben wir uns für Vietnam vorgenommen alles etwas ruhiger anzugehen, nicht so schnell die Städte zu wechseln.
Im strömenden Regen und mitten in der Nacht erreichen wir das Hotel. Nach einem guten Frühstück lassen wir uns von dem Regen nicht die Laune verderben, bestücken Katja mit einem pinken Regenschirm (nachdem die Regenjacke undicht war) und erkunden die Stadt.
Hanoi ist unfassbar wuselig, überall kleine Gassen und unberechenbare Rollerfahrer, die lieber hupen als bremsen. Überall findet man kleine Tempel, die eindeutige chinesische Einflüsse haben. Auch findet man überall das Nationalgetränk Bia Hoi. Täglich frischgebrautes Bier für 0,11, Chris ist deutlich erfreut! Das Essen ist dezenter als im übrigen Asien und wir testen gleich die Nationalgerichte: Pho Bo (Frühstückssuppe mit Rind) und Reispfannkuchen (gefülltes Omlett mit Grünzeug in Reispapier). Abends besuchen wir noch ein traditionelles Wasserpuppentheater.
Unser erster Eindruck von Vietnam ist super :) Hanoi ist trotz seiner Geschäftigkeit irgendwie muggelig!

Cat Ba: Nach anfänglicher Sorge, da die Halong Bucht ja so Touri-Überlaufen sein soll, hatten wir eine großartige Zeit in dieser Gegend. Wir sind einfach auf eine Insel gefahren, die etwas abseits liegt und haben von dort eine Tagestour gebucht. Es war traumhaft. Zu zehnt bestiegen wir das kleine Boot und tuckerten durch die Karstfelsen und schwimmenden Dörfer. Wir hielten um ins Kajak umzusteigen und zu baden, dazu noch wundervoller Sonnenschein.
Den zweiten Tag verbrachten wir auf einem Roller, besuchten die "Krankenhaus"-Höhle, die Schutz zu Zeiten des Vietnamkrieges bot, einem Aussichtspunkt und faulenzten am Strand.

Ninh Binh: Umgeben von wundervoller Landschaft starten wir unsere Roller-Erkundungstour. Wir sind verliebt in die Karstgebierge und Reisfelder. Erneut begeben wir uns auf eine Bootstour, diesmal wird von Fuß gepadelt. Wir besuchen noch ein paar Tempel und Höhlen, genießen einfach den schönen Ausblick.
Über Nacht testen wir zum ersten Mal den "Sleeping" Bus und ergattern ganz hinten einen Platz, wo selbst Chris genug Beinfreiheit hat.

Son Trach: Ist bekannt für seine riesigen Höhlenkomplexe. Es soll hier die größte Höhle der Welt geben, doch man müsste einen mehrtägigen Trip für über 1000€ buchen. Wir haben uns mit der 7km langen Paradishöhle begnügt :) Nach einem schweißtreibenden Aufstieg zum Eingang und Abstieg in die Höhle sind wir mal wieder fasziniert. Wir lassen uns Zeit, damit die großen Tourigruppen an uns vorbeiziehen und dürfen die Höhle kurz auch ganz allein genießen. Wir cruisen gemütlich im Nationalpark umher und Katja freut sich über ihre liebgewonnenen Wasserbüffel.

Hue: Wir besuchen die ehemahilge Kaiserstadt. Dieser Ort wurde damals gewählt um den Norden und den Süden Vietnams zu vereinen und ist das Wahrzeichen für Einigkeit und Frieden. Schön zum spazieren, mehr aber auch nicht ;)
Und dann passiert es: Nach 6 Monaten Rollerfahren in Asien, schafft es eine Ziege uns zum "Beinahe-Stürzen" zu bringen. Der Kickstarter landet dabei leider in Katjas Bein, welches daraufhin mit 5 Stichen ohne Betäubung genäht werden musste. Danke an alle netten Einheimischen, die sofort zur Stelle waren und uns versorgt haben! Nun hieß es: Langsam, langsam (können alle Vietnamesen auf deutsch) und NICHT baden :(
Kopf hoch, Krone richten und weiter gehts!

Hoi An: Die Touristen-Hochburg! Macht uns so gar nichts aus, solange man nicht direkt in der Altstadt ist, hat sie nämlich verdammt viel Charme und ist ein super Ausgangspunkt für Tagesausflüge. Wir bleiben hier die letzten 7 Nächte. Katja braucht etwas Schonfrist und die Sonne brennt unerbitterlich, sodass wir gern mittags für ein paar Stunden in der Klimaanlage abtauchen.
Die Altstadt ist voller Lampinons und Schneidereinen. Allabendlich werden Lampinons auf dem Fluss schwimmen gelassen und die Stadt verfällt in eine träge Romantik. Wir können es uns einfach nicht verkneifen und lassen uns tatsächlich etwas auf Maß schneidern.
Im Umfeld besuchen wir My Son, eine alte Ruienstadt im Zeitalter von Anchor in Kambodscha, fahren mal wieder Boot und Roller, besuchen Aussichtspunkte und Tempel. Wir haben sogar schon ein Stammlokal mit Bia Hoi und dem besten Bananen-Blüten-Salat.

Wir sind froh, dass wir Vietnam noch besucht haben und einen kleinen Einblick ins Land gewonnen haben. Es ist schön, wuselig und voller Touristen, dass jedoch auch zu Recht. Landschaftlich hat es uns voll mitgenommen und wir haben nur die Mitte des Landes gesehen. Absolut empfehlenswert. Auch da es sich kuturell nochmal von den anderen Ländern Südostasiens durch einen hohen chinesischen Einfluss abhebt.

Es erfasst uns eine leichte Melancholie. Wir haben jetzt noch gute drei Wochen, dann ist das Abenteuer Asien vorbei. Doch daheim wartet auch soviel auf uns, auf das wir uns freuen. Und dann sehen wir übermorgen schon Katja Eltern auf Bali :) !!! Es ist ein reinstes Gefühlschaos.

  • Vietnam

Likes

Comments

Phuket: Nach einer langen Reise kommen wir in Phuket an und sind erschlagen von der Größe und dem Ausmaß an Tourismus hier. Wir sind quasi im Epi-Zentrum, am Party-Beach! Doch die Halbinsel ist zum Glück groß und es gibt hier große Roller zu mieten :) Wir machen uns also auf und erkunden andere Strände, Phuket-Stadt, ein paar Buddha-Statuen und den Nachtmarkt.
Und dann passierte was Verrücktes!

An einem einsamen Strand: Die Frage wird gestellt und mit einem dicken JA beantwortet!
♡♡♡

Railey Beach: Und endlich die ersehnte Zusammenkunft! Am Busbahnhof in Krabi warten Danica und Dennis auf uns. Freudestrahlend und auch mit ein zwei Tränchen fallen wir uns in die Arme!
Am Railey Beach kommen wir nach einer sehr feuchten Bootsfahrt an und lüften das Geheimnis der Verlobung. Die Trauzeugin ist völlig durchgedreht und weinte erneut :) Dies musste natürlich ein wenig gefeiert werden!
Der Strand an sich ist wunderschön umringt mit Karstfelsen doch das Wetter meinte es nicht gut mit uns. Und nach viel Regen beschlossen wir vier die Küste zu wechseln und dem Monsum zu entfliehen.

Koh Tao: Nach einer langen Überfahrt, die leider Danica nicht all zu gut vertragen hat, kommen wir am Traumstrand an. Die Mädels verbringen die Zeit hauptsächlich am Strand und mit ein wenig Beauty, die Männer eher aktiv beim Fussball oder Tauchen. Wir lassen uns von der Trägheit erfassen, genießen die Gesellschaft unserer Freunde, gutes Essen und die Ruhe. Allabendlich bekriegen wir uns beim Kartenspielen und trinken dazu ein paar Bierchen (660ml pro Flasche) oder Baileys oder was es so gibt.

Koh Phangan: Gewabnet mit Tabletten gegen die Seekrankheit überstehen alle die Überfahrt nach Koh Phangan mit bravur. Wir mieten uns zwei Bungalows in einem Strandresort mit Pool und lassen die Seele baumeln. Zu viert mieten wir uns einen Jeep und schauen was die Insel zu bieten hat. Besonders schön war die Abkühlung im Wasserfall und die Möglichkeit zu Schnorcheln.

Happy Birthday! Wie schön zu diesem Anlass Besuch zu haben! So konnten sogar Geschenke, Dekoration und Grußkarten aus Hamburg überbracht werden. Es gab zur Feier des Tages richtig guten Käse, Kuchen, abends ein traditionelles BBQ, Schnaps und sogar ein wenig Tanzerei.

Morgen verlassen wir Süd-Thailand. Danica und Dennis besuchen noch kurz Bangkok bevor es Heim geht und wir ziehen weiter nach Vietnam. Es war bezaubernd Besuch von daheim da zu haben und wir sind dankbar so wundervolle Freunde an unserer Seite zu wissen, die bereit waren einige Kompromisse einzugehen damit beide Welten (Langzeit-Backpacker und Jahresurlauber) zusammenpassen.

Wir müssen weiter ziehen. Es juckt uns schon etwas in den Fingern und das nächste Abenteuer wartet :)

  • Thailand

Likes

Comments

Java: Wir kommen mal wieder recht spät in Surabaya an und wollen auch keine Zeit verlieren. Deswegen am nächsten Tag direkt auf den Roller, fertig, los! Auf dem Weg schlengelt sich Chris gekonnt durch den chaotischen Vehrkehr ohne jegliche Regeln. Ca. alle 45min muss eine Pause eingelegt werden, sonst ist der Hintern einfach zu platt. Aber wir machen immer wieder nette Bekanntschaften, sehen schöne Moscheen und probieren einheimisches Essen und Trinken. Am Nachmittag kommen wir in Cemoro Lawang an und kämpfen uns mit Freude durch das Aschefeld der umliegenden Vulkane. Dann der kurze aber anstrengende Aufstieg und tadaa: der brodelnde Bromo öffnet seinen rauchenden Schlund für uns. Beeindruckend und irgendwie beängstigend der beißende Schwefelgeruch, die zitterne Erde. Auf dem Rückweg wird Katja noch zusammen mit einigen Soldaten, die Übung im Aschefeld hatten die steile Anhöhe auf einem Pickup mitgenommen, da der Roller gerade mal Chris hochschleppen konnte.
Am nächsten morgen, dick eingepackt, ging es zum Sonnenaufgang auf einen gegenüberliegenden Berg. Schöne Aussicht, zum Sonnenaufgang hochquälen wäre aber nicht nötig gewesen ;)
Wir machen uns auf den Rückweg und tauschen Roller gegen vermeindlichen Nachtbus in Surabaya.

Yogyakarta: Die Hippie-Touri Stadt Javas. Es gibt viele Souveniers, insbesondere viel Batik wofür die Stadt bekannt ist, einen großen Sultanspalast, den Kraton, das dazugehörige Wasserschloss und viel Pferdekutschen. Leben tun wir in einem netten Viertel geprägt durch winzige Gassen in denen wir uns mehr als einmal verlaufen. Es haut einen nicht um, ist aber ein gutes Basislager für den nächsten Roadtrip!

Wir beginnen unseren Roadtrip mit dem größten hinduistischen Tempel Indonesiens dem Prambanan. Danach geht es steil bergauf ins Dörfchen Kaliurang. Hier soll man eigentlich eine super Sicht auf den Vulkan Merapi haben, doch das Wetter spielte nicht mit. Eine dichte Nebelwolke wollte sich auch am nächsten Morgen nicht verziehen. Dafür hatten wir ein super süßes Hostel inkl. Besitzer, hier konnte man auch gut die Zeit rumkriegen ;)

Am nächsten Tag ging es erst wieder runter um einige km später mit ächzenden Roller wieder bergauf zu schleichen. Ziel war das Dieng Plateau. Trotz einiger Pausen, um dem schlimmsten Regen zu entgehen, kamen wir klitschnass im dichtesten Nebel im Plateau an. Gesehen hatten wir nicht viel außer riesiger Schlaglöcher die immer wieder auftauchten. Nasse Klamotten aus, Schlafsachen an, Suppe löffeln und versuchen sich irgendwie aufzuwärmen.
Am nächsten Morgen waren unsere Sachen immer noch nass, Ersatzhosen hatten wir nicht dabei. Wir froren. Also eine kürzere Runde als gedacht und ab auf den nach Hause weg. Zwischendrin erhaschten wir ab und zu mal kurz die Sonne und der Nebel lichtete sich. Wir können nur erahnen wie wunderschön das Plateau bei klarem Sonnenschein sein muss, doch selbst im Nebelwald hat es uns verzaubert.

Sobald wir knappe 1000 Höhenmeter tiefer waren, trockneten die Kleider und Schuhe im Nu und wir entschlossen uns noch den buddhistischen Tempel Borobodur anzusehen von dem alle schwärmen. Unser Fazit zu beiden Tempel: Schön, ja ABER wenn man schon einige große Tempel kennt und die hohen Eintrittsgelder und die anstregenden Souvenirgassen berücksichtig, die durchlaufen werden müssen um zum Ausgang zu kommen, sind wir doch eher ernüchtert.

Wir verbringen nun noch einen Tag in Yogyakarta und machen und morgen auf eine 15 stündige Bustour nach Jakarta. Von dort fliegen wir nach Thailand, diesmal in den Süden, und treffen in nicht einmal einer Woche unseren ersten Besuch!!! Danica & Dennis wir freuen uns so auf euch!!!

Indonesien verlassen wir nur vorläufig. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen auf Bali Anfang September :)

Likes

Comments

Sumatra: Nach einem verspäteten Flug kommen wir mitten in der Nacht in Medan an. Dankbar für das trotzdem gastfreundliche Hostel und die Klimaanlage finden wir schnell zur Ruhe. Am nächsten Tag geht es direkt weiter nach Berastagi. Der Weg lehrt uns auch unsere erste Lektion in "Vorsicht vor Busfahrern/Taxifahrern", die sich mit allen Mitteln versuchen an dir zu bereichern. In diesem Fall fuhr der Busfahrer ohne uns Wechselgeld rauszugeben mit quietschenden Reifen davon. Nagut, jetzt wissen wir wie es läuft. 5 Stunden später erreichen wir das kühle Bergdorf. Hier wird gerade eine Art Erntedankfest gefeiert. An jeder Ecke werden wir von jüngeren Einheimischen angesprochen, die mit uns Fotos machen wollen und Klönschnack halten.
Am nächsten Tag besteigen wir unseren ersten Vulkan! Nach drei Stunden Aufstieg stehen wir zwischen einem ausgetrockneten Kratersee und dampfenden Schwefel, der überall aus der Erde tritt. Einfach traumhaft schön und echt beeindruckend. Auch Einheimische lassen sich immer wieder von diesem Zauber einfangen und nutzen den Ort als beliebten Zeltplatz am Wochenende.
                                                                              

Lake Toba, Tuk Tuk: Der Lake Toba ist der größte Kratersee der Welt und allein die sich darin befindene Insel ist so groß wie Singapur. Auf der Insel, Samosir genannt, gibt es noch viele traditionelle Batak Häuser, die wir besichtigen können inkl. einer kleinen Tanzeinlage. Zudem finden wir Stone Chairs, die mal für rituelle Zwecke genutzt wurden. Abgesehen vom angenehmen Klima und der traumhaften Landschaft überzeugt die Gegend mit riesigen Avocados und kleinen Mangos :) Leider hat sich Katja auf dem Vulkan trotz Sonnenbrand im Gesicht (das soll einer verstehen) etwas erkältet, doch es ist der perfekte Ort zum erholen.

Ketambe: Nach fünfmaligem Umsteigen, verpassten wir den letzten Bus nach Ketambe. Daraufhin chartern wir ein privates Taxi in das kleine Dschungeldorf. Selbst unsere Unterkunft schien mit dem Dschungeln zu verwachsen. Natürlich buchten wir uns einen Guide für den nächsten Tag um hoffentlich wildlebende Orang-Utans zu entdecken. Hier und die Nachbarinsel Borneo sind die einzigen Orte der Welt, wo dies noch möglich ist.
Chris und ich sind mit unserem Guide allein unterwegs. 5 Stunden lang scheucht er uns bei 30 Grad Celsius und gefühlter 100% Luftfeuchtigkeit bergauf, bergab durch Matsch und Bäche. Sehen tun wir nicht so richtig viel. Wir holen uns Kratzer, Katja zerreißt sich mal wieder ne Hose, aber auch Chris schlittert ab und zu mal auf dem Hintern Abhänge runter. Wir sind irgendwie frustriert. Mittagspause am Fluss. Wir treffen andere Trekkinggruppen, die haben natürlich schon Orang-Utans gesehen. Unsere Zeit neigt sich dem Ende, wir wollen den Nachtbus noch nehmen, wir geben die Hoffnung auf. Doch unser Guide nicht. Er habe immer welche gefunden! Und dann tatsächlich. Auf dem Rückweg endecken wir zwei weibliche Orang-Utan mit einem Baby. All die Müh hat sich gelohnt! Sofort sind wir faziniert und beobachten voller Freude die Familie, wie sie sich durch die Gegend hängelt. Und dann.. Punky-Monkeys überall! Und noch zwei Adler und noch ein schwarz-weißes riesiges Eichhörnchen.. wie verzaubert. Danke Ketambe!

Iboih, Pulau Weh: Die Trauminsel im Westen Sumatras, erreichten wir nach einer fünfzehn stündigen Fahrt, die mit vier Stunden Verspätung begann. Nach weiteren vier Stunden warten auf dem Fährgelände saßen wir endlich auf dem Speedboat und später im Sammeltaxi nach Iboih. Eineinhalb Stunden diskutierten wir dann noch mit einigen Hotelbesitzern über gerechtfertigte Zimmerpreise und hatten endlich unser Ziel erreicht. Diese Tortur mussten wir zum Glück nicht alleine durchstehen, da uns ein freundliches, französisches Pärchen Gesellschaft leistete.
In den nächten vier Tagen erkundeten wir mit einem Roller die Insel und genossen das türkise Wasser. Wir fanden wunderschöne Landschaften, Kilometer 0 Indonesiens, also den westlichsten Punkt, einen kühlen Wasserfall der zum Baden einlud, heiße Steine eines Vulkans zwischen kochenden Wasserbecken und Schwefelgasen. Dann leihten wir uns von unseren neuen Freunden Schnorchel und Brille und erkundeten die Unterwasserwelt. Katja, die zum ersten mal dem Ganzen so nah war, hatte zwar immer noch ein wenig Schiss, doch der Anblick war wundervoll. Chris genoss das ganze nochmal bei zwei Tauchgängen in 30 Metern Tiefe und kam aus dem Schwärmen nicht mehr raus. Abends sman mit mittlerweile bekannten Gesichtern zusammen und klönte gemütlich bei leckerem Essen und natürlich alkoholfreien Getränken. Wir befinden uns nämlich im Bundesland Aceh. Hier gilt noch das islamische Gesetzt, zumindest in Teilen, sodass z.B Alkohol und Schweinefleisch kaum zu finden und wenn sehr teuer ist. Alles in Allem fällt es uns schwer die Insel und die neuen Freunde wieder zu verlassen, doch wir hören Java schon leise rufen.

Mit Sonnenaufgang verlassen wir Pulau Weh, um Banda Aceh vor Abflug noch etwas zu erkunden. Zunächst ab ins Tsunami Museum. Ihr erinnert euch doch noch alle an die große Katastrophe von 2004? Große Areale wurden hier zerstört und ca. 124000 Menschen kamen ums Leben durch eine 18m hohe Tsunamiewelle. Danach ging es noch zur großen Moschee, die uns mit ihrem weißen Mamor und ihrer Schönheit blendete. Next Stop: Flughafen. Dort angekommen mussten wir leider festestellen, dass wir unseren Flug verpasst hatten. Lange Geschichte, aber soweit gesagt, es war unsere eigene Dummheit. Die Airline hingegen war sehr zuvorkommend und so können wir den selben Flug einfach einen Tag später ohne Aufpreis nehmen. Wir bleiben also noch eine Nacht in Banda Aceh und reisen dann morgen nach Java.

Sumatra ist bezaubernd, aber nichts für schwache Nerven. Wir lieben es und hassen zugleich die "Abzocke-Mentalität" einiger Einwohner. Sie versauen den Ruf und unser Vertrauen in die sonst so hilfsbereiten Einheimischen. Landschaftlich ist es das wohl bisher vielfältigste und beeindruckendeste Land, bzw. Insel auf unserer Route.

  • Indonesien

Likes

Comments